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Digitale Tools gestalten Innenstädte neu, statt sie zu verdrängen

Einzelhandel
Bild zur Veranschaulichung. Bild: Kaboompics / Pexels.
Von Guest Contributor

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Seit Jahren ist das Narrativ einfach: Der digitale Handel wächst, Innenstädte verkümmern und physische Modegeschäfte werden langsam irrelevant. Aber diese Geschichte ist zu einfach und übersieht, was tatsächlich vor Ort geschieht.

Innenstädte und Einkaufsstraßen verschwinden nicht, sondern werden neu gestaltet. Die Menschen wollen immer noch einkaufen, nur eben zu ihren eigenen Bedingungen. Und mobile Apps werden still und leise zu einer der wichtigsten Kräfte in dieser Transformation.

Oberflächlich betrachtet könnte es so aussehen, als würde ein Geschäft auf dem Mobiltelefon die Abkehr von physischen Läden beschleunigen. Warum in die Stadt gehen, wenn alles auf dem Handy ist? Aber die Realität ist komplexer. Apps ersetzen keine Geschäfte; sie verändern, wie die Menschen sie nutzen.

Der Einzelhandel steht unter Druck und die Zahlen sind kaum zu ignorieren. Laut offiziellen Angaben der britischen Regierung stiegen die Insolvenzen im Einzelhandel von 1.025 im Jahr 2015 auf 1.921 im Jahr 2024. Der Höchststand wurde 2023 mit 2.218 erreicht. Der Sektor sah sich mit steigenden Kosten und verändertem Konsumverhalten konfrontiert. Zudem gab es eine stetige Reihe von prominenten Zusammenbrüchen und Ladenschließungen. Gleichzeitig haben die Verbraucher:innen den physischen Einzelhandel aber nicht aufgegeben. Sie sind wählerischer geworden, wann, warum und wie sie Geschäfte besuchen.

Die wachsende Rolle von mobilen Apps in Geschäften der Innenstadt

Menschen schätzen die Innenstadt nach wie vor, aber sie wollen, dass sie mehr für sie leistet. Sie wünschen sich Komfort, Relevanz und Erlebnisse, die sich über alle Kanäle hinweg vernetzt anfühlen. Genau hier kommen Apps ins Spiel.

Eine Einzelhandels-App ist nicht nur ein weiterer Vertriebskanal, sondern fungiert als Bindeglied zwischen online und offline. Sie verbindet Stöbern, Besuchen, Kaufen und Zurückgeben auf eine Weise, die sich nahtlos und nicht fragmentiert anfühlt. Jemand könnte zum Beispiel den Lagerbestand auf dem Handy prüfen, bevor er in die Stadt fährt. Dann eine Umkleidekabine buchen, eine Bestellung abholen, personalisierte Angebote im Geschäft erhalten und den Kauf später am Abend abschließen. Die Customer Journey ist nicht mehr linear; sie bewegt sich zwischen digitalen und physischen Räumen hin und her.

Die Daten hinter den Apps helfen zu erklären, warum sie so wichtig sind. App-Nutzer:innen verbringen weitaus mehr Zeit mit Einkaufen als Nutzer:innen mobiler Websites. Es handelt sich um Hunderte von Minuten pro Monat im Vergleich zu einem Bruchteil davon auf mobilen Websites. Apps generieren in der Regel zwischen 10 und 30 Prozent des Online-Umsatzes. Bei leistungsstarken Einzelhändler:innen erreichen sie 40 bis 60 Prozent. Sie können einen um etwa 20 Prozent höheren durchschnittlichen Bestellwert und bis zu dreimal bessere Konversionsraten als mobile Websites erzielen.

Apps bieten direkten Zugang zu Kund:innen

Das sind keine marginalen Gewinne. Sie verändern grundlegend, wie Einzelhändler:innen über Kund:innenbeziehungen denken. Eine App bietet Marken einen direkten Kanal zu den Kund:innen, frei von Algorithmus-Änderungen und Plattformabhängigkeit. Sie wird zu einem Raum für Loyalität, Personalisierung und langfristigem Engagement anstelle von einmaligen Transaktionen. Eine Modemarke fand heraus, dass Kund:innen, die ihre mobile App nutzten, 16 Prozent mehr pro Bestellung ausgaben. Sie kauften 19 Prozent häufiger ein und interagierten 92 Prozent mehr mit Markeninhalten über Kanäle wie Push-Benachrichtigungen. Eine andere Marke verzeichnete einen Anstieg des durchschnittlichen Bestellwerts um 23 Prozent.

Deshalb wirkt die Vorstellung, dass das Digitale die Innnenstadt zerstöre, veraltet. Es ersetzt den physischen Einzelhandel nicht, sondern vernetzt ihn neu.

Innenstädte und Einkaufsstraßen werden zunehmend von Absicht geprägt. Die Menschen schlendern nicht mehr einfach so in die Geschäfte wie früher. Vorbei sind die Zeiten, in denen Teenager für einen Tag zu Topshop strömten. Sie planen Besuche, vergleichen Optionen und erwarten Erlebnisse, die den Ausflug rechtfertigen. Apps machen das möglich. Sie reduzieren Reibungsverluste, verbessern die Relevanz und geben Kund:innen Gründe, zwischen Kanälen zu wechseln, anstatt sich für einen zu entscheiden.

Den digitalen Wandel richtig gestalten

Für Mode-Einzelhändler:innen ist dieser Wandel auch strategisch. Steigende Akquisitionskosten bedeuten, dass Marken sich nicht auf endlose bezahlte Medien verlassen können, um neue Kund:innen zu gewinnen. Kund:innenbindung, Lifetime Value und Loyalität sind wichtiger denn je. Apps sind eine der wenigen Umgebungen, in denen Marken die Beziehung zu ihren Kund:innen noch selbst besitzen, anstatt sie von Plattformen oder Marktplätzen zu mieten. Sie sind eine Möglichkeit, in einer zunehmend vermittelten Handelslandschaft sichtbar und relevant zu bleiben.

Es gibt auch einen breiteren wirtschaftlichen Kontext. Die Fragilität des Einzelhandels im letzten Jahrzehnt hat gezeigt, wie anfällig traditionelle Modelle sein können. Ladenschließungen, Arbeitsplatzverluste und steigende Insolvenzen sind nicht nur eine Frage der Verbraucher:innennachfrage; sie spiegeln auch strukturelle Herausforderungen in der Organisation des Einzelhandels wider. Apps allein lösen diese Herausforderungen nicht, aber sie bieten eine Möglichkeit, physische und digitale Ressourcen intelligenter zu integrieren, anstatt sie als konkurrierende Welten zu betrachten.

Wenn Einzelhändler:innen dies richtig machen, werden Einkaufsstraße widerstandsfähiger, nicht weniger. Physische Geschäfte werden zu Zielen, die von einer digitalen Infrastruktur unterstützt werden. Apps werden zu Werkzeugen der Verbindung statt des Ersatzes. Das Ergebnis ist kein Kampf zwischen online und offline, sondern ein gemischtes Ökosystem, in dem sich beide gegenseitig stärken.

Innenstädte als soziale und kulturelle Räume

Das ist über den Einzelhandel hinaus von Bedeutung. Die Innenstadt ist nicht nur ein wirtschaftlicher, sondern auch ein sozialer und kultureller Raum. Wenn der physische Einzelhandel verschwindet, verlieren Gemeinschaften Treffpunkte, Identität und Lebendigkeit. Wenn digitale Werkzeuge helfen können, diese Räume zu erhalten und neu zu erfinden, anstatt sie auszuhöhlen, ist das eine weitaus hoffnungsvollere Geschichte als die, die wir normalerweise hören.

Der eigentliche Wandel ist nicht von physisch zu digital, sondern von unverbundenem zu vernetztem Handel. Apps stehen im Zentrum dieses Wandels und gestalten leise, wie sich Menschen durch Einzelhandelsumgebungen bewegen und wie Marken Beziehungen zu Kund:innen aufbauen.

Die Frage ist also nicht, ob Innenstädte und Einkaufsstraße in einer digitalen Welt überleben können, sondern es geht darum, ob Einzelhändler:innen lernen können, digitale Werkzeuge so einzusetzen, dass sie physische Räume stärken, anstatt sie zu untergraben.

Die Zukunft des Einzelhandels ist nicht online gegen offline. Es ist das, was passiert, wenn die beiden endlich anfangen, zusammenzuarbeiten.

Über den Gastautor

One iota ist ein in Großbritannien ansässiges Unternehmen für Omnichannel-Einzelhandels-Apps, das Marken dabei unterstützt, digitale und physische Einkaufserlebnisse zu verbinden. Das Unternehmen arbeitet mit Einzelhändler:innen zusammen, um Apps und digitale Lösungen für den stationären Handel zu entwickeln. Diese sollen Kund:innen über E-Commerce, Flagshipstores und mobile Geräte hinweg inspirieren, einbinden und konvertieren. Das Angebot umfasst native mobile Apps für Verbraucher:innen und Mitarbeitende, Kiosklösungen für den stationären Handel und einkaufbare digitale Erlebnisse. Zu den Funktionen gehören personalisierte Inhalte, Mitgliedschaften, „Endless Aisle“ und „Assisted Selling“. Die Technologie von One iota unterstützt Einzelhändler:innen dabei, Engagement, Umsatz und Kund:innenerlebnis über alle Kanäle hinweg zu verbessern.

Dieser Artikel wurde mithilfe von digitalen Tools übersetzt.

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