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Trotz Stimmungsaufhellung im Januar: HDE sieht weiterhin „Kaufzurückhaltung“

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Kundin in einer Einkaufsstraße Bild: Aygin Kolaei für FashionUnited
Von Jan Schroder

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Die Laune der deutschen Verbraucher:innen hat sich zum Jahreswechsel etwas verbessert. Das geht aus einer aktuellen Studie hervor, deren Ergebnisse der Handelsverband Deutschland (HDE) am Montag vorstellte.

„Nachdem die Verbraucherstimmung im Dezember 2025 das Jahr mit dem tiefsten Stand seit einem Jahr beendet hat, beginnt das neue Jahr 2026 mit einer leichten Stimmungsaufhellung“, erklärte die Branchenorganisation unter Berufung auf das HDE-Konsumbarometer für den Januar. Der monatlich ermittelte Index, der auf der Befragung von 1.600 Personen zu konsumrelevanten Themen beruht, war im Vergleich zum Vormonat Dezember leicht gestiegen.

Gleichzeitig dämpfte der HDE die Hoffnungen der Handelsbranche: „Die Stimmung der Verbraucherinnen und Verbraucher ist damit besser als vor einem Jahr. Die Kaufzurückhaltung bleibt jedoch bestehen“, betonte der Verband.

Laut dem aktuellen Konsumbarometer zeigten sich die Befragten zuversichtlicher mit Blick auf die Entwicklung der Gesamtkonjunktur. „Das Jahr 2026 ist mit der Hoffnung auf einen wirtschaftlichen Aufschwung verbunden“, erklärte der HDE. Die Verbraucherinnen und Verbraucher seien diesbezüglich „insgesamt optimistischer als vor einem Jahr“.

Handelsverband sieht die Bundesregierung in der Pflicht

Noch bestünden allerdings „große Unsicherheiten, die zu einer anhaltenden Kaufzurückhaltung führen können“. Der Handelsverband sieht nun die Politik am Zug. Die Bundesregierung sei „gefragt, ihre politischen Vorhaben umzusetzen und für nachhaltiges Wachstum zu sorgen“, so der HDE. „Das ist die Voraussetzung für eine Erholung des privaten Konsums.“

Aufgrund der zuversichtlichen Einschätzung der Wirtschaftsentwicklung zeigten sich die befragten Verbraucher:innen im Januar auch mit Blick auf ihre individuellen Einkommen optimistischer als zuletzt. Trotzdem ist ein Schub für den privaten Konsum offenbar vorerst nicht zu erwarten: Die Anschaffungsneigung sei im Vergleich zum Vormonat gesunken, erklärte der HDE. Gleichzeitig steige die Sparneigung.

„In den kommenden Wochen scheinen die Verbraucher ein Finanzpolster aufbauen zu wollen, sodass kein größeres Wachstum beim privaten Konsum zu erwarten ist“, resümierte die Branchenorganisation. „Ablegen werden die Verbraucherinnen und Verbraucher ihre Zurückhaltung voraussichtlich erst, wenn sich die konjunkturellen Rahmenbedingungen deutlich verbessern.“

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