IKKS investiert nach Übernahme: Wiedereröffnung von Geschäften und Wiedereinstellung der Mitarbeitenden
Santiago Cucci, der neue Eigentümer von IKKS, plant für das Modeunternehmen ein „zweistelliges Wachstum“ bis 2027. Nach der Übernahme des angeschlagenen Unternehmens kündigte er einen Wiedereinstieg in den spanischen Markt an. Zudem sollen mehr als zehn zusätzliche Geschäfte übernommen und zuvor entlassene Mitarbeitende wieder eingestellt werden. Insgesamt werden 17 Millionen Euro investiert.
„Wir haben alles verändert“, sagte Santiago Cucci am Mittwoch vor der Presse bei der Vorstellung seiner strategischen Ausrichtung. Cucci ist der derzeitige Präsident der Holdinggesellschaft HoldIKKS. Er hat die Marke im Dezember zusammen mit Michaël Benabou, dem Mitbegründer der Online-Verkaufsplattform Veepee, übernommen.
Die französische Marke IKKS wurde 1987 gegründet. Sie ist bekannt für hochwertige Ready-to-wear für Damen, Herren und Kinder mit einer rockigen DNA.
Das Unternehmen hatte im Oktober ein Sanierungsverfahren beantragt. Als Gründe nannte die Gruppe damals „die weltweite Gesundheitskrise durch Covid-19, die Folgen des Krieges in der Ukraine, wo der Konzern stark vertreten war, sowie eine anhaltende Inflation“.
Durch die Übernahme konnten in Frankreich 546 Arbeitsplätze gerettet werden. Das entspricht etwa der Hälfte der Belegschaft.
„Es war eine Katastrophe“, so der baskische Manager Santiago Cucci, der früher für Quiksilver und Tommy Hilfiger tätig war. Er habe die gesamte Produktionskette, die Logistik, die IT und die Verwaltung der Lager und Boutiquen „neu aufgestellt“.
„Heute produziert IKKS zu je einem Drittel in Asien, Europa und im Maghreb“, erklärte Cucci. Das Unternehmen besitzt zudem mehr als 250 Geschäfte.
Die neuen Eigentümer:innen haben 17 Millionen Euro investiert und „die Schulden zurückgezahlt“, fügte er hinzu.
Zusätzlich zu den bereits im Dezember übernommenen Geschäften haben sie „mehr als zehn weitere“ Filialen übernommen und rund 30 entlassene Mitarbeitende wieder eingestellt. „Wir haben auch die Tochtergesellschaft in Spanien zurückgewonnen“, was neun Geschäfte und 17 Corner umfasst.
Die internationale Expansion ist einer der Wachstumshebel für die Marke, so der Manager. „Heute erwirtschaften wir 97 Prozent unseres Umsatzes in Frankreich. Wir sind von einem einzigen Land und seiner Makroökonomie abhängig. Das bin ich nicht gewohnt“, gibt Cucci zu, der bereits große internationale Unternehmen geleitet hat. „Morgen werden wir in mehreren Ländern vertreten sein“, stellt er in Aussicht, ohne diese zu nennen.
Der Chief Executive Officer (CEO) ist der Meinung, dass die Kund:innen eine starke Bindung zur Marke haben. Er möchte die 30- bis 35-Jährigen ansprechen, die mit der Marke aufgewachsen sind. Für 2026 plant er einen Umsatz von über 120 Millionen Euro. Im Jahr 2027 soll ein „zweistelliges Wachstum“ erreicht und die Rentabilität wiederhergestellt werden.
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