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Einzelhandel

HDE: Verschärfung der Corona-Krise dämpft Kauflaune im Januar

Von Jan Schroder

4. Jan. 2021

Nicht wirklich überraschend kamen die Ergebnisse der jüngsten Verbraucherbefragung, die der Handelsverband Deutschland (HDE) am Montag präsentierte: Angesichts der beunruhigenden Entwicklung der Covid-19-Pandemie und des anhaltenden Lockdowns ist die Kauflaune hierzulande weiter gesunken. Auch eine „baldige Trendumkehr“ sei trotz des Anlaufens der Impfkampagne „nicht zu erwarten“, erklärte die Branchenorganisation unter Berufung auf das HDE-Konsumbarometer für den Januar. Wie in jedem Monat hatte der Verband dafür etwa 2.000 repräsentativ ausgewählte Haushalte befragen lassen.

Demnach ließ die Anschaffungsneigung der Studienteilnehmer im Vergleich zum Vormonat Dezember erneut nach. „In den ersten Monaten des Jahres 2021 ist es nicht nur so, dass angesichts geschlossener Einzelhandelsgeschäfte, Restaurants sowie Kultur- und Freizeiteinrichtungen die Verbraucher keine Möglichkeit haben, große Teile ihres Konsums zu tätigen. Hinzu kommt, dass sie auch keine größeren Konsumaktivitäten planen“, erläuterten die Marktforscher. Sie deuteten die mangelnde Kauflaune als Ausdruck einer „skeptischen Vorsicht“ angesichts der Unsicherheiten aufgrund der Pandemieentwicklung. Gleichzeitig ermittelten sie eine gestiegene Sparneigung der Befragten.

Was die allgemeine Wirtschaftsentwicklung angeht, zeigten sich die Verbraucher erstaunlicherweise etwas optimistischer als im vorangegangenen Monat. Mögliche Gründe dafür sind nach Mutmaßung der Studienverfasser Hoffnungen „auf die baldigen Effekte der Impfungen oder auf ein schnelles Ende des Lockdowns“. Die individuelle Einkommenserwartung verschlechterte sich aber gegenüber dem Dezember. „Zwar war der Arbeitsmarkt, der für die meisten Konsumenten die maßgebliche Basis ihres Einkommens ist, zuletzt stabil, aber ein länger anhaltender Lockdown könnte sich durchaus negativ auswirken“, erklärten die Marktforscher.

Foto: Mehdi Taamallah/NurPhoto via AFP