HDE: Konsumklima erholt sich im Juli weiter

Einzelhandel
Passant:innen in einer Einkaufsstraße Bild: FashionUnited
Von Jan Schroder

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Die Stimmung der deutschen Verbraucher:innen hat sich im Juli offenbar weiter verbessert. Das geht aus den Ergebnissen einer aktuellen Studie hervor, die der Handelsverband Deutschland (HDE) am Montag veröffentlichte. Das monatlich ermittelte HDE-Konsumbarometer, das auf einer Befragung von 1.600 Personen zu konsumrelevanten Themen beruht, stieg demnach im Juli zum zweiten Mal in Folge.

Trotz des jüngsten Aufwärtstrends nach monatelanger Talfahrt bleibe die Konsumstimmung aber „weiterhin auf einem niedrigen Niveau“, betonte die Branchenorganisation. Gegenüber dem Vorjahr sei sie nach wie vor „stark eingetrübt“. Als Hauptgrund sah der HDE den anhaltenden Konflikt im Iran. Dieser habe „massive Auswirkungen auf die gesamtwirtschaftliche Entwicklung sowie die Verbraucherstimmung“.

Die jüngsten geopolitischen Entwicklungen sorgten allerdings dafür, dass die Befragten im Juli optimistischer auf die Entwicklung der Gesamtkonjunktur blickten. „Mit der geschlossenen Vereinbarung zwischen den USA und Iran als Grundlage für ein Ende des Krieges gehen die Verbraucher nun dementsprechend von einer Verbesserung der konjunkturellen Lage aus“, erklärten die Studienverfasser:innen. Gleichzeitig zeigten sich die Konsument:innen zuversichtlicher, was die Entwicklung der eigenen Einkommenssituation angeht.

Entwicklung des Iran-Konflikts bleibt Schlüsselfaktor

Trotz dieser Stimmungsaufhellung bleibe aber „die seit Monaten vorherrschende und nicht merklich abnehmende Konsumzurückhaltung weiterhin bestehen“, warnten die Marktforscher:innen. So lag die Anschaffungsneigung der Befragten im Juli nur „minimal“ über dem Niveau des Vormonats. Zudem erhöhte sich das Bestreben, angesichts der weiterhin bestehenden Risiken Ersparnisse anzulegen.

So fiel das Fazit des HDE insgesamt verhalten aus. „Ohne ein richtiges Ende des Irankriegs wird die Konsumstimmung weiterhin zurückhaltend bleiben“, betonte der Verband. Zudem bewege sich der jüngste Aufwärtstrend bei der Konsumstimmung „auf einem niedrigen Niveau“. Der „negative Effekt auf die Wirtschaft in der ersten Jahreshälfte“ werde „bis zum Ende des Jahres nicht mehr aufzuholen sein“, erklärte die Branchenorganisation.

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