Österreich: Trübe Stimmung im mittelständischen Einzelhandel hält an
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Ein erheblicher Teil der mittelständischen Einzelhandelsbetriebe in Österreich rechnet nicht mit einer baldigen Verbesserung der derzeit misslichen Lage. Das geht aus einer aktuellen Studie des Instituts Creditreform Wirtschaftsforschung hervor, die am Montag veröffentlicht wurde.
Im Rahmen der Untersuchung zur Lage der kleinen und mittleren Unternehmen (KMU), für die etwa 1.400 österreichische Firmen befragt wurden, hatten nur 12,3 Prozent der Betriebe aus der Handelsbranche angegeben, dass ihre Umsätze zuletzt gestiegen seien. Bei 37,7 Prozent waren die Erlöse hingegen rückläufig.
Auch die Erwartungen bezüglich der Umsatzentwicklung in den kommenden sechs Monaten sind nicht sonderlich positiv. 13,2 Prozent der Handelsunternehmen rechnen derzeit mit Zuwächsen, 31,6 Prozent gehen von Einbußen aus.
Das hat auch Auswirkungen auf den Personalbestand. Lediglich 4,4 Prozent der befragten Handelsfirmen wollen ihr Personal aufstocken. 23,7 Prozent beabsichtigen, die Zahl der Mitarbeiter:innen zu verringern.
Der Studie zufolge klagten nicht nur viele mittelständische Unternehmen aus der Handelsbranche über sinkende Einnahmen. Auch die Mehrzahl der befragten Firmen aus den Bereichen verarbeitendes Gewerbe, Baugewerbe und Dienstleistungen berichteten über schwache Geschäfte und zeigten sich mit Blick auf die Zukunft eher pessimistisch. Insgesamt trete „der österreichische Mittelstand wirtschaftlich auf der Stelle“, resümierte die Creditreform. „Nach zwei Jahren Rezession bleibt die Erholung aus.“