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GVO in Bio-Baumwolle gefunden: Ist GOTS ein Schwindel?

Nachhaltige, fair gehandelte Mode aus zertifizierter Bio-Baumwolle ist derzeit nicht nur schwer angesagt, sie gilt vielen als Zukunftsversprechen der Branche. Auch das deutsche Textilbündnis, zu dem sich Politik, Nichtregierungsorganisationen und Modeindustrie zusammengeschlossen haben, um sich für eine nachhaltigere, umwelt- und sozialverträglichere Textilproduktion einzusetzen, vertraut auf den verstärkten Einsatz von Bio-Baumwolle.

Wichtig für die Glaubwürdigkeit ist dabei vor allem eine verlässliche, weltweit gültige Zertifizierung des Rohstoffs, die durch eine unabhängige Institution und nach klaren, allgemein gültigen Richtlinien erfolgt. Im Textilbereich ist dies der Global Organic Textile Standard (GOTS), der die Verwendung kontrolliert biologisch angebauter Baumwolle garantiert. Hierbei wird die gesamte Lieferkette von der Faserherstellung bis zum Händler nach Umwelt-, sozialen- und technischen Kriterien überprüft und zertifiziert.

GOTS-zertifiziert wird beispielsweise nur, wer komplett auf den Einsatz von Gentechnik beim Baumwollanbau verzichtet. Ganz genau scheinen die GOTS-Verantwortlichen jedoch nicht immer hinzuschauen, wenn es um die tatsächliche Belastung von Garnen aus Bio-Baumwolle geht.

Betrugsfälle gigantischen Ausmaßes befürchtet

Es besteht bereits seit einigen Jahren der Verdacht, dass zertifizierte Bio-Baumwolle aus Indien den hohen Ansprüchen der Textilstandards nicht immer genügt. Schließlich wird in dem Land zu fast 90 Prozent genmanipulierte Baumwolle angebaut, nur schwach durchsetzt mit einigen Bio-Feldern. So gelangen manipulierte Gene über Pollenflug auch in nicht-manipulierte Pflanzen derselben Art und damit in deren Saatgut, das die genmanipulierten Organismen (GVO) weiterträgt.

Die staatliche indische Export-Organisation Apeda mutmaßte bereits 2009, dass zertifizierte Bio-Baumwolle GVO enthält. Deren Direktor, Sanjay Dave, sprach seinerzeit von Betrugsfällen „gigantischen Ausmaßes". Dutzende Dörfer hätten zusammen mit westlichen Zertifizierungsfirmen große Mengen gentechnisch veränderter Baumwolle in den Handel gebracht, hieß es in einem Artikel der Financial Times Deutschland. Damals ging man davon aus, dass die Bio-Textilbranche sich nicht den Ast absägen würde, auf dem sie sitzt und sie deshalb fortan die Produktionsabläufe stärker selber überwachen würde. Anscheinend mit keinem großen Erfolg.

Nun wurden nämlich tatsächlich GVO-Verunreinigungen in GOTS-zertifiziertem Baumwollgarn aus Indien gefunden. Das Schweizer Magazin Saldo hat in Indien recherchiert und GOTS-zertifiziertes Bio-Garn testen lassen. Ergebnis: Das mit der Untersuchung beauftragte Labor hat hohe GVO-Verunreinigungen nachgewiesen. Damit konfrontiert, wehrt sich eine GOTS-Sprecherin, man könne GVO nur in der Rohbaumwolle, nicht aber im Garn nachweisen.

Problem erledigt? Mitnichten. Mittlerweile fühlen sich nämlich die ersten Unternehmen wie der Naturtextil-Anbieter Cotonea geprellt und fordern von GOTS, den jetzt im Raum stehenden Vorwürfen umgehend gewissenhaft nachzugehen. „Der Ruf der gesamten Bio-Textilbranche steht auf dem Spiel“, so Cotonea. Bis man GOTS wieder vertrauen könne, lasse man Saatgut und Baumwolle daher durch ein Speziallabor in Bremerhaven selbst auf GVO-Rückstände testen.

Foto: Dieter Schütz / pixelio.de

Der erste Job: Vom Praktikanten zum Festangestellten

Ein Praktikum zu absolvieren ist mittlerweile in den meisten Industrien zur Norm geworden. Insbesondere in der Modebranche ist es unumgänglich, wenn man sich die Vielzahl an Praktikumsausschreibungen ansieht, die sich an Absolventen richten, sowie die Anforderungen für eine Junior-Festanstellung, bei denen immer Erfahrung vorausgesetzt wird. Das muss man nicht unterstützen, oder gar gut finden, es ist aber gängige Praxis.

Was passiert aber, wenn die Praktikumstage sich dem Ende entgegen neigen und man seinen ersten richtigen Job in der Tasche hat? Wie geht es weiter? Wenn man an Praktika gewöhnt ist, ist es schwer die Praktikums-Mentalität hinter sich zu lassen. Nachdem ich sieben Praktika absolviert hatte, war ich angesichts meiner ersten festen Stelle nervös und fragte mich, was sich nun ändern würde. Die meisten Organisationen, in denen ich als Praktikant gearbeitet hatte, ließen mich an ihren Prozessen teilhaben und hießen mich als Teil des Teams willkommen. Was sind also die wichtigsten Unterschiede zwischen Praktikant und Festanstellung? Es ist sicherlich nicht einfach „dasselbe, aber mit Vertrag“.

Du bist kein Praktikant mehr

Als Praktikant hat man es eigentlich ziemlich bequem, auch wenn man es vielleicht nicht realisiert. Es ist möglich, von Praktikum zu Praktikum zu hüpfen und sich an verschiedene Rollen zu gewöhnen. Wenn man einmal fest angestellt ist, hat man eine Jobbeschreibung, einen Vertrag, Anstellungskonditionen und oft auch festgesetzte Ziele zu erreichen. Meist ist man Teil eines Bewertungssystems in dem die eigene Performance analysiert wird, man wird also stärker gemessen und verglichen, als als Praktikant, der nach dem Arbeitstag die Verantwortung abgeben und den Job einfach vergessen kann.

Der erste Job: Vom Praktikanten zum Festangestellten

Ein weiterer Unterschied ist deshalb die Erkenntnis, dass es jetzt ein dauerhaftes Angestelltenverhältnis ist, das kein Enddatum hat. Hurra denkst du zuerst. Doch jetzt bist du ohne Aufsicht, auf dich allein gestellt und wirst ins kalte Wasser geworfen. Wo du vorher dachtest „wenn es mir nicht gefällt, gehe ich eben“ siehst du nun deine Zukunft im Unternehmen anders. Du hast höhere Ansprüche an dich selbst und es werden vom Unternehmen höhere Ansprüche an dich gestellt.

Auch ist es so, dass deine Praktikantenstelle frei geworden und deshalb vermutlich jemand nachgerückt ist. Du bist jetzt ein Junior-Mitglied deines Teams und musst dich in dieser Funktion vielleicht um einen Praktikanten kümmern - das kann an sich schon ein Job sein. Als ich meine derzeitige Position antrat, wurde ich in meiner ersten Woche damit beauftragt, Praktikanten einzustellen und zu suchen. Das war eine ganz neue Erfahrung, jemanden darauf hinweisen zu müssen, keine Flip-Flops im Büro zu tragen und weniger mürrisch zu schauen .

Die größte Veränderung ist aber die neue Verantwortung für und Rechenschaft über die eigenen Leistungen sowie die Professionalität. Ich fand es besonders interessant zu beobachten, dass der Übergang von Praktikant zu Festanstellung bedeutet, selten mental das Büro zu verlassen und den Druck ständig zu spüren, dass man für Leistung bezahlt wird und sich Kollegen darauf verlassen, dass man gewisse Dinge im Griff hat. Während also der Praktikant sich fröhlich ins Wochenende verabschiedet, lädt der Chef seine Festangestellten zur Firmenfeier am Sonntagmorgen ein. Ja, verdammt noch mal, dann gibt es eben dieses Wochenende keine Party mit anschließendem Hangover.

Aber dein Praktikum hat dir hoffentlich viel Erfahrung beschert, sodass du jetzt genug weißt und ein guter Festangestellter sein kannst. Du bist bereit, das Praktikantendasein hinter Dir zu lassen. Es ist an der Zeit, unter Beweis zu stellen, was du gelernt hast, im Guten wie im Schlechten - so kannst du es nun an Deine Praktikanten weitergeben.

Dieser Artikel wurde von Hannah Rafter, Gründerin und Chefredakteurin bei Intern 247 verfasst. @theintern247 theintern247.com

Der erste Job: Vom Praktikanten zum Festangestellten Im August wird FashionUnited sich auf das Thema "Work in Fashion" konzentrieren. Für alle Artikel hierzu, klicken Sie bitte hier.

Fotos: Pexels

Ehrgeiziger Plan: 100 Millionen mehr Wearables bis 2021

Die Modeindustrie steht aktuell vor dem wohl größten Umbruch seit Einfuhr der Kunststofffaser. Textilien, wie wir sie heute kennen, sollen schon bald Geschichte sein und durch „intelligente“ Kleidung ersetzt werden. Fasern, die Licht in Energie umwandeln, Stoffe, die leuchten, kühlen oder wärmen – die Mode bekommt ganz neue Funktionen und steht so vor einem neuen Zeitalter der praktischen Relevanz.

So ermöglichen Wearables eine ganz neue Form der „Mensch-Technik-Interaktion" mit nahezu unendlichen Anwendungsmöglichkeiten. Sie revolutionieren unseren Umgang mit digitalen Technologien, zum Beispiel als smarte Shirts, intelligente Accessoires oder Medizinprodukte, die in der Lage sind, Leben zu retten. Vor allem unterstützen sie das Gesundheits- und Bewegungsbewusstsein der Träger und erhöhen somit die Sicherheit im Alltag und bei der Arbeit, denn sie können auf Gefahren hinweisen oder Abläufe optimieren. Somit ist es eine aussichtsreiche und vielversprechende Technologie, die in einer zunehmend vernetzten Welt eine immer größere Rolle spielen wird.

Wie schnell sich dieser Bereich entwickeln wird, hat nun der Gesamtverband der deutschen Textil- und Modeindustrie (Textil+Mode) ermittelt. In ihrer Prognose geht die Organisation davon aus, dass bis zum Jahr 2021 allein in Deutschland jährlich rund 18 Millionen intelligente Kleidungsstücke verkauft werden.

Entsorgung bislang noch weniger intelligent

Allerdings ist der Markt in Deutschland noch vergleichsweise klein, vor allem im Vergleich zum amerikanischen Markt. Aber auch hierzulande wird prognostiziert, dass das Geschäft mit den Wearables weiterhin wachsen wird. Weltweit werden in diesem Jahr bereits etwa 131,7 Millionen Wearables produziert, bis 2021 soll die Zahl um über 100 Millionen auf 237,5 Millionen Teile steigen.

Man stehe derzeit also „inmitten des Umbruchs“, so Textil+Mode. Es sei nur noch eine Frage der Zeit ist, bis sich die neuen Produkte allgegenwärtig in unserem Leben etabliert hätten. Der Paradigmenwechsel weg vom klassischen, monothematischen elektronischen Handgerät hin zur Integration neuer technischer Möglichkeiten sei bereits in vollem Gange.

Bei aller Euphorie für neue Materialien, neue Technik und neue, digitale Komponenten, die in die Kleidung der Zukunft integriert sein werden, bleibt jedoch die große Frage nach einer fachgerechten, umweltverträglichen Entsorgung der Wearables. Je mehr Technik in die Teile integriert ist, desto aufwändiger und komplizierter wird das Recycling. Wirklich intelligente Mode hinterlässt keinerlei Rückstände in der Natur – daran muss die Branche wohl noch arbeiten.

Foto: Mike Nottebrock / pixelio.de

Schlüsselrichtungen Accessoires Resort 2018

Trendstops Catwalk-Team bringt Ihnen die aktuellsten Accessoires-Themen, die sich unter den internationalen Resort-Kollektionen für Taschen, Gürtel und Kopfbedeckungen abzeichenen. Diese Schlüssellooks werden den Accessoires-Markt in der bevorstehenden Frührjahr/Sommer-Saison und darüber hinaus beeinflussen. Unsere inspirierenden saisonalen Berichte sind von unseren Experten zusammengestellt und bewerten jeden einzelnen Trend auf seinen kommerziellen Wert und seine Langlebigkeit, um Ihnen ein optimales Maß an detaillierter Analyse zu bieten, um Ihre Entscheidungsfindung zu beeinflussen.

In dieser Woche bekommen FashionUnited-Leser einen exklusiven Einblick in drei einflussreiche Accessoires-Styles, die der Schlüssel zur FS18-Saison sein werden. "The Fashion Pack Valise" aktualisiert traditionelle Gepäckstücke mit einer modernen Interpretation von Retro-Themen. Eine starke Geschichte zeigt sich auch bei den von den '50er Jahren inspirierten bedruckten Kopftüchern und Sweatheart-Kopfbändern von "The Turban Knot". Der Athleisure-Trend zeigt immer noch keine Anzeichen von Schwäche und lässt Activewear durch sportliche Streifen und funktionelle Hardware bei "D-Ring Athletics" durchscheinen.

Fashion Pack Valise

Schlüsselrichtungen Accessoires Resort 2018

Der traditionelle Handkoffer wird für FS18 mit einem trendigen retro-modernen Ansatz überarbeitet. Strukturleder oder Segeltuch behält das kastenförmige Profil klassischer Accessoires-Silhouetten bei, während altmodische Blumenmuster und abgeschwächte Leuchtfarben einen femininen Anstrich verleihen. Luxuriöse Lederdetails geben Taschen-Looks einen Premiumstatus.

D-Ring Athletics

Schlüsselrichtungen Accessoires Resort 2018

Der starke Einfluss des Athleisure-Trends auf Bekleidung zeigt sich auch bei den Accessoires mit ulitaristischen, sportlich angehauchten Gürteln. Ripsbänder und Segeltuchgurte bekommen einen aktiven Anstrich mit mutigen, sportlichen Streifen und funktionellen Durchzieh-D-Ringverschlüssen.

The Turban Knot

Schlüsselrichtungen Accessoires Resort 2018

Retroinspirierte Looks erleben mit wie Turbane gewickelten Stirnbändern und Schals ein von den '50er Jahren inspiriertes Comeback. Samt im Leopardenmuster, Blumenapplikationen und üppige Satinoberflächen orientieren sich am Vintage Vibe der Saison und geben diesen Rettern schlechter Tage für die Frisur einen Hauch von Glamour.

Exklusives Angebot

FashionUnited-Leser können kostenlosen Zugang zu Trendstops Bericht "Bags & Belts Directions" Frühling/Sommer 2017 erhalten, einem essentiellen Bericht, der die Schlüsselsilhouetten der Saison, Styling und Details der Laufstege vorstellt. Klicken Sie einfach auf den Banner, um Ihren kostenlosen Bericht zu erhalten.

Schlüsselrichtungen Accessoires Resort 2018

Trendstop.com ist eine der weltweit führenden Trendprognose-Agenturen für Mode und kreative Profis, bekannt für ihre aufschlussreichen Trendanalysen und Prognosen. Zu den Kunden gehören H&M, Primark, Forever21, Zalando, Geox, Evisu, Hugo Boss, L'Oreal und MTV.

Fotos mit freundlicher Genehmigung von Trendstop: DSquared2, Orla Kiely, Tibi, Maggie Marilyn, Emilio Pucci, Red Valentino, Gucci, Emanuel Ungaro, Cynthia Rowley, alle Resort 2018.

Warum immer groß denken? Die Vorteile kleiner Unternehmen für Berufseinsteiger

Für viele Modestudenten, Praktikanten und junge Arbeitseinsteiger ist die Idee, bei einem kleinen Unternehmen oder Start-Up die Karriere zu beginnen eine unbeliebte. Viele Absolventen wollen lieber bei einem großen, prestigeträchtigen Namen wie Burberry, Stella McCartney oder Net-A-Porter unterkommen. Obwohl ich Menschen immer dazu ermutigt habe, sich hohe Ziele zu setzen, muss ich auch sagen, dass auf diese Weise viele interessanten und vielversprechende Gelegenheiten verpasst werden. Ich glaube, bei einer kleinen Firma zu arbeiten, ist eine solche. Wenn man sich nämlich die Frage stellt, wie es am Anfang bei ASOS oder Burberry aussah, wer die frühen Mitarbeiter dort waren, dann zeigt sich, welche Chancen sich bei kleinen Unternehmen bieten können. Jedes Unternehmen fängt einmal klein an.

Wie viele andere hatte ich zu Studienzeiten die Hoffnung, später für eine der großen, bekannten Firmen zu arbeiten, die ich kannte und bewunderte. Ich sah mich nie bei einem Fashion-Start-Up. Doch in meinen letzten Jahr an der Uni bekam ich ein interessantes Freelance-Angebot und sagte zu. Als 22-Jährige, die im Begriff war, ihren Abschluss zu machen, hatte ich nicht das Gefühl, etwas verlieren zu können, aber vieles zu gewinnen und so stieg ich beim Gründungsteam einer kleinen Fashion-Tech-Firma in Shoreditch, London ein.

War das die richtige Entscheidung? Ich hatte zuvor auch schon Praktika bei großen unternehmen absolviert und nun, ein Jahr später kann ich sagen, ich würde mich immer wieder gegen das große Unternehmen für ein kleines entscheiden.

Hier sind meine fünf Gründe:

1. Enge Zusammenarbeit

In einem eng zusammenarbeitenden Team wird man viel mehr in alle Prozesse eingebunden. Dabei kann man viel lernen. Sicherlich, es gibt Bereiche, die einen nicht so interessieren und wieder andere, die es tun, auch wenn man es vorher nicht erwartet hätte. Die verschiedenen Abteilungen sind in kleinen Unternehmen viel enger verknüpft und es gibt weniger Berührungsängste und mehr Transparenz. In einer großen Firma hat man auch viel weniger Gelegenheit, mit den Leuten ‚ganz oben‘ in Kontakt zu treten.

2. Fähigkeiten erweitern

In einem kleineren Unternehmen zu arbeiten bedeutet auch, dass man seinen Job und Aufgabe viel schneller versteht und unabhängig arbeiten kann. In kleineren Unternehmen ist alles viel reibungsloser organisiert, man entwickelt eine größere Eigenständigkeit und Unabhängigkeit. Man muss seinen eigenen Weg finden, und das wiederum kann großartige Möglichkeiten eröffnen.

Es kann zwar auch eine Herausforderung darstellen, aber wenn man sich einmal mit seinen Aufgaben vertraut gemacht hat, werden sich zahlreiche Entwicklungsmöglichkeiten auftun, zum Beispiel Projekte an denen man mitarbeiten kann und die man sonst nie miterlebt hätte.

Man wird viel geschäftstauglicher als man erwartet hatte. In einem kleinen Unternehmen mit einem kleinen Team muss man mit kleinen Budgets Großes erreichen. Dieses Umfeld ermuntert einen dazu, den eigenen Geschäftssinn und die Entscheidungsfreudigkeit zu trainieren.

3. Bemerkt werden

In einer kleineren Firma werden die eigenen Fähigkeiten und Leistungen schneller bemerkt und wahrgenommen. Man hat die Möglichkeit, sich gegenüber ‚Rangälteren‘ zu beweisen und selbst der Geschäftsführer hört einem zu, wenn man eine gute Idee hat. Das ist in großen Unternehmen anders. Dieses Zusammengehörigkeitsgefühl schult die Verantwortung und den Willen zum gemeinsamen Erfolg.

In einer kleinen Firma ist man nicht nur eine Nummer oder ein kleines Zahnrad im großen Uhrwerk, sondern man selbst ist der Prozess. Man kann einer Idee, einem Produkt oder Prozess von Anfang bis Ende beiwohnen und sogar implementieren, wenn man möchte. well. In einem großen Unternehmen sieht man das Ergebnis seiner Arbeit im Zweifelsfall nie.

4. Die Dinge bleiben interessant

Kleine Unternehmensumgebungen sind nie statisch und die eigene Rolle ist nicht zwingend festgeschrieben. Möglichkeiten präsentieren sich in Start-Ups jeden Tag. In großen Unternehmen hat man eine feste Rolle, die zur Routine wird und Langeweile ist vorprogrammiert. Stattdessen bleibt der Job beim Startup immer spannend und die Chancen, sich zu langweilen oder steckenzubleiben sind geringer.

5. Karriereaussichten

Wenn man in einer kleinen Firma anfängt, ist die Wahrscheinlichkeit, befördert zu werden, viel höher. Man kann schnell in neue Positionen hineinwachsen und man wächst mit der Company. Wer hart arbeitet und Erfolge verzeichnet, wird bemerkt. In großen Unternehmen ist dies nicht immer der Fall und man kann dort leicht übersehen werden, weil die Manager sich oft gar nicht im Einzelnen damit auskennen, wer was macht.

Große unflexible Organisationen sind in meinen Augen ein Ding der Vergangenheit. Sie werden in naher Zukunft aufhören zu existieren, weil sie zu langsam und schwerfällig sind, sich an neue Gegebenheiten anzupassen. Kleiner Unternehmen können deshalb in Zukunft ihren Platz einnehmen, Ich würde dazu raten, sich dort einen Platz zu sichern, bevor es zu spät ist.

Dieser Beitrag wurde von Gastautorin Hannah Rafter, Gründerin und Chefredakteurin bei Intern 247, verfasst. Intern 247 ist eine Website, die realistische Einblicke in die Welt der Mode bietet. @theintern247 theintern247.com

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BIld: Eric Audras / AltoPress / PhotoAlto

RB Leipzig ist „Trikotmeister“ der neuen Bundesliga-Saison

Kurz vor dem Saisonstart in der Fußballbundesliga erfahren die beteiligten Vereine traditionell besonders viel mediale Aufmerksamkeit. Schließlich werden zu diesem Zeitpunkt meist neue Spieler oder Trainer präsentiert, neue Sponsorenverträge abgeschlossen und neue Trikot-Designs vorgestellt. Letzteres ist vor allem für die Ausrüster aus der Sportartikelindustrie von großer Bedeutung, schließlich geht es dabei auch um ihre Stil- und Modekompetenz.

Eine Institution schaut jedes Jahr ganz genau hin, wenn die Kicker in ihren neuen Jerseys auflaufen: die Mediadesign Hochschule in Düsseldorf. Denn Dozenten und Studierenden des dortigen Fachbereichs Modedesign bilden allsommerlich eine Jury, die das beste Heimtrikot der neuen Bundesliga-Saison kürt und mit dem sogenannten „Trikotmeister“-Award auszeichnet.

Zum Trikotmeister der Spielzeit 2017/18 hat die Hochschule nun die Mannschaft von RB Leipzig gewählt. Das Design mit kräftigem Rot und sonnigem Gelb auf weißem Grund habe am meisten überzeugt, heißt es in einer am Freitag veröffentlichten Pressemitteilung. RB Salzburg ist damit bereit der elfte Titelträger, der die Jury in den Kategorien Gesamteindruck des Outfits, Innovation/Design, Labeling/Farbharmonie, Funktionalität (Material/Details) und Verarbeitung/Passform/Schnitt überzeugen konnte.

Vorjahressieger Borussia Dortmund wurde Zweiter, gefolgt von Eintracht Frankfurt. Rekordmeister FC Bayern München kam nur auf Rang acht. Schlusslicht ist diesmal Borussia Mönchengladbach. Seit der Premiere 2007 durften sich Dortmund, Bayer Leverkusen und Hannover 96 je zweimal über Platz eins freuen, zudem wurden bereits der FC Ingolstadt, der 1. FC Nürnberg, der FC St. Pauli und die TSG 1899 Hoffenheim ausgezeichnet.

Foto: RB Reipzig / Nike

MAROC IN MODE – SOURCING MAROC 2017 zeigt marokkanisches Produktionspotenzial

Rund 175 Aussteller zeigen vom 26.-27. Oktober 2017 auf der MAROC IN MODE – SOURCING MAROC die gesamte Leistungsfähigkeit der marokkanischen Textilindustrie. Auf dem Gelände der Rennstrecke Moulay Hassan in Marrakech werden dazu 1.500 Fachbesucher aus Afrika, Amerika und Europa erwartet. MAROC IN MODE – SOURCING MAROC dient als mediterrane Mode-Plattform für Fast Fashion und moderne Styles.

Die Messe gibt einen präzisen Überblick über die Bereiche Fast Fashion, Denim, Strick, PPE/Sportswear/Freizeit und Marokkanische Modemarken. Zum ersten Mal werden im Oktober auch 20 marokkanische Produzenten aus dem Leder- und Schuhbereich ausstellen.

Marokko gilt als Ausnahme in der Euromed-Region. Seit fünf Jahren in Folge steigen die Exporte kontinuierlich. Auch für 2016 ist ein Zuwachs von 10% vorhergesehen. Wirtschaftliche Entwicklung und moderne Produktion werden aktiv vorangetrieben. Davon zeugt auch die Einsetzung sogenannter Ecosysteme. Mit diesen Ecosystemen werden ausgewählte Branchen in den Fokus gerückt und gezielt gefördert. Die Ecosysteme im Textilbereich umfassen Fast Fashion, Denim, Strick, Vertrieb nationaler Marken, technische Textilien und Heimtextilien. Innerhalb dieser Gruppen fungieren führende Unternehmen als „Lokomotiven“, die sich zur Einhaltung internationaler Standards und Investitionen in Modernisierung verpflichten. Zu den Lokomotiven im Denimsektor gehören u.a. Medsourcing, Settavex, New Wash und Paris Texas. Davon profitieren nicht nur diese Unternehmen selbst, gleichzeitig helfen sie auch kleineren Unternehmen innerhalb ihres Ecosystems sich zu strukturieren und weiter zu modernisieren. Ein Prinzip das zum Upgrade des gesamten Textilsektors Marokkos führt. Allein im Denimsektor sollen so bis 2020 14.800 neue Jobs geschaffen werden, zusätzlich zu einer allgemeinen Umsatzsteigerung von 260 Millionen Euro bis 2020.

MAROC IN MODE – SOURCING MAROC 2017 zeigt marokkanisches Produktionspotenzial

Die langjährige Erfahrung mit den großen vertikalen Brands macht Marokko zum Fast Fashion-Champion. Größter Vorteil ist die Nähe zu Europa, die schnelle Lieferungen garantiert und damit die Möglichkeit bietet, umgehend auf neue Trends zu reagieren. Gleichzeit wird in Marokko auf neue Ideen und innovative Produktionsmöglichkeiten gesetzt: biologisch abbaubare Waschungen, aktives Färben ohne Verwendung von Wasser und alternative Lösungen zum allgemeinen Umweltschutz. Ein Ergebnis dieser Bestrebungen ist die Kooperation mit François Girbaud, bei der unter dem Label „Cleaning the Planet“ eine zu 100% in Marokko produzierte, ökologische Denimkollektion entstanden ist.

MAROC IN MODE – SOURCING MAROC zeigt die neuesten Trends und Entwicklungen der marokkanischen Textil- und Modeindustrie auf 5,000 m². Die nächste Ausgabe findet vom 26.-27.10.2017 in Marrakech statt. MAROC IN MODE – SOURCING MAROC wird organsiert vom marokkanischen Textilverband Amith in Zusammenarbeit mit dem marokkanischen Außenhandelsministerium und Maroc Export.

Mehr Informationen finden Sie hier: WWW.MAROCINMODE.MA oder kontaktieren Sie info@jandali.biz.

Heidi Klum & Lidl auf der New York Fashion Week

„Heidi & The City“ lautet das Thema der ersten gemeinsamen Kollektion von Heidi Klum und Lidl. Die Kollektion soll am 7. September während der New York Fashion Week erstmals präsentiert werden. Der internationale Verkaufsstart für die „Esmara by Heidi Klum“-Kollektion ist dann der 18. September.

Die Dramaturgie zum Launch der neuen Kollab soll am 7. September ihren Höhepunkt auf der Fashion Week finden. Bereits Anfang August startete in 28 Ländern die #Letswow-Kampagne, doch erst auf der Show werden alle Teile zu sehen sein.

Wild wie New York und facettenreich wie Heidi Klum soll die neue Kollektion nach Unternehmensangaben sein. „Ich wollte Mode mit Wow-Effekt kreieren, die einfach zu kombinieren ist und jede Frau toll aussehen lässt - das alles zum unschlagbaren Preis“, so Heidi Klum. Dazu gehören Leo-Blazer und zarte Tops, Bomberjacken und Super Skinny Jeans, feine Spitze und rockiges Leder, leuchtendes Blau und warmes Cognac. Jedes Teil kostet zwischen acht und 25 Euro. Ausgenommen, die Echtleder-Jacke im Bikerstil für rund 60 Euro. Neben Kleidung umfasst das Sortiment auch Accessoires und Schuhe.

„Lidl wurde bisher nicht automatisch mit 'High-Fashion' in Verbindung gebracht. Mit Heidi Klum als kreativer Inspirationsquelle und erfolgreicher Designerin an unserer Seite wollen wir das ändern“, sagt Jan Bock, Geschäftsleiter Einkauf Lidl Deutschland.

Am 18. September startet der Verkauf in den rund 3.200 Filialen von Lidl Deutschland. Auf internationaler Ebene wird die Kollektion in insgesamt 28 Ländern angeboten - in über 10.000 Lidl-Filialen und drei Onlineshops.

Foto: Lidl

Matt & Nat startet mit Männerschuhen

Männer und Hunde kommen ab kommenden Herbst/Winter auch in den Genuss der veganen, schlichten Styles von Matt & Nat. Erstmals bietet die kanadische Brand Schuhe für Männer und als Tierfreunde haben die Designer eine kleine Range an Hundehalsbändern entworfen. Das Unternehmen lanciert zur kommenden Saison außerdem eine Gürtelkollektion für Frauen und erweitert seine Taschenkollektion - alles 100 Prozent vegan.

Bei den Herrenschuhen setzt Matt & Nat auf klassische Formen wie Sneaker, Chelsea Boot oder Oxford und versieht sie mit einer modernen Note. Ein klarer Look trifft auf derbe Sohlen, elegante Silhouetten und einen Materialmix, wie etwa einem aus recycelten Plastikflaschen hergestellten, atmungsaktiven Innenfutter und Gummisohlen.

Passend zu den Styles der Taschen- und Schuhlinien hat das Label erstmals Gürtel für Frauen im Programm. Neun verschiedene Modelle wird es geben.

Foto: Matt & Nat

Dress for Success - Wie sie die Modebranche im Sturm erobern

OPINIE Was ziehe ich bloß an? Die Frage stellt sich oft, doch mit besonderer Brisanz dann, wenn man im Modebusiness arbeitet und von sich überzeugen will. Sei es ein Vorstellungsgespräch oder ein besonders heißer Tag im Office: FashionUnited weiß, was die No-Gos sind und wie man einen guten Eindruck hinterlässt.

Was üblicherweise die Businesskleidung für 'normale' Berufe beinhaltet: Hosenanzug oder Bleistiftrock mit Blazer in neutralen Farben, dazu eine weiße Bluse.

Fun Fact: Ich besitze, bis auf eine weiße Bluse mit Rüschen, nichts dergleichen. Das letzte mal, dass ich eine solche Kluft getragen habe, war zu Studienzeiten, als ich für eine namhafte Bank als Hostess an einem Messestand gearbeitet habe. Das Geld habe ich anschließend in Klamotten investiert, die man als Modeprofi wirklich braucht: einen Wollmantel von Max Mara, Acne-Stiefel und irgendwas von Margiela.

Drei Regeln, um Eindruck zu machen

Gerade in der Modebranche ist es unmöglich, zu einem Outfit zu raten. Jeder Job ist anders und jede/r Chef/in ist unterschiedlich. Ein paar Faustregeln gelten jedoch.

Die erste und unumstößliche Regel: Gepflegtes Aussehen. Egal was Sie tragen: Achten Sie darauf, dass es schon einmal — wenn auch noch so flüchtig — einem Bügeleisen begegnet ist. Eine Fusselbürste schadet gelegentlich auch nicht.

Die zweite goldene Regel: Tragen Sie immer ein ausgefallenes Teil am Körper und haben Sie eine gute Story dazu auf Lager. Die Modebranche schätzt es, wenn Sie zeigen, dass Sie sie ernst nehmen, aber zugleich fließend Ironie sprechen. Zur Zeit: Alles, was Paris Hilton anziehen würde, ist auch gut für Sie.

Dritte goldene Regel: Bringen Sie auf jeden Fall ihren Supreme-Backstein mit zur Arbeit. Andere Fashion-Insider werden es verstehen.

Dress for Success - Wie sie die Modebranche im Sturm erobern

International Dresscode

Im Zweifelsfall: Schwarz ist die Uniform der Modemenschen - besonders in New York und Berlin. In London ist es wichtig, Farbe zu bekennen, in Italien dürfen Sie ein bisschen sexy und extrovertierter sein und in Paris — nun ja, wenn Sie es geschafft haben, einen Job in Paris zu ergattern, dann wissen Sie sicherlich, wie Sie sich anzuziehen haben. Falls Sie zum Jobinterview in Paris eingeladen sind, halten Sie sich an einen der vielen ‚How to dress like a Parisian/French Woman‘-Guides. Mittlerweile dürfte es auf Amazon eine eigene Kategorie für diese Art von Büchern geben. Auf jeden Fall sollten Sie entweder brandneue Sneaker (ausgelatscht geht gar nicht!) oder Absatzschuhe tragen. In Berlin gilt das Gegenteil.

Nationaler Dresscode

In Hamburg geht eigentlich immer ein Friesennerz und Boatshoes. Köln wäre gern Berlin, also schauen Sie einfach, was die Berliner gerade machen. Von Düsseldorf und München will ich hier gar nicht erst anfangen. Das einzige, was Sie sofort als Nicht-Modemenschen verrät: Outdoor- und Performance-Bekleidung.

Cool bleiben im Sommer

Die Sonne scheint unerbittlich. 35 Grad und heißer sind aber keine Ausrede für nachlässige Kleidung. Nicht im Modebusiness. Die Damen: Das neue Schlagwort heißt Bodypositivity! Das bedeutet, Sie dürfen tragen, was sie wollen, wann Sie wollen. Unser Tipp: Brüste, zumindest aber die Nippel bedecken. Die Herren: Finden Sie sich damit ab, dass sie schwitzen müssen. Kurze Hosen und Hemden gehen einfach gar nicht. Irgendwo müssen Sie ja auch mal benachteiligt sein. Sehen Sie es als die eine Woche im Jahr, in der Sie für Ihre üblichen Privilegien bezahlen. Der deutsche Sommer ist ja glücklicherweise kurz.

Zu Guter Letzt: Auch wenn es nicht stimmt, suchen Sie sich einen Lieblingsdesigner aus. Die Frage wird Sie früher oder später treffen und wenn Sie keine Antwort haben, ist ihre Deckung aufgeflogen. Am besten nehmen Sie jemanden aus den 90ern, damit beweisen Sie, dass sie sich mit der Geschichte auskennen und zugleich wissen, was gerade angesagt ist. Ich schlage vor Comme des Garçons, Walter Van Beirendonck oder Helmut Lang.

Dress for Success - Wie sie die Modebranche im Sturm erobern Im August wird FashionUnited sich auf das Thema "Work in Fashion" konzentrieren. Für alle Artikel hierzu, klicken Sie bitte hier.

Illustrations: Studio Iva (IGM: studio_iva)