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Burberry stärkt Online-Präsenz durch Partnerschaft mit Farfetch

Der britische Modekonzern Burberry plc. legt schon seit Jahren besonderes Gewicht auf sein Onlinegeschäft. Damit will das Traditionsunternehmen vor allem eine jüngere Zielgruppe erreichen. Um im Netz weiter zu wachsen, schloss Burberry nun eine Partnerschaft mit dem E-Commerce-Spezialisten Farfetch.

Künftig wird das Modehaus sein gesamtes Sortiment auf dem Online-Marktplatz anbieten. „Diese Integration wird den globalen Vertrieb von Burberry erweitern und der Marke den Zugang zu 150 Ländern eröffnen“, teilte das Unternehmen mit. Für den Auftritt bei Farfetch wird die vorhandene Softwareplattform des Online-Händlers um eigens von Burberry entwickelte Technologien ergänzt. So will das Label den Kunden mit Bildern und Inhalten „ein schlüssiges, kuratiertes digitales Erlebnis“ bieten. Die Software-Innovationen, die im Rahmen der Partnerschaft mit Farfetch zum Einsatz kommen, will Burberry auch bestehenden und neuen Online-Vertriebspartnern anbieten. Diesen biete das System ein „bislang unerreichtes Maß an Tiefe, Flexibilität und Einblick in die Bestände von Burberry“, erklärte das Unternehmen.

„Wir wollen, dass der digitale Auftritt unserer Marke die Geschichte der Brand und der Produkte auf bestmögliche Weise erzählt – egal ob auf unseren eigenen Plattformen oder bei unseren Partnern“, erläuterte Daniel Heaf, SVP Digital Commerce & Digital Marketing bei Burberry.

Der Startschuss für die Zusammenarbeit fiel am Wochenende anlässlich der Modenschau von Burberry während der London Fashion Week. Direkt im Anschluss gab es nicht nur ausgewählte Stücke der Laufsteg-Kollektion auf Farfetch zu kaufen, sondern auch drei exklusive Taschenmodelle, die sonst nirgends erhältlich sind.

Foto: Burberry
Regierungsbildung: Handel enttäuscht von Koalitionsvertrag

Die Vereinbarungen, nach denen die drei Parteien CDU, CSU und SPD eine neue Regierung bilden wollen und die als Grundlage für einen neuen Koalitionsvertrag dienen, stoßen auch außerhalb der Parteien für Unmut. Nachdem sich bereits einige Wirtschaftsverbände kritisch zu dem Vertragsentwurf geäußert hatten, bringt nun auch der Handelsverband Deutschland (HDE) sein Missfallen zum Ausdruck.

„Eine neue Bundesregierung braucht einen Plan, um die gute Binnenkonjunktur dauerhaft zu stärken. Mit Blick auf stetig steigende Steuereinnahmen ist nicht nachvollziehbar, dass die Koalitionäre nicht mutiger auf eine umfassende steuerliche Entlastung kleiner und mittlerer Einkommen setzen“, so HDE-Präsident Josef Sanktjohanser. Außerdem komme das Thema Strukturreformen bei der Unternehmensteuer zu kurz. „Insgesamt ist der Koalitionsvertrag zu wenig ambitioniert. Auch die aktuellen Herausforderungen der Digitalisierung und des Strukturwandels brauchen entschlossenere Antworten aus der Politik.“

Negativ bewertet der HDE auch die Vorhaben im Bereich Arbeitsmarkt. So führe die Herstellung von Parität bei den Beiträgen zur gesetzlichen Krankenversicherung zu erheblichen Zusatzkosten für die Unternehmen. Dies sei insbesondere deshalb ungerechtfertigt, weil die Arbeitgeber bereits heute die Kosten für die Entgeltfortzahlung bei Krankheit alleine in voller Höhe tragen müssten. Darüber hinaus erschwere der geplante neue Teilzeitanspruch den Unternehmen die Personalplanung und verschärfe den ohnehin bestehenden Fachkräftemangel.

Foto: Denis Geier / pixelio.de

AKTUALISIERT Zalando verkauft auch Kleidung stationärer Händler

Kunden von Zalando können bei dem Online-Versandhändler nun auch Kleidung stationärer Händler kaufen. Bislang war das nur bei Schuhen möglich, wie Zalando am Freitag mitteilte.

Zalando weitet mit diesem Schritt seine Plattform-Strategie aus, mit der es verschiedene Unternehmen im Modesektor über sein eigenes System miteinander vernetzen will. Über 100 lokale Händler seien bereits angebunden und können so Bestellungen von Zalandos deutschen Kunden aus ihren Läden verschicken. Händler erlangen über das sogenannte "gax-System" Zugang zu Zalandos Plattform und könnten so ohne zusätzliche Investionen in eine eigene technische Infrastruktur ins digitale Geschäft einsteigen.

Anbindung zwischen Offline und Online

"Kunden sind zunehmend mobil unterwegs und erwarten, dass Artikel verfügbar sind, wann und wo sie sie benötigen", sagte Jan Bartels, Vice President Customer Fulfillment and Logistics bei Zalando, in der Mitteilung am Freitag. "Gleichzeitig liegt die Mehrheit der Artikel nach wie vor in stationären Geschäften."

Einzelne teilnehmende Händler hätten bis zu 300 Bestellungen pro Woche aus ihren Läden an Zalando-Kunden verschickt. Unter den teilnehmenden Firmen befinden sich laut Zalando beispielsweise das Schuhhaus Fischer aus Esslingen oder seit einigen Wochen auch Riegel Jeans + Fashion in Bad Hersfeld.

"Besonders praktisch ist, dass wir flexibel entscheiden können, welche Bestellungen wir online übernehmen", sagt Zeki Celic, Geschäftsführer von Riegel Jeans + Fashion auf der Webseite von Zalando. "Der zusätzliche Vertriebsweg hat den großen Vorteil, dass wir zum Beispiel ein Schuhmodell, dass bei uns im Laden nicht ganz so stark nachgefragt wird, trotzdem vollständig abverkaufen können."

Auch der Bielefelder Hemdenhersteller Seidensticker testet das System von Zalando in Hinblick auf eine gleichtägige Lieferung, wie FashionUnited zuvor berichtete.(dpa/FashionUnited)

Foto: Zalando

Partnerprogramme großer Online-Händler und -Netzwerke sind nach Recherchen des Computermagazins «c't» in großem Stil über Monate hinweg manipuliert wurden. Bestimmte Erweiterungen für die Browser Firefox und Chrome, die eigentlich beim Surfen Rabattgutscheine von Händlern einblenden sollten, hätten die Partner-Links manipuliert. Damit seien Provisionszahlungen stets der Berliner Firma Wonderize zugeordnet worden.

Viele Medienseiten und Blogs veröffentlichen in ihren Artikeln bei Produkt-Rezensionen Partner-Links (Affiliate-Links). Besucht ein Nutzer über einen solchen Link die Seite eines Online-Händlers oder Service-Anbieters und kauft dort ein, wird der Affiliate-Partner in Form einer Provision an den Umsätzen beteiligt.

Mehrere deutschsprachige Browser-Erweiterungen des thailändischen Herstellers Saphire Max Media haben den Recherchen der «c't» zufolge dieses System ausgetrickst. «Sie luden Code nach, schrieben hinterrücks - ohne Wissen der Surfer - Cookies um oder luden unsichtbar Shop-Webseiten neu.» Diese Manipulationen hätten zur Folge gehabt, dass Partner-Provisionen für Käufe im Shop der Firma Wonderize gutgeschrieben wurden, die über ihr Portal gutscheincodes.de Affiliate vieler Partnerprogramme ist. Betroffen könnten demnach über 100 Online-Shops sein, die mit solchen Affiliate-Systemen arbeiten.

Ein großer deutscher Online-Händler habe nach einigen Tagen technischer Analyse die Beobachtungen der «c't» bestätigt. Ein Sprecher kündigte Konsequenzen an. Sollte sich der Verdacht bestätigen, läge ein gewerbsmäßiger Betrug vor. Geschädigt wären nicht nur die Partnerprogramm-Anbieter, sondern auch jene Medien und Blogger, denen die Provisionen vorenthalten wurden.

Den Nutzer der Browser-Erweiterungen, die unwissentlich zum Teil des Abzocke-Systems geworden seien, hätten zwar keinen finanziellen Schaden getragen. (dpa)

Winterschlussverkauf: Handel zeigt sich zufrieden

Winterschlussverkaufs (WSV) durchaus zufrieden zu sein. Wie der Handelsverband Deutschland (HDE) berichtet, hat die Aktion bei den meisten Textilhändlern ihren Zweck erfüllt, in den Lagern Platz für die Frühjahrsmode zu machen. „Einige Händler, die noch genug Winterware auf Lager haben, gehen mit dem WSV in den nächsten Tagen noch in die Verlängerung“, so der HDE.

Die Schlussverkäufe in Winter und Sommer sind Verbandsinformationen zufolge auch nach dem Wegfall der gesetzlichen Grundlage im Jahr 2004 sehr populär und erfolgreich, weshalb der Einzelhandel Winter- und Sommerschlussverkäufe weiterhin anbiete. Besonders für ländliche Regionen sowie kleinere und mittlere Städte sei der Schussverkauf von großer Bedeutung, so der HDE. Hier unternähmen viele Kunden aus dem Umland gezielte Schnäppchentouren in die Innenstädte.

Foto: Rainer Sturm / pixelio.de

Peek & Cloppenburg startet neues Flächenkonzept

Der Düsseldorfer Modefilialist Peek & Cloppenburg (P&C) startet in seinen „Weltstadthäusern“ ein neues Flächenkonzept namens „Pop Impression“, ein flexibles Stand- und Sortimentsmodell, das wie ein Pop-Up Store in eigenem Hause funktionieren soll. Ziel sei es, das Einkaufen für die Kunden noch stärker zu einem Erlebnis zu machen, so das Unternehmen.

Auf den neuen Pop-up-Flächen im Store soll „ein exklusives Sortiment“ präsentiert werden, „das so bisher nicht bei Peek & Cloppenburg erhältlich war“. Der Fokus liege dabei auf außergewöhnlichen Kollektions-Highlights und neuen Marken, die auf ein aktuelles Trendthema abgestimmt seien, heißt es. Branchenfremde Lifestyle-Produkte sollen das Angebot ergänzen.

Peek & Cloppenburg startet neues Flächenkonzept

Mit jeweils drei saisonalen Themen pro Halbjahr wollen die Düsseldorfer aktuelle Trends aufzeigen und das Einkaufen zum „inspirierenden Erlebnis“ machen. Das Konzept mache es möglich, neue Linien vorzustellen und das Thema Style weiter zu fassen. Für die nötige Aufmerksamkeit bei bestehenden Kunden und neuen Zielgruppen soll ein individuelles Möbelsystem sorgen, ergänzt durch eine besonders kreative Schaufenstergestaltung, konzeptionell darauf abgestimmte Flächen im Eingangsbereich sowie die direkte Kundenansprache und Influencer-Kooperationen.

Fotos: Peek & Cloppenburg Düsseldorf

Die beiden Schwesterunternehmen Aldi Nord und Aldi Süd wollen in Zukunft in wichtigen Bereichen wie dem Einkauf und dem Marketing noch enger zusammenarbeiten. Eine Fusion der Unternehmen sei aber nicht geplant, teilten die Discounter am Donnerstag mit. Aus der Zusammenarbeit ergebe sich auch keine Reduzierung des Personalbedarfs.

Die Discounter reagierten damit auf einen Bericht des «Manager Magazins», das unter Berufung auf ein «Geheimprotokoll» eines Treffens von ranghohen Aldi-Managern berichtet hatte, Aldi Nord und Aldi Süd prüften eine Zusammenlegung des Einkaufs und mehrerer anderer Bereiche. «Selbst eine gesellschaftsrechtliche Verschmelzung der beiden Unternehmen zu einem Konzern wird nicht ausgeschlossen», hieß es in dem Bericht.

Diese Spekulation wollten die Discounter allerdings nicht im Raum stehen lassen. «Eine Fusion ist weder aus der Kooperation folgend noch aus sonstigen Überlegungen geplant oder beabsichtigt», betonten sie in einer gemeinsamen Erklärung. Aldi Nord und Aldi Süd arbeiteten als Schwesterunternehmen traditionell schon immer sehr eng zusammen. Diese Zusammenarbeit werde seit Jahren intensiviert. Ziel sei es, die Marktposition zu festigen.

Die Aldi-Gründer Karl und Theo Albrecht hatten 1961 ihr gemeinsames Unternehmen in zwei selbstständige Firmen - Aldi Nord und Aldi Süd - aufgeteilt. Der Aldi-Äquator, der die beiden Discount-Imperien trennt, verläuft quer durch Deutschland vom Niederrhein über Hessen an der bayerisch-thüringischen Grenze entlang bis zum Süden Sachsens.

Das Bundeskartellamt bewertet Aldi Nord und Aldi Süd aufgrund der gemeinsamen historischen Vergangenheit und der nach wie vor unangetasteten Gebietsaufteilung schon heute als «verbundene Unternehmen». (dpa)

Kann Amazons Suchmaschine Markenrecht verletzen?? AKTUALISIERT

Bei der Produktsuche im Netz steuern viele Anwender nicht Google, sondern Amazon an. Manche Hersteller wollen dort aber nicht erscheinen, weil sie sich andere Vertriebswege suchen. In zwei Streitfällen vor dem BGH ist Amazon jetzt weitgehend erfolgreich.

Der Internet-Handelsriese Amazon meint oft schon nach den ersten Buchstaben im Suchfeld zu wissen, was man will. Angezeigt werden dann Produkte, die den Wünschen entsprechen könnten. Der Bundesgerichtshof hat Amazon in Streitfällen um mögliche Verletzungen des Markenrechts jetzt gestärkt. (I ZR 201/16 und I ZR 138/16).

Wer legt sich da mit Amazon an und warum?

Das mittelständische Unternehmen Ortlieb Sportartikel GmbH aus dem fränkischen Heilsbronn produziert wasserdichte Fahrradtaschen, Rucksäcke und andere Freizeitausrüstung. Das Unternehmen goFit Gesundheit GmbH mit Sitz im österreichischen Kindberg vertreibt eine Matte zur Fußreflexzonenmassage. Beide wollen nicht, dass ihre Produkte über die Plattform vertrieben werden, und sie kritisieren, dass die Suche nach ihren Produkten zu Alternativangeboten führt.

Warum wollen sie nicht, dass ihr Name zu anderen Produkte oder Anbietern führt?

Ortlieb vertreibt seine Produkte über Fachhändler, goFit über Kooperationspartner und den eigenen Internetauftritt. Beide Unternehmen sehen einen Missbrauch, wenn Suchworteingaben dazu benutzt werden, ähnliche Produkte aus zum Teil deutlich niedrigeren Preissegmenten anzubieten.

Was sagen die Beteiligten?

«Wir sehen unser Produkt als ein Qualitätsprodukt mit hohem Erklärungsbedarf», sagt Ortlieb-Vertriebsleiter Martin Esslinger. Kundenservice und Reparierbarkeit der Produkte seien dabei entscheidend. Ortlieb gehe es um Markenidentität und Markenhoheit. Nach Überzeugung des Unternehmens sucht ein Kunde, der Ortlieb eingibt, gezielt nach dieser Marke. «Sonst würde er nur Fahrradtasche eingeben.» Daher verletze Amazon die Marken- und Wettbewerbsrechte.

Nach Überzeugung des goFit-Rechtsanwalts Arthur Waldenberger benutzt Amazon den Markennamen, um alternative Produkte zu bewerben. «Amazon will mit seinen Suchwortvorschlägen die Nutzer in die Irre führen und diese glauben machen, dass die goFit-Gesundheitsmatte bei Amazon erhältlich sei, was sie aber nicht ist.» Amazon hänge sich an den guten Ruf des Zeichens goFit an, kritisiert Waldenberger.

Und wie argumentiert Amazon?

Der Amazon-Anwalt wies die Vorwürfe zurück. Er verglich die Suche bei Amazon mit einem Besuch im Sportgeschäft. Wenn ein Kunde dort nach Schuhen einer Marke frage, führe ihn der Verkäufer zu einem Regal, in dem auch Schuhe anderer Marken stehen.

Wie ist die Rechtslage?

Die Unternehmen stützen sich auf das Markengesetz. Paragraf 14 gibt dem Inhaber einer Marke ein ausschließliches Recht, nur er darf sie nutzen. Ähnliches gilt für Firmenkennzeichen nach Paragraf 5.

Im Fall Ortlieb haben Land- und Oberlandesgericht München im Sinne der Kläger entschieden. Im Fall goFit hatte das Landgericht Köln dem Unternehmen Recht gegeben. Das Oberlandesgericht hob das Urteil jedoch auf und entschied im Sinne von Amazon.

Was hat der BGH entschieden?

Bei goFit fehle es an der Verwendung des Begriffs als Kennzeichen durch Amazon. Denn die Kunden könnten bei den durch Autovervollständigung entstandenen Suchvorschlägen zunächst nicht erkennen, um welchen Hersteller es gehe. Ob goFit überhaupt ein Firmenkennzeichen nach dem Markenrecht sei, müsse daher nicht entschieden werden.

Im Fall Ortlieb müsse aber geprüft werden, ob die Kunden unterscheiden könnten, von welchen Herstellern die in der Amazon-Liste angebotenen Produkte stammen. Nur wenn sie das nicht könnten, wäre das Markenrecht verletzt. Das müsse das Oberlandesgericht in einem neuen Verfahren prüfen. «Wir sind der Meinung, dass man das unterscheiden können müsste», sagte der Vorsitzende Richter und machte Ortlieb damit wenig Hoffnung.

Welche Bedeutung hat der Fall für Verbraucher?

Sollte das OLG München zugunsten von Amazon entscheiden, wäre klar, dass Hersteller es dulden müssen, wenn die Suche nach ihren Produkten zu allen möglichen Angeboten führt. Das würde auch dann gelten, wenn ihre Angebote über Amazon gar nicht erhältlich sind. (dpa)

Foto: Amazon-Website

Der Bundesgerichtshof entscheidet in einem Streit um die Verwendung von Markennamen zwischen zwei Unternehmen und dem Internet-Handelsriesen Amazon. Die Firmen wollen verhindern, dass bei Eingabe ihrer Namen bei Amazon Alternativangebote angezeigt werden.

Beide unterhalten ein Vertriebssystem mit ausgewählten Partnern und wollen nicht auf Internetplattformen gehandelt werden. In der BGH-Verhandlung am Donnerstag in Karlsruhe wehrten sich der Hersteller von wasserdichten Taschen und Behältern, Ortlieb, und der Anbieter von Matten zur Fußreflexzonenmassage, goFit, gegen den Umgang mit ihrem Markennamen und Firmenkennzeichen.

Ortlieb war in den Vorinstanzen erfolgreich, goFit erlitt vor dem Oberlandesgericht Köln eine Niederlage. Amazon hatte in beiden Fällen argumentiert, die Angebotsliste sei das Ergebnis einer automatischen Berechnung (Algorithmus) auf Basis dessen, was der Suchende eintippt (I ZR 201/16 und I ZR 138/16).

Zum Fall der Marke Ortlieb sagte der Vorsitzende Richter, es komme mit Blick auf die Rechtssprechung des Europäischen Gerichtshofs darauf an, ob die Kunden erkennen könnten, dass die von Amazon aufgeführten Angebote von anderen Herstellern stammen. Bei goFit handele es sich dagegen nicht um eine Marke. Es sei aber von einem Firmenkennzeichen auszugehen, das auch geschützt ist.

Der Amazon-Anwalt hatte das in Frage gestellt. Die goFit Gesundheit GmbH mit Sitz in Österreich wehrt sich dagegen, dass die Suchmaschine schon bei Eingabe weniger Buchstaben mit der Autovervollständigen-Funktion Begriffe wie «goFit Gesundheitsmatte» anzeigt und Produkte anderer Hersteller anbietet.

Ob ein Urteil noch am Donnerstag fällt, war zunächst unklar. (dpa)

Uniqlo: bald erster Flagshipstore in Amsterdam

Die japanische Modemarke Uniqlo macht einen Vorstoß in die Niederlande: Das erste niederländische Geschäft soll im Herbst in Amsterdam eröffnet werden, und zwar im ehemaligen Forever 21-Flagshipstore in der Kalverstraat, Amsterdams beliebter Einkaufsstraße.

Der neue Flagshipstore wird sich auf 2040 Quadratmetern über drei Etagen erstrecken und Uniqlos LifeWear für Damen, Herren und Kinder anbieten sowie die UT-Kollektion der Marke auf einem eigens dafür vorgesehenen Stockwerk. Verglichen mit Filialen in Antwerpen und Brüssel wird er das größte Geschäft in den Benelux-Ländern sein beziehungsweise eines der größten europaweit.

“Wir freuen uns sehr, das erste Uniqlo-Geschäft in den Niederlanden zu eröffnen und unsere Marke in Amsterdam vorzustellen, einer Stadt, die für ihren entspannten und lässigen Lebensstil bekannt ist”, sagte Taku Morikawa, Geschäftsführer für Europa bei Uniqlo in einer Stellungnahme.

“Ich glaube, dass unsere LifeWear, die um Kernelemente wie Denim, ultraleichte Oberbekleidung, extrafeine Merinowolle und mehr kreiert wurde, zu jeder Jahreszeit eine perfekte Ergänzung für Einheimische sein wird. Mit unserem Eintritt in die Niederlande machen wir den nächsten Schritt, um unsere Präsenz in den Benelux-Ländern auszubauen ", fügte er hinzu.

Uniqlo hat vor, seinen neuen Flagshipstore im Herbst 2018 zu eröffnen; ein genaues Datum wurde jedoch noch nicht bekannt gegeben.

Bild: Uniqlo