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HDE erwartet durchwachsenes Weihnachtsgeschäft

Von Jan Schroder

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Einzelhandel

Bild: FashionUnited

Der Handelsverband Deutschland (HDE) erwartet vom kürzlich angelaufenen Weihnachtsgeschäft keine größeren positiven Impulse.

Die hiesigen Einzelhandelsunternehmen könnten in den Monaten November und Dezember einen Gesamtumsatz von 120,8 Milliarden Euro erwarten, erklärte die Branchenorganisation im Rahmen ihrer Weihnachtspressekonferenz am Montag. Das würde einem nominalen Wachstum um 1,5 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum entsprechenden.

Der Gesamtumsatz im November und September wird voraussichtlich nur aufgrund von Preissteigerungen wachsen

Das Plus sei jedoch nur den Preissteigerungen der vergangenen Monate zu verdanken, erklärte der Verband. Real – also bereinigt um die Effekte der Preisentwicklung – werden die Erlöse voraussichtlich um 5,5 Prozent zurückgehen.

Auch im Onlinehandel wird das Weihnachtsgeschäft nach Erkenntnissen des HDE verhalten verlaufen. Der Umsatz in diesem Segment werde nominal auf dem entsprechenden Vorjahresniveau von 21,2 Milliarden Euro stagnieren, real aber um 4,0 Prozent sinken, heißt es in einer Mitteilung.

Die Stimmung unter Händler:innen und Verbraucher:innen ist getrübt

Entsprechend getrübt ist die Stimmung unter den Einzelhändler:innen. Im Rahmen einer Umfrage des Verbandes erklärten insgesamt 51 Prozent der Firmen aus dem Non-Food-Segment, dass sie mit einem „schlechteren“ (37 Prozent) oder sogar „deutlich schlechteren“ (14 Prozent) Weihnachtsgeschäft als im vergangenen Jahr rechneten.

HDE-Präsident Alexander von Preen verwies zur Begründung auf die anhaltend widrigen Rahmenbedingungen: „Die Branche bekommt die wirtschaftlichen Auswirkungen des Ukraine-Krieges und der darauf folgenden Inflation sowie seit neuestem auch die infolge des Nahost-Konflikts weiter sinkende Kauflaune zu spüren“, erklärte er in einem Statement. Angesichts der verhaltenen Stimmung der Verbraucher:innen sei daher in den so wichtigen Wochen vor den Feiertagen „nicht mit einem größeren positiven Schub für den Einzelhandel“ zu rechnen, resümierte der HDE.

Der Verband hält an seinen Umsatzprognosen für das Gesamtjahr fest

An seinen bestehenden Prognosen für das Gesamtjahr 2023 hielt der Verband fest. Er rechnet also weiterhin mit einem nominalen Umsatzplus von 3,0 Prozent auf 649,9 Milliarden Euro. Das entspricht einem realen Minus von 4,0 Prozent. Im Onlinegeschäft wird der Jahresumsatz voraussichtlich wie im Vorjahr eine Höhe von 84,5 Milliarden Euro erreichen. Real würden die E-Commerce-Erlöse damit um 4,3 Prozent zurückgehen.

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