Studie: Im KI-Zeitalter wird der Store zum Vertrauensanker
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Künstliche Intelligenz verändert zunehmend die Wahrnehmung der Welt und damit auch das Kaufverhalten, denn Menschen entdecken, bewerten und bewerten Produkte durch KI künftig anders – vor allem kritischer. Die neue Fokus-Studie „AI Trust Index - Memories of Truth“, die von der Markenberatungsagentur Liganova gemeinsam mit dem Research-Partner Appinio erstellt wurde, zeigt, welche Auswirkungen das für die Glaubwürdigkeit von Markenaussagen hat und wie Unternehmen darauf reagieren können.
Reale Erlebnisse gewinnen an Bedeutung
Mit zunehmendem KI-Einsatz wächst die Skepsis gegenüber dem, was online dargestellt wird. 77 Prozent der Befragten geben an, Inhalte in sozialen Medien zunehmend zu hinterfragen. Gleichzeitig sagen inzwischen schon 26 Prozent der Befragten, dass KI in der Werbung längst die Norm ist und nur noch 17 Prozent werten KI generell als Fake ad. Damit wächst die Akzeptanz und der Widerstand lässt nach. „Ablehnung kostet Energie, die keiner mehr aufwendet“, schreiben die Autor:innen der Studie.
Dennoch ist Glaubwürdigkeit eine zentrale Größe im Marketing, und es braucht Strategien, um das Vertrauen der Konsument:innen auch in Zukunft noch gewinnen zu können. Laut der Studie gewinnen daher reale Markenerlebnisse als Vertrauensfaktor an Bedeutung, denn je schwieriger reale und synthetische Inhalte voneinander zu unterscheiden sind, desto stärker suchen Konsument:innen nach Möglichkeiten, Markenversprechen selbst zu überprüfen.
Der Store wird zur ’Source of Truth’
Besonders relevant wird dabei der physische Raum: 87 Prozent orientieren sich anderweitig, wenn ihnen Online-Informationen nicht authentisch erscheinen. Stores, Showrooms und Brand Experiences entwickeln sich damit vom reinen Kommunikations- und Vertriebskanal zum „Proof Point“, schreibt die Studie, „an dem Markenversprechen unmittelbar überprüfbar werden. Der Store wird zur ‚Source of Truth‘“.
Diese Erlebnisse stärken zugleich die Glaubwürdigkeit digitaler Touchpoints, denn die Wirkung einer realen Erfahrung überträgt sich auch auf die digitalen Kanäle. 86 Prozent der Befragten bewerten die anschließende digitale Kommunikation einer Marke als glaubwürdiger, wenn sie zuvor eine positive persönliche Erfahrung mit ihr gemacht haben. Liganova bezeichnet diesen Effekt als „Trust Transfer“: Reale Erfahrungen schaffen Vertrauen und Erinnerung, die wiederum in digitale Kommunikation, Content und Empfehlungen zurückwirken.
Robert Andersen, Chief-Creative Officer, Liganova Group: „Die Renaissance des Realen bedeutet nicht weniger digital und auch nicht weniger KI. Reale Erfahrungen bekommen vielmehr eine neue strategische Funktion: Sie machen Markenversprechen überprüfbar, schaffen Vertrauen und stärken damit auch die digitale Markenkommunikation. Genau in diesem Zusammenspiel von Real Life und Real Time entsteht heute nachhaltige Brand Equity“.