Moncler führt Onlinegeschäft künftig in Eigenregie

Der italienische Bekleidungsanbieter Moncler SpA nimmt seine Online-Aktivitäten in die eigene Hand. Am Montag verkündete das Modehaus den Aufbau einer „voll integrierten Omnichannel-E-Commerce-Plattform“ innerhalb des Unternehmens. Die Partnerschaft mit dem Onlinehändler Yoox Net-a-Porter werde daher nicht verlängert. Bereits im Oktober will Moncler die eigene Plattform in den USA und Kanada zum Einsatz bringen, danach sollen schrittweise die übrigen Märkte folgen. Die komplette Umstellung werde im kommenden Jahr abgeschlossen, heißt es in einer Mitteilung.

Die Maßnahme ist ein Element des Plans, mit dem Moncler seine „digitale Transformation beschleunigen“ will. So verkündete das Modehaus auch die Schaffung einer Organisationseinheit namens „Digital, Engagement and Transformation“, deren Aufgabe darin besteht, „die Markenstrategie in allen digitalen Kanälen umzusetzen“.

Das Ziel der Reformen ist nach Angaben des Unternehmens, die Kommunikation und den Service zu verbessern, die Präsenz in allen E-Commerce-Kanälen auszubauen und „eine digitale Kultur in der gesamten Organisation zu verbreiten“. Dabei sollen die lokalen Bedürfnisse berücksichtigt werden: Vor allem in China werde das Digitalteam mit Spezialisten verstärkt, die eine gezielte Strategie und entsprechende Innovationen erarbeiten sollen, erklärte Moncler. Gleichzeitig werde die Zusammenarbeit mit dem bestehenden „externen Ökosystem“, etwa mit besonders innovativen Start-ups, fortgesetzt.

Die Effekte des Reformpakets sollen schon bald an den Resultaten ablesbar sein: „Mit der Beschleunigung der digitalen Strategie will Moncler den Anteil seines Onlinegeschäfts in den nächsten drei Jahren verdoppeln“, erklärte CEO und Chairman Remo Ruffini in einer Mitteilung.

Foto: Moncler Facebook-Page

 

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