Modehaus Wöhrl eröffnet im Herbst erste Filiale in Chemnitz
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Der Nürnberger Multimarkenhändler Wöhrl setzt seine Expansion fort und eröffnet im November 2026 erstmals einen Standort in Chemnitz. Die neue Filiale entsteht auf rund 2.000 Quadratmetern im ehemaligen Galeria-Gebäude am Neumarkt und wird der 30. Standort des Unternehmens sein. Bereits im letzten Jahr hatte sich Wöhrl eine Etage im leerstehenden Nürnberger Galeria-Gebäude für ein Outlet gesichert.
Mit dem Schritt erschließt Wöhrl einen weiteren Markt in Ostdeutschland und sichert sich eine zentrale Innenstadtlage direkt gegenüber dem Chemnitzer Rathaus. Das Gebäude wird derzeit umfassend modernisiert und künftig als gemischt genutzte Immobilie mit kommunalen Dienstleistungen, Einzelhandel und Gastronomie betrieben. Für die Fläche hat Wöhrl einen langfristigen Mietvertrag abgeschlossen.
Nach Unternehmensangaben sollen rund 25 neue Arbeitsplätze geschaffen werden.
„Das Nutzungskonzept für das Gebäude und dessen zentrale Lage im Herzen der Stadt sind gute Voraussetzungen für eine hohe Kund:innenfrequenz“, erklärt Thomas Weckerlein, Vorstandsvorsitzender von Wöhrl. „Chemnitz bietet als drittgrößte Stadt Sachsens mit einem weitreichenden Einzugsgebiet ein großes Potenzial für unsere Markenwelt. Wir freuen uns auf den Start noch in diesem Jahr.“
Die Rudolf Wöhrl SE mit Sitz in Nürnberg zählt zu den größten Multimarkenhändlern im deutschen Modeeinzelhandel. Das Familienunternehmen wurde 1933 gegründet und betreibt heute 28 Modehäuser in Süd- und Ostdeutschland, ein Outlet in Nürnberg sowie einen eigenen Online-Shop. Nach der Eröffnung in Chemnitz wird das Filialnetz auf 30 Standorte anwachsen. Insgesamt beschäftigt das Unternehmen rund 1.200 Mitarbeitende.
Seit dem Neustart im Jahr 2017 befindet sich Wöhrl im Besitz von Christian Greiner, dem Enkel des Firmengründers Rudolf Wöhrl. Die Unternehmensführung liegt bei den Vorständen Thomas Weckerlein und Tobias Triebel. Im zurückliegenden Geschäftsjahr, das am 31. Juli 2025 abgeschlossen wurde, belief sich der Gesamtumsatz auf 170,3 Millionen Euro. Das entsprach einem Rückgang um 6,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Beim Ergebnis konnte das Unternehmen den Verlust verringern.