Insolvenzreport: Lage im Handel bleibt angespannt

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Credits: Unsplash
Von Regina Henkel

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Nach Angaben des Falkensteg Insolvenzreports „5 nach 12“ für das erste Quartal 2026 bleibt die Lage im Handel angespannt, trotz rückläufiger Großinsolvenzen im ersten Quartal 2026. Das gelte insbesondere im Mode- und Non-Food-Segment. Nach Angaben der Transformationsberatung Falkensteg sank die Zahl der Großinsolvenzen im Fashion-Bereich zwar um mehr als 40 Prozent gegenüber dem Vorquartal. Der Bericht warnt jedoch vor einer Fehlinterpretation: Das Rekordniveau Ende 2025 verzerre den Vergleich, eine strukturelle Entspannung sei nicht erkennbar.

Im Gegenteil: Über alle Umsatzklassen hinweg stiegen die Insolvenzen im Einzelhandel um knapp neun Prozent. Auch Fashion und Investitionsgüter verzeichneten Zuwächse von rund zehn Prozent. Laut Falkensteg zeigt sich damit ein grundlegender Wandel im stationären Handel, besonders betroffen seien klassische Non-Food- und Modekonzepte. "Die Gesamtzahl der Unternehmensinsolvenzen nähert sich neuen Höchstständen, während sich die Großinsolvenzen vom Insolvenzgeschehen abkoppeln", heißt es im Report.

Als Ursachen nennt die Beratung die zunehmende Konkurrenz durch E-Commerce und chinesische Billiganbieter, steigende Kosten für Mieten, Energie und Personal sowie die anhaltende Kaufzurückhaltung der Verbraucher:innen. Zusätzlichen Druck erzeugen geopolitische Entwicklungen: Die hohen US-Zölle auf chinesische Waren führen dazu, dass chinesische Anbieter ihre Überkapazitäten verstärkt nach Europa umleiten - und das häufig zu nochmals niedrigeren Preisen. Gerade stationäre Mode- und Non-Food-Händler geraten dadurch weiter unter Margendruck.

Besonders gefährdet sind laut Report mittelgroße Filialketten mit 50 bis 300 Standorten, vor allem im mittelpreisigen Deko-, Mode- und Non-Food-Bereich. Unternehmen ohne tragfähige Omnichannel-Strategie oder mit hoher Fremdkapitalquote gelten als besonders anfällig. Stabiler entwickeln sich dagegen große Discounter, Onlinehändler sowie Nahversorger und Lebensmittelhändler. Für den E-Commerce erwartet Falkensteg 2026 weiterhin Wachstum von rund 3,5 Prozent.

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