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HDE: Konsumklima sackt im Mai weiter ab

Einzelhandel
Eine Einkaufsstraße in Deutschland Bild: FashionUnited
Von Jan Schroder

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Die Stimmung der deutschen Verbraucher:innen hat sich erneut eingetrübt. Das erklärte der Handelsverband Deutschland (HDE) am Montag unter Berufung auf das aktuelle HDE-Konsumbarometer für den Mai.

Der monatlich ermittelte Index, der auf einer Befragung von 1.600 Personen zu konsumrelevanten Themen beruht, war im Vergleich zum Vormonat weiter gesunken. Nach Angaben der Branchenorganisation fiel er auf den tiefsten Stand seit dem Februar 2023. Die Hauptgründe für den anhaltenden Abwärtstrend waren demnach vor allem allem „die steigenden Preise und die Sorgen um eine schwache Konjunktur“.

So beurteilten die Befragten die gesamtwirtschaftliche Entwicklung deutlich negativer als im April. Die diesbezüglichen Erwartungen seien so pessimistisch „wie seit Januar 2023 nicht mehr“, so der HDE. Dementsprechend schätzten die Verbraucher:innen auch die eigene Einkommenssituation skeptischer ein.

„Der abnehmende Optimismus dürfte verschiedenen Ursachen habe“, erklärten die Verfasser:innen der Studie. „Erstens ist die Lage am Arbeitsmarkt weiter angespannt. Zweitens steigen angesichts der höheren Ölpreise die Mobilitätskosten. Pendler haben insofern von ihrem Einkommen weniger zur freien Verfügung. Und drittens könnte dies auch für alle Verbraucher aus einer anziehenden Inflation folgen.“

Geopolitische und wirtschaftliche Unsicherheiten dämpfen die Kauflaune

Aufgrund der Sorgen um die eigene finanzielle Lage sank die Anschaffungsneigung weiter. Gleichzeitig gaben die Befragten an, angesichts der allgegenwärtigen wirtschaftlichen und geopolitischen Risiken verstärkt Ersparnisse anlegen zu wollen.

Da sich eine Verbesserung der Rahmenbedingungen derzeit nicht abzeichnet, fiel der Ausblick des Handelsverbands trübe aus. „Vor diesem Hintergrund ist auch in den kommenden Wochen und Monaten nicht mit einer Stärkung des privaten Konsums und des gesamtwirtschaftlichen Wachstums zu rechnen“, erklärte der HDE. „Die Hoffnungen vom Beginn des Jahres auf eine konjunkturelle Erholung wurden durch den Iran-Krieg zunichte gemacht.“

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