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Interview: Katrin Bamler über Ihre Rolle als Store Manager Dortmund bei Ludwig Görtz GmbH.

INTERVIEW Karriere in der Mode ist ein wichtiges Thema auf FashionUnited. Mit dieser Interview-Serie zeigen wir wie vielseitig die Branche ist und stellen Personen vor, die in der Modeindustrie arbeiten. Kürzlich sprachen wir mit Katrin Bamler von Ludwig Görtz GmbH, die FashionUnited mehr zu Ihrer Rolle als Store Manager Dortmund erzählt hat.

Sie sind Filialleiter bei Görtz, wie sieht ihr typischer Arbeitsalltag aus?

Den typischen Arbeitsalltag gibt es nicht wirklich. Jeder Tag bringt neue Herausforderungen und setzt damit andere Schwerpunkte. Jeder Tag ist eine eine bunte Mischung aus planen, organisieren und dabei den Kunden nicht aus den Augen verlieren.

Was gefällt Ihnen am meisten an Ihrem Beruf?

Kein Tag ist wie der andere. Das macht es so spannend und vielseitig. Wir sind bestrebt unseren Kunden zufriedenzustellen, dazu gehört auch hinter den Kulissen eine Menge Arbeit und Organisation. Der Kunde und sein Kaufverhalten von heute sind eine Herausforderung für den stationären Handel. Mir macht es Spaß genau dieser Herausforderung jeden Tag entgegenzutreten.

Was ist besonders wichtig, um Filialleiter bei Görtz zu werden?

Durchsetzungskraft, Verstand, Herz und Empathie.

Wollten Sie schon immer in der Modeindustrie arbeiten?

Für Mode habe ich mich schon immer interessiert. Aus dem Hobby hat sich dann über die Jahre ein klar definierter Berufswunsch entwickelt.

Haben Sie Tipps für alle, die Interesse haben bei Görtz zu arbeiten? Gibt es ein No- Go?

Ein Interesse an Schuhen und ein gewisser Hang zur Schuhsucht sollten natürlich vorhanden sein. Neben der Identifikation mit dem Unternehmen ist der wertvollste Tipp den ich jedem geben kann Authentizität. Egal ob bei Görtz oder einem anderen Unternehmen. Niemand sollte sich verstellen oder vorgeben jemand zu sein, der er nicht ist.

Wie viele Tassen Kaffee genießen Sie täglich?

2. Ich trinke lieber Tee.

Was ist ihr Lieblingskleidungsstück?

Das variiert- für jeden Anlass gibt es ein anderes Lieblings-Kleidungsstück und ein anderes Paar Schuhe.

Wie viele Emails schreiben Sie pro Tag?

In etwa 10.

Wie lange arbeiten Sie bereits bei Görtz?

Seit dem 01.07.2016. Also ein Jahr und drei Monate.

Was war der beste Rat, den Sie je bekommen haben?

Erst denken, dann handeln. Viele können diesen Spruch wahrscheinlich nicht mehr hören, aber wenn man es beherzigt wird man immer durchdachte Entscheidungen treffen und nach diesen Handeln.

Dieser Artikel wurde in Zusammenarbeit mit Gerry Weber International AG erstellt.

Interview: Lena Wiersbinski über Ihre Stelle als Brand & Design Coordinator bei SAMOON

INTERVIEW Karriere in der Mode ist ein wichtiges Thema auf FashionUnited. Mit dieser Interview-Serie zeigen wir wie vielseitig die Branche ist und stellen Personen vor, die in der Modeindustrie arbeiten. Kürzlich sprachen wir mit Lena Wiersbinski von der Gerry Weber International AG, die FashionUnited mehr zu Ihrer Rolle als Brand & Design Coordinator bei SAMOON erzählt hat.

Sie sind BRAND & DESIGN COORDINATOR bei SAMOON, wie sieht Ihr typischer Arbeitstag aus?

Einen „typischen“ Arbeitsalltag gibt es bei mir nicht. Jeder Tag ist anders und bringt neue, meistens schöne Herausforderungen mit sich. Ich bilde bei unserer Plus Size Marke SAMOON die Schnittstelle zwischen Design, Marketing und Vertrieb. Unter anderem beschäftige ich mich mit neuen Trends, unseren Social Media Kanälen, Präsentationen, Fotoshootings und sämtlichen organisatorischen Angelegenheiten.

Was gefällt Ihnen am meisten an Ihrem Beruf?

Das Coolste an meinem Job ist, dass ich mich täglich mit ästhetisch schönen Dingen beschäftigen kann.

Was ist besonders wichtig, um BRAND & DESIGN COORDINATOR bei SAMOON zu werden?

Das Wichtigste bei meinem Beruf ist, die Identität der Marke zu verstehen und noch viel wichtiger ist es, unserer Kundin stets auf Augenhöhe zu begegnen. Das ist für mich Aufgabe und Ziel zugleich. Außerdem hilft es sehr wenn man kommunikativ und aufgeschlossen ist.

Wollten Sie schon immer in der Modeindustrie arbeiten?

Seit der 2. Klasse träume ich davon, Modedesignerin zu werden. In meiner kindlichen Vorstellung hatte ich von diesem Beruf ein sehr romantisches und idealisiertes Bild. Mit den Jahren wurde mein Wunsch nach diesem „Traumberuf“ immer stärker, ich absolvierte einige Praktika und schließlich studierte ich Modedesign. In meinem Studium wurde mir immer klarer, dass ich den Beruf Modedesignerin gerne in der Industrie beziehungsweise bei einem großen Label ausüben möchte. Heute bin ich nicht mehr die klassische Modedesignerin – aber ich habe meinen Traum verwirklicht, das ist ein super tolles Gefühl.

Wenn Sie nicht bei SAMOON als BRAND & DESIGN COORDINATOR arbeiten würden, welchen Karriereweg hätten Sie sonst eingeschlagen?

Die Frage klingt super endgültig :-). Ich befinde mich noch im ersten Drittel meiner Karriere. Ich habe viele Ideen und Veränderung ist eher mein Freund als mein Feind. Ich freue mich auf alles, was noch kommt. Mode ist und bleibt meine Leidenschaft und ich bin sehr dankbar, dass ich dieser täglich nachgehen darf.

Wie sieht Ihr Arbeitsplatz aus?

Ich sitze an einem großen Fenster und kann in die Natur schauen. Das hilft besonders, wenn ich mal eine kreative Lücke in meinem Kopf habe. Mein tägliches Stresslevel kann man gut an meinem Tisch ablesen. Wenn er aufgeräumt ist, bedeutet das: „Ich habe alles im Griff“. Ist er chaotisch: „habe ich natürlich trotzdem alles im Griff – nur mir fehlt über den Tag die Zeit zum Aufräumen.“

Interview: Lena Wiersbinski über Ihre Stelle als Brand & Design Coordinator bei SAMOON

Haben Sie Tipps für alle, die Interesse haben, bei SAMOON zu arbeiten? Gibt es ein No-Go?

Wir sagen immer: „Mode hört nicht bei einer bestimmten Kleidungsgröße auf“. Um bei und mit uns zu arbeiten sollte man diesen Satz definitiv verstanden haben. Von NO-GO’s halte ich generell nicht so viel. Kreativität, Mut und Spontanität sind Eigenschaften, die bei uns gut ankommen.

Welches Kleidungsstück darf in keinem Kleiderschrank fehlen?

Ich liebe gute Basics und würde auch jedem empfehlen, einen guten Fundus an schwarzen Shirts, weißen Blusen und Jeanshosen zu pflegen. Wenn man seine Daily Essentials im Kleiderschrank hat, kann einen Montagmorgen fast nichts aus der Ruhe bringen.

Wie lange arbeiten Sie bereits bei SAMOON?

Ich bin nun seit mehr als 3 Jahren bei SAMOON. Das kann ich manchmal selbst kaum glauben. Ich habe mein geliebtes Berlin für diesen Job verlassen und eigentlich sollte Bielefeld nur eine Station auf Zeit sein – kann man das bei mehr als 3 Jahren noch sagen?

Was war der beste Rat, den Sie bekommen haben?

Wenn etwas nicht so läuft wie du es dir vorstellst, dann stell dir einfach etwas Neues vor.

Dieser Artikel wurde in Zusammenarbeit mit Gerry Weber International AG erstellt.

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White-Messe nimmt China ins Visier

INTERVIEW China bietet große Chancen für die Modeindustrie. Etwa 33 Prozent der weltweiten Luxusumsätze gehen auf das Konto chinesischer Konsumenten. Auch die Shanghai Fashion Week mausert sich in den vergangenen Jahren zu einem immer wichtigeren Branchen-Event. Über 160 Veranstaltungen und Modenschauen umfasst es mittlerweile, etwa 1.500 Marken stellen dort aus und 150.000 Besucher folgen seinem Ruf. Auch Multibrandstores mit Luxus- und Premium-Marken sind in China im Kommen - der Markt ist also auch für europäische Marken interessant. Die Macher der White Milano haben deshalb beschlossen, gemeinsam mit der italienischen Handelsagentur ITA eine neue Plattform zu lancieren: ‚Style Routes to Shanghai‘. Ist ein ähnliches Konzept auch für deutsche Modelabels interessant?

Das Konzept der ‚Style Routes to Shanghai‘, die vom 13. Bis 15. Oktober stattfindet, ist es, 56 Made in Italy-Marken, darunter Casadei, Damir Doma oder Ssheena, auf der Fashion Week in Shanghai eine Plattform zu geben. Sie sollen dort lokale Einkäufer und Presse, ebenso wie Agenten und Vertriebspartner treffen und ein Netzwerk aufbauen können. An drei Tagen finden verschiedene Events statt, die den Besuchern in China den italienischen Lifestyle nahebringen sollen. FashionUnited sprach mit Brenda Bellei, CEO der White, und Massimiliano Bizzi, White-Gründer, über die neue Plattform, deren Inhalte und Ziele.

Wie würden Sie die Plattform beschreiben?

‚Style Routes to Shanghai’ ist keine klassische Messe. Es handet sich vielmehr um eine moderne Plattform, die zeitgleich mit der Shanghai Fashion Week stattfindet und von Roundtables, Events und Workshops begleitet wird, um italienische Marken und ihre DNA vorzustellen.

Warum haben Sie beschlossen, die Plattform ‚Style Routes to Shanghai‘ ins Leben zu rufen ?

Wie sind mit der White immer daran interessiert, neue Möglichkeiten und Märkte zu erschließen. China ist in diesem Zusammenhang ein sehr interessantes Land. Wir haben schon vor langer Zeit angefangen, China zu ‚entdecken‘. Dies ist der richtige Moment: Ich glaube, die chinesischen Kunden sind bereit für etwas Neues.

WHITE presentation: Style Routes to Shanghai from WHITE SHOW on Vimeo.

Was ist das Ziel der Plattform?

‚Style Routes to Shanghai‘ ist eine hervorragende Gelegenheit, die Exzellenz und Kreativität von kleinen und mittleren italienischen Unternehmen auf einer modernen Plattform zu präsentieren.

Wie haben Sie die teilnehmenden Marken ausgewählt?

Wir sind Experten auf dem Gebiet trendiger und angesagter Labels. Seit 2012 geben wir diesen Labels auf der White eine Plattform. Einige davon sind uns nun nach China gefolgt. Um sich zu qualifizieren, mussten die Labels bereits in einigen großen Kaufhäusern und Boutiquen weltweit vertreten sein.

White-Messe nimmt China ins Visier

Dass die Japaner italienisches Handwerk lieben, ist bekannt. Haben die Chinesen ähnliche Vorlieben?

Die Japaner haben eine starken Sinn für italienische Exzellenz und ich glaube dass die junge Generation in China in der letzten Dekade gelernt hat, gute Qualität zu erkennen. Sie kaufen, weil ihnen ein Produkt gefällt, oder weil sie einzigartig gekleidet sein wollen. Die 56 Labels, die dabei sind, werden den Geschmack der chinesischen Konsumenten auf jeden Fall treffen.

Was sehen Sie als die größte Herausforderungen für europäische Marken auf dem chinesischen Markt?

Die größte Herausforderung ist es, während der drei Tage die Aufmerksamkeit der wichtigen Einkäufer und Pressevertreter mit unserer Bekleidung und Accessoires zu erregen.

Was sind Ihre Pläne für die Zukunft?

Wir hoffen, diese Erfahrung in der nächsten Saison wiederholen zu können und neue Möglichkeiten für unsere Aussteller zu schaffen.

Fotos: Brenda Bellei, CEO der White, und Massimiliano Bizzi, Gründer.

Zusammenschluss zum DACH Showroom ein voller Erfolg

Der Berlin Showroom, die Austrian Fashion Association und Mode Suisse schlossen sich in dieser Saison zusammen, um während der Paris Fashion Week einen gemeinsamen DACH-Showroom aufzuziehen. Dort konnten aufstrebende Designer aus Deutschland, Österreich und der Schweiz die gemeinsamen Synergien nutzen, um internationale Presse und Einkäufer in den Showroom zu locken und ihre Kollektionen zu präsentieren.

Insgesamt 25 Labels - Agnes Nordenholz, Hänska, Hien Le, Last Heirs, Penelope’s Sphere, Projekt Samsen, Quite Quiet, Schmidttakahashi, Starstyling, Tata Christiane, Vladimir Karaleev, Anelia Peschev, Astrid Deigner, Gon, Jana Wieland, Kenneth Ize, Fateeva, Mühlbauer, Sightline, Wendy Jim, de Sede, Julian Zigerli, Lida Noba, Weer und Yvy - präsentierten vom 29. September bis zum 3. Oktober ihre Kollektionen in der Rue Gabriel Vicaire im Marais.

Zusammenschluss zum DACH Showroom ein voller Erfolg

Arne Eberle, der den Berlin Showroom betreut, erzählt, wie es zu der Zusammenarbeit kam: „Camille Boyer von der AFA hatte mich bezüglich einer Kooperation kontaktiert. Zu dem Zeitpunkt ging es einfach nur darum, sich zusammen zu tun, um gemeinsam mehr zu erreichen. Ich habe dann vorgeschlagen, Yannick Aellen von der Mode Suisse mit ins Boot zu holen. Letzte Saison haben wir uns das erste Mal in Paris zusammen gesetzt und gebrainstormt. Wir waren sofort alle Feuer und Flamme von der Idee einen gemeinsamen Showroom zu machen und auch überzeugt von der guten Energie die entstand bei dem Treffen.“ Die erste Zusammenarbeit bewertet er als „äußerst erfolgreich“. Zwar habe der Berlin Showroom in der vergangenen Saison, als Teil der Messe Woman, stärker von deren Besucherstrom profitiert, alle Designer seien jedoch „sehr zufrieden“, was die Anzahl der Buyer, der Qualität des Showrooms und die Anzahl der geschriebenen Ordern angehe. „Fast alle Einkäufer, die im DACH Showroom waren“, so Eberle, „haben auch geordert und die meisten auch mehr als ein Brand.“

Zusammenschluss zum DACH Showroom ein voller Erfolg

Synergien konnten genutzt werden

Dies bestätigt auch Designer Hien Le. „Der Showroom war diesmal unabhängig und nicht an einer Messe gebunden, dafür aber als Kollektiv zusammen mit Österreich und Schweizer Designern. Von dieser Fusionierung konnten denke ich, alle profitieren. Ich glaube, das hat auch so nochmal neue Interessenten und Einkäufer angezogen, die vorher vielleicht nicht den Weg zu uns gefunden hätten. Die Lage des Showrooms war sehr gut und repräsentativ.“ Auch geordert wurde bei ihm, wie er sagt, „insgesamt erstmal gut. Ich muss jetzt die Bestätigungen abwarten. Aber wenn alles zugesagt wird, dann wäre das ein Traum.“

Zusammenschluss zum DACH Showroom ein voller Erfolg

Für das Designerduo hinter Last Heirs war der vergangenen DACH Showroom die erste Erfahrung in Paris, das Label war dort mit seiner SS18 Debütkollektion vertreten. Die beiden Designer, Maximilian Dörner und Lea Roth, arbeiteten zuvor selbst als Einkäufer im Concept-Store-Segment. Maximilian Dörner berichtet: „Wir hatten nicht viel wirklich erwartet, aber es war recht viel los und auch die Presse war präsent.“ Die Zusammenarbeit mit den Österreichern und Schweizern war „sehr nett“, sagt er, „obwohl logischerweise jeder primär bedacht auf die Sales im eigenen Länderabschnitt war. Trotz allem gab es gute Synergien und Cross-Selling Möglichkeiten.“ Die beiden wollen auch beim nächsten Mal wieder dabei sein: „Wir sehen die CIFF als unsere primäre Sales-Platform. Dort haben wir unseren eigenen Agenturshowroom. Als Ergänzung ist der DACH-Showroom eine schöne und einfache Option für uns, Paris mitzumachen.“

Zusammenschluss zum DACH Showroom ein voller Erfolg

Die Zusammenarbeit soll in der nächsten Saison zur Paris Women fortgesetzt werden und auch weitere gemeinsame Projekte hält Arne Eberle in Zukunft für möglich.

Bilder: DACH Showroom

Wird Formel-1-Fahrer Hamilton bald Boss-Designer?

Dass der britische Formel-1-Champion Lewis Hamilton einen ausgeprägten Sinn für extravaganten Stil und teure Lifestyle-Produkte hat, ist hinlänglich bekannt. Hamiltons Mode-Affinität ist bereits seit Jahren Top-Thema in den Promi-Magazinen, und seine protzigen Selfies begeistern fünf Millionen Follower auf Instagram. Dass der Rennfahrer jedoch selbst gerne unter die Modedesigner gehen würde, verriet er erst gestern auf einem PR-Event in Berlin.

Hamilton war auf einer Präsentation der deutschen Edelmarke Hugo Boss im Berliner KaDeWe präsent und gab dort fast beiläufig zu Protokoll: „Ich will meine eigenen Sachen entwerfen“. Als Fashion-Vorbild nannte der aktuelle WM-Spitzenreiter US-Sänger Pharrell Williams. „Er verschiebt Grenzen, geht seinen Weg“, schwärmte Hamilton.

Der Brite, der im nächsten Rennen am 22. Oktober 2017 in Austin/Texas bereits zum vierten Mal Formel-1-Weltmeister werden kann, könnte sich also schon bald auch zeitweise in Metzingen aufhalten – als Designer einer Hugo-Boss-Kollektion.

Foto: Mercedes-AMG Petronas Motorsport

Lidl bestätigt zweite Kollektion mit Heidi Klum

Fans der ersten Kollektion von Model Heidi Klum für den Lebensmitteldiscounter Lidl können sich freuen: Es wird eine zweite Kollektion geben, und zwar schon bald - rechtzeitig zum Weihnachtsgeschäft 2017 soll sie in die Läden kommen. Passend zum Fest heißt die neue Kollektion deshalb auch #LetsCelebrate.

Ab Dezember wird es die neue, 40-teilige Kollektion geben, die neben aussagekräftigen Stücken auch Artikel der Grundausstattung anbietet. Und passend zu den Feiertagen dürfen sich die Trägerinnen in Materialien wie Pailletten, Samt, Satin und Kunstfell in Szene setzen.

Zu den Glanzstücken gehören eine Lederleggings, High Heels aus Satin, ein navyblauer Samtblazer, ein bordeauxroter Plüschmantel, ein puderrosafarbenes Paillettenkleid und Klums Lieblingsstück, ein schimmernder Overall. „Ich wollte Mode kreieren, die uns an den Festtagen glänzen lässt und dabei unkompliziert und elegant ist“, kommentierte Klum ihre neue Kollektion für Lidl.

Die neue Kollektion folgt auf Klums Erfolg ihrer ersten Kollektion „Heidi and the City“ im September, die sich schnell verkaufte. #LetsCelebrate wird ab Montag, dem 4. Dezember, in weltweit 10.000 Lidl-Filialen in 28 Ländern und online erhältlich sein.

Foto: Esmara by Heidi Klum / Lidl
Schuhmarke Bearpaw startet in Deutschland

Die US-Schuhmarke Bearpaw gibt es zwar schon seit dem Jahr 2001, auf dem deutschen Markt war das Unternehmen jedoch bislang nicht aktiv. Nun, pünktlich zum Herbstgeschäft, wagt sich Bearpaw doch noch nach Deutschland.

Die Marke ist auf Schuhe und Stiefel aus Schaffell spezialisiert und bietet aktuell auch Modelle aus Kuh-Wildleder an. Neben Deutschland ist die Marke bereits in 45 weiteren Ländern erhältlich.

Foto: Bearpaw

Überblick: Damenmodemessen Paris FS18

Trendstops Damenmode-Experten bringen Ihnen einen Insiderratgeber der Schlüsselthemen und aktuellsten Looks der prestigereichen Branchenveranstaltungen parallel zur Pariser Modewoche. Unser Team besuchte die führende Accessoires-Show Premiere Classe sowie die zeitgenössischen Modeplattformen Tranoi und WOMAN und identifizierte die Innovationen, Einflüsse und aufstrebenden Designer, die die FS18-Saison und darüber hinaus beeinflussen werden. Unsere umfangreiche Messeberichterstattung und Fotogalerien bewerten den kommerziellen Wert und die Langlebigkeit jedes einzelnen Trends, um Ihnen die bestmögliche Basis für Ihre Entscheidungsfindung zu geben.

In dieser Woche bekommen FashionUnited-Leser einen exklusiven Einblick in drei Trends, die essentiell für Ready-to-Wear FS18 sein werden. "Mountain Survival" verdeutlicht den Einfluss der Aktivmode mit einer übergreifenden Interpretation extremer Sportfunktionalität auf den Damenmodemarkt, während "Retro Sports Day" die Kultstile der Leichtathletik wiederbelebt. "The Frill Effect" bietet einen frischen Ansatz von Weiblichkeit mit aussagekräftigen Rüschen, die mit einer modernen, minimalistischen Ästhetik neu überarbeitet werden.

Mountain Survival

Überblick: Damenmodemessen Paris FS18

Outdooraktivitäten und das Überleben am Berg sind die Inspiration für Bekleidung, die vom Extremsport beeinflusst wurde und Accessoires, die Funktion und Weiblichkeit mischen. Shoppers mit Bungeeseilknoten, seilartige Taschengriffe und kurze, wattierte Strickjacken mit Bergsteigerklemmen gibt es in lebhaften, leuchtenden Pastelltönen für eine Warnbekleidungsästhetik.

The Frill Effect

Überblick: Damenmodemessen Paris FS18

Feminine Rüschen bekommen eine zeitgenössische Aktualisierung mit aussagekräftigen Platzierungen und rein weißen Farbblöcken, die sowohl auf Bekleidung als auch Accessoires angewendet werden können. Gekräuselte Effekte werden durch asymmetrische Rocksäume verstärkt oder zu übergroßen Falten gefächert, um taktile Taschengriffe zu erzeugen.

Retro Sports Day

Überblick: Damenmodemessen Paris FS18

Retro-Sporteinflüsse zeigen sich auch weiterhin stark mit sportlichen Elementen, die auf legere Ready-to-Wear-Mode übertragen werden. Trainingsanzugstreifen zeigen sich auf Säumen und Halsausschnitten und geben neutralen Vintage-Tönen Farbe. Klassische Silhouetten werden mit Laufshorts neu belebt, während College-Jacken und kurze Cheerleader-Strickjacken ein Comeback erleben.

Exklusives Angebot

FashionUnited-Leser können kostenlosen Zugang zu Trendstops Frühjahr/Sommer 2017-Überblick über die Pariser Messen erhalten, einem wichtigen Ratgeber zu den essentiellen Trends und Schlüsseldesignern direkt aus Paris. Klicken Sie einfach auf den Banner, um Ihren kostenlosen Bericht zu erhalten.

Überblick: Damenmodemessen Paris FS18

Trendstop.com ist eine der weltweit führenden Trendprognose-Agenturen für Mode und kreative Profis, bekannt für ihre aufschlussreichen Trendanalysen und Prognosen. Zu den Kunden gehören H&M, Primark, Forever21, Zalando, Geox, Evisu, Hugo Boss, L'Oreal und MTV.

Fotos mit freundlicher Genehmigung von Trendstop: Rosamunde, YearOne, Isla Fontaine, Awaylee, Creatures of Comfort, Waka_Takahashi, Binetti & Love Binetti, Stand Alone, Marcomonde, alle Frühjahr/Sommer 2018.

Wird sich der Weinstein-Skandal auf Marchesa auswirken?

OPINION New York - Es war einmal eine Modemacherin namens Georgina Chapman, die ein Modelabel namens Marchesa gründete. Gemeinsam mit Geschäftspartnerin Keren Craig rief sie das Label ins Leben, dessen Kleider nicht von dieser Welt zu sein schienen. Mit Federn bestückt, aus gesponnenen Tüll und mit Perlen verziert, so sahen die märchenhaften Kleider aus. Bekannt wurde es vor allem deshalb, weil es auf dem roten Teppich rauf und runter getragen wurde. 2007 wurde Marchesa gegründet- etwa zur gleichen Zeit, als Chapman den einflussreichen Hollywoodproducer Harvey Weinstein heiratete. Um das Märchen perfekt zu machen, nennen wir ihn hier einen Märchenprinzen - wenn auch dieser Prinz eher einer von der Sorte aus einem Grimm- oder Andersen-schen denn aus den heutigen Disney-Märchen zu sein scheint. Er jedenfalls öffnete der Modemacherin das Tor zum verwunschenen Königreich Hollywood. Nun aber entpuppte sich der Märchenprinz als Oger, der heimlich Frauen angreift - kann das Modelabel Marchesa diese Wendung überleben?

Spirit of Female Empowerment

Das Label wurde nach der Marchesa Luisa Casati benannt, einer exzentrischen italienischen Erbin und Kunstmäzenin, die 1881 geboren wurde und einmal konstatierte: „Ich will ein lebendes Kunstwerk sein.“ Sie war außerdem dafür bekannt, Schlangen als Halsketten zu tragen und ihre zwei Geparden an der Leine Gassi zu führen. Als Freigeist ihrer Zeit verkörperte sie weibliche Emanzipation. Es ist nicht schwer nachzuvollziehen, warum sie Chapman als Muse diente.

Wird sich der Weinstein-Skandal auf Marchesa auswirken?

Vom Märchen zum Albtraum

Der Bericht der New York Times schlug ein wie eine Bombe. Insgesamt acht Schlichtungsverfahren, in denen Weinstein Models, Schauspielerinnen und Angestellten einen Ausgleich für sexuelle Belästgung gezahlt hatte, deckte die Zeitung auf. Eine Kollegin soll der anderen geraten haben, in seinem Beisein am besten „einen Parka [zu] tragen“. In einem anderen Fall sollen Frauen sich in Panik zusammengeschlossenhaben um einander Sicherheit zu bieten - Fälle, die nicht gerade von einer Atmosphäre weiblicher Emanzipation zeugen. Lisa Bloom, eine Anwältin die auf den Kampf um Frauenrechte spezialisiert ist, hatte Weinstein bisher vertreten. Sie trat am Sonntag als seine Vertreterin zurück, weil der öffentliche Druck zu groß wurde, sie könne als Frauenrechtsunterstützerin nicht glaubwürdig bleiben und Weinstein weiterhin nahe stehen.

Seine Frau, so sagte Weinstein kurz nach dem Erscheinen der Story, stehe „zu 100 Prozent“ hinter ihm. „Ich habe harte Gespräche mit meiner Familie geführt, die mir wirklich schwerfielen, aber meine Familie steht zu mir,“ hieß es weiter von ihm. Die Versuchung, Chapman mit Melania Trump zu vergleichen ist groß. Wie sie ist sie eine schöne, relativ leise Frau, die stoisch ihr Kinn hebt, während Anschuldigungen gegen ihren Ehemann erhoben werden. Beide haben Kinder mit dem Beschuldigten, was ihre Situation weiter verkompliziert. Das offizielle Statement von Weinstein lautet: „Ich erkenne an, dass die Art und Weise wie ich mich in der Vergangenheit Kollegen gegenüber verhalten habe viel Schmerz verursacht hat und ich entschuldige mich aufrichtig dafür. Obwohl ich versuche, mich zu bessern, habe ich noch einen weiten Weg vor mir.“ Sein Zusatz, „das war damals die Kultur“, erinnert an Trumps Ausrede, es habe sich bei seinen obszönen Äußerungen um „Locker Room Talk“ gehandelt. Model Zoe Brock beschrieb ein Vorkommnis, bei dem sie in sein Hotelzimmer gelockt worden war, als ‚geHarveyed‘. Schauspielerin Ashley Judd, eine seiner Anklägerinnen, stimmt ihr bei: „Wir Frauen reden schon lange untereinander über Harvey und es ist längst an der Zeit, diese Konversation öffentlich zu führen“ - eine Aussage, die sicherlich dazu beigetragen hat, dass seine Firma ihn nun feuerte.

Eine sehr öffentliche Konversation

Zwischenzeitlich haben sich auch Gwyneth Paltrow und Angelina Jolie mit eigenen Geschichten zu sexueller Belästigung durch Weinstein zu Wort gemeldet. Weitere Branchengrößen versicherten den Anklägerinnen ihre volle Unterstützung, darunter Nicole Kidman, Kate Blanchett und Maryl Streep. Offenbar zog Chapman daraus ihre Konsequenzen. „Mein Herz bricht, wenn ich von dem Schmerz höre, den diese unverzeihlichen Handlungen verursacht haben“, sagt Chapman in einem Statement gegenüber der Zeitschrift People. „Ich habe mich entschlossen, meinen Ehemann zu verlassen. Mich um einem jungen Kinder zu kümmern hat jetzt oberste Priorität für mich. Ich bitte die Medien, meine Privatsphäre in dieser Zeit zu respektieren.“

Letzte Rettung: Schlussstrich

Der Entschluss, den Hollywoodmogul zu verlassen, ist vielleicht die einzige Möglichkeit für Chapman und Marchesa, diese Krise relativ unbeschadet zu überstehen. Sicherlich ist es kein Happy End. Aber die historische Marchesa wäre bestimmt stolz auf ihre konsequente Nachfahrin.

Dies ist eine Übersetzung eines englischen Beitrags von Jackie Mallon. Jackie Mellon unterrichtet in NYC verschiedene Modekurse und ist die Autorin des Buches ‚Silk fort he Feed Dogs’, ein Roman, der in der internationalen Modeindustrie angesiedelt ist.

Übersetzt und bearbeitet von Barbara Russ

Bilder: Marchesa Facebook page

Die Top 4 Trends von den Modewochen ausgewählt von FashionUnited

London - Mit dem Ende der Paris Fashion Week für die Saison Frühjahr/Sommer 2018 sind die vier wichtigsten Modewochen vorbei. Die wichtigsten Branchenvertreter reisten von New York nach London, weiter nach Mailand und schließlich nach Paris, um die neueste Mode zu sehen. Was dort auf den Laufstegen präsentiert wird, beeinflusst immer, was in den kommenden Monaten getragen wird. Welche Trends werden es im nächsten Jahr sein? Die Redakteure von FashionUnited haben die Fashion Weeks nach dem jeweiligen Schlüsseltrend bewertet und teilen diesen mit Ihnen.

Fransen bei der New York Fashion Week - Jackie Mallon

Das Wiederaufleben der Fransen bei der New York Fashion Week ist der unübersehbare Trend der Frühjahr/Sommer-2018-Saison. Raf Simons’ in Streifen gerissene Americana repräsentieren die Befindlichkeiten im Land und weisen auf einen gefühlten Niedergang der USA hin, aber auch auf die einzigartige Fähigkeit der Amerikaner, mittels Optimismus alles zusammenzuhalten.

Die Top 4 Trends von den Modewochen ausgewählt von FashionUnited

Auch bei dem Label Monse wurden die Farben Rot, Blau und Weiß in Streifen gerissen und zu typisch amerikanischen College-Jacken kombiniert. Ein Vorhang aus Fransen zierte den Rücken eines Trenchcoats bei Edun und nahm den fransenbestzten Trenchcoat von Loewe vorweg, der eine Woche später in Paris gezeigt wurde. Bei Diane von Furstenberg trafen Fransen auf üppige Dekolletés und Satin. Sie evozierten so Bilder von Liza Minelli als Studio 54 Dancing Queen, eine Zeit, von der die Designerin ebenfalls aus eigener Erfahrung zu berichten weiß. Bei Marchesa bekamen die Fransen einen Flapper-Anstrich in Wassermelonenfarben und den Körper einer modernen Daisy Buchanan zierend.

Fransen sind tief in der amerikanischen Populärkultur verwurzelt, erinnern sie doch an den in Wildleder gekleideten Cowboy, Cher im Bob Mackie-Outfit und an den in weiß gehüllten Elvis. Die Anziehungskraft von Fransen liegt darin, dass sie stets unerschrocken laut, stets in Bewegung und leicht hypnotisierend sind. Genau wie die moderne amerikanische Frau.

Die Rückkehr der Rüschen auf der London Fashion Week - Danielle Wightman-Stone

Rüschen waren der größte Trend in der Herbst/Winter-Saisons 2017 und es scheint, als wäre die Mode damit noch nicht fertig. Auch im Frühjahr haben die Rüschen noch ein Wörtchen mitzureden. Ach was, ‚Wörtchen’ - ein Machtwort wohl eher. Es gibt kein verhaltenes Statement der Rüschen - sie kennen nur lautes Drama und uneingeschränkte Romanze.

Die Top 4 Trends von den Modewochen ausgewählt von FashionUnited

Bei Simone Rocha drehte sich alles um die dramatischsten und romantischsten Rüschen - so groß, dass sie auf dem Boden schliffen. Während sie bei Preen by Thornton Bregazzi asymmetrischen Kleidern in Pastelltönen einen Twist verpassten, nutzte der aufstrebende Designer Ryan Lo sie, um seinen Accessoires einen romantischen Touch zu verleihen - so kamen sie bei langärmligen Abendhandschuhen und Socken zum Einsatz.

Die schönsten Rüschen von allen kamen von Erdem. Der in Kanada geborene Designer zeigte wasserfallartige Rüschen inspiriert von der Queen. Bei David Koma bekamen die Rüschen einen architektonischen Einschlag und Roksanda fügte ihren Statement-Manschetten Oversize-Rüschen hinzu. Auch komplett aus Rüschen bestehende Kleider und Röcke gab es, zum Beispiel bei Christopher Kane - dort sollten sie an einen Wischmopp erinnern, denn seine Kollektion war von der Figur der ‚Domestic Goddess‘ inspiriert.

Socken bei der Milan Fashion Week - Vivian Hendriksz

Die Mailänder Modewoche setzte voll auf Maximalismus. Die Designer dort schwelgten im Exzess. Die Idee der ‘Overmuchness’ hat mittlerweile ihren Weg in jede Schicht der Modewelt gefunden. Bis hin zu einem oft vernachlässigten Garderoben-Basic: der Socke. Zuerst gesehen bei der London Fashion Week zum Beispiel bei Burberry und Erdem machte die Designersocke sich auf, in Mailand die Laufstege zu erobern.

Die Top 4 Trends von den Modewochen ausgewählt von FashionUnited

Designer wie Dolce & Gabbana, Prada, Gucci, Fendi und Marco De Vincenzo zeigten Socken, die wahrlich majestätisch anmuteten. Für Frühjahr/Sommer 18 verliehen die Designer ihren Socken Drama: Bei Dolce & Gabbana wurden Spitzenkniestrümpfe zu Red-Carpet-Kleidern und durchsichtigen Kostümen kombiniert: Mit maximalem Effekt.

Bei Prada, wo die Socken-und-elegante-Schuhe-Kombo schon Tradition hat, drehte Miuccia Prada noch ein bisschen weiter auf. Sie kombinierte Kniestrümpfe mit gestreiften Shorts, sowie mit spitzen Slingbacks und fransenbesetzten Brogues. Karl Lagerfeld trieb das Spiel dann auf die Spitze, indem er bei Fendi Karosocken mit ebenfalls gemusterten Outfits kombinierte, sodass ein All-Over-Streifenlook entstand.

Bei Guuci kamen die Socken beinahe langweilig daher, verglichen mit den komplett verzierten Looks, die Michele sonst über den Laufsteg schickte. Doch bei genauerem Hinsehen ließen sich gerippte oder Gerüschte Kanten erkennen. Marco De Vincenzo passte seine knöchelhohen Netzstrümpfe farblich den Schuhen seiner Kollektion an.

Volle Blütenpracht auf der Paris Fashion Week - Don-Alvin Adegeest

Die Mode zu entschlüsseln kann so komplex sein, wie Hieroglyphenlesen. Designer zeigten in dieser Saison ein komplexes Narrativ von der Mode im digitalen Zeitalter. Die Designer haben ein Bewusstsein darüber, dass die Unternehmen, die sie repräsentieren sich in schweren Zeiten befinden und die Kollektionen waren in dieser Saison sehr tragbar und kommerziell.

Die Top 4 Trends von den Modewochen ausgewählt von FashionUnited

Die Frühjahr/Sommer Kollektionen 2018 legten Wert auf Femininität. Vom kleinen Schwarzen bis hin zum üppigen Abendkleid war bei den Pariser Schauen alles dabei. Besonders prächtig zeigten sich die Kollektionen von Alexander McQueen, Dries van Noten und Nicolas Ghesquiere bei Louis Vuitton. Besonders auffällig war dabei die Blütenpracht, die die Kleider zierte - fast als käme sie direkt aus der Garderobe unserer Großmütter.

Der Optimismus und die Romantik gefällt mir daran besonders. Die Stimmung in der letzten Saison grenzte an Verzweiflung. Diese Saison bringen die Designer und Freude, Widerstandsfähigkeit und Zukunftsglauben. Abendroben waren weder altbacken noch zu technisch. Bei Sacai und Louis Vuitton waren sie weich und fließend, oft mit einem Wasserfall aus Rüschen - was man auch bei Ronald van der Kemp sehen konnte. In die Kleider konnte man sich leicht verlieben - ein echter Kaufanreiz in Zeiten, in denen so gut wie niemand mehr shoppen ‚muss‘.

Dries van Noten zeigte eine meiner Lieblingskollektionen, weil er dem Trend am entschlossensten folgte. Es gab eine Vielzahl floraler Einflüsse: Von einem strahlenden hellgelben Lilienprint, der von glitzernden Sternfischen und von karierten Ärmeln akzentuiert wurde bis hin zu einer Bomberjacke mit floralem Print, der an eine Tapetenmuster erinnerte, kombiniert zu einer abstrakt gemusterten Short und Stiefeln. Van Noten selbst sagte nach der Show: „Wir sagen immer, dass Mode ein Spiegel unserer Zeit sei. Nun, vielleicht haben wir genug davon.“ Stattdessen ist seine Kollektion als ein Gegenmittel zu verstehen.

Fotos: Catwalkpictures