HDE: Iran-Krieg belastet Konsumstimmung im August
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Nach einem kleinen Aufschwung in den Vormonaten hat sich die Stimmung der deutschen Verbraucher:innen im August wieder etwas eingetrübt. Das teilte der Handelsverband Deutschland (HDE) am Montag unter Berufung auf das aktuelle HDE-Konsumbarometer mit. Der monatlich ermittelte Index, der auf einer Befragung von 1.600 Personen zu konsumrelevanten Themen beruht, sei im August leicht zurückgegangen, erklärte die Branchenorganisation. Im Juni und Juli war das Konsumbarometer jeweils gestiegen.
Grund für den jüngsten Dämpfer seien „vermutlich die wieder zunehmenden Spannungen im Nahen Osten“, so der HDE. Der „wieder an Intensität zunehmende Konflikt zwischen dem Iran und den USA“ wirke sich „negativ auf die gesamtwirtschaftliche Entwicklung sowie die Verbraucherstimmung aus“.
Der Nahost-Konflikt verunsichert die Verbraucher:innen
Angesichts der erneut steigenden globalen Unsicherheit zeigten sich die Befragten mit Blick auf die Entwicklung der Gesamtkonjunktur pessimistischer als im Vormonat Juli. Die eigene Einkommenssituation bewerteten sie hingegen etwas zuversichtlicher. Infolgedessen legte auch die Anschaffungsneigung geringfügig zu. Gleichzeitig stieg jedoch das Bestreben, zusätzliche Einkünfte zu nutzen, um Ersparnisse anzulegen.
Für den HDE spielt die geopolitische Lage auch künftig eine wesentliche Rolle für die Entwicklung des privaten Konsums. „Der Krieg im Iran hat die wirtschaftlichen Risiken wieder deutlich erhöht. Die Sorge der Verbraucherinnen und Verbraucher vor den Folgen des Konflikts belastet die Konsumstimmung und trübt die Wachstumsaussichten erneut ein“, erklärte der Verband. „Solange der Konflikt andauert, dürfte die Verunsicherung hoch bleiben und die wirtschaftliche Entwicklung belasten.“ Kurzfristig könnten „auch die Reformbemühungen der Bundesregierung diese negativen Auswirkungen kaum ausgleichen“.