BTE warnt Händler vor übereilten Preisnachlässen auf Sommermode
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Der Branchenverband BTE mahnt die deutschen Bekleidungshändler trotz der aktuell schwächelnden Nachfrage zur Geduld bei Preisnachlässen. „Der BTE rät dringend davon ab, bereits jetzt aktuelle Sommerware zu reduzieren oder dem Kunden werblich eine große Reduzierungswelle vorzugaukeln“, erklärte der Fachverband des Textileinzelhandels am Montag in einer Mitteilung.
Die Modebranche brauche „im zunehmend härter werdenden Markt vielmehr eine ausreichend lange Phase mit regulären Preisen, um die notwendigen Erträge erwirtschaften zu können“. Schließlich hätten viele Betriebe derzeit Investitionen in die Digitalisierung zu tätigen und müssten mit höheren Werbe- und Personalkosten rechnen. Es gebe insgesamt „wenig Anzeichen, dass der Modehandel seine Kosten künftig problemlos senken kann“.
Ausdrücklich empfiehlt der BTE den 30. Juli als Start des Sommerschlussverkaufs. „Erfahrungsgemäß wird dieser Termin auch von den Medien durch entsprechende Berichte begleitet und beschert der Branche kostenlose PR und zusätzliche Frequenz zum Abverkauf der Saison-Restware“, betonte der Verband.
Aktuell halten sich die Preisnachlässe nach Beobachtungen des BTE aber ohnehin in Grenzen. Bis Mitte Juni sei es „an der Preisfront noch vergleichsweise ruhig“ geblieben. Die Rabatte seien derzeit „mit zwanzig bis dreißig Prozent Nachlass noch verhältnismäßig moderat“, zudem werde noch nicht übermäßig stark mit den Preisreduzierungen geworben. Bei den betreffenden Produkten handele es sich zudem „in der Regel Übergangsware und ältere Monatsprogramme“. Schließlich sei Frühjahrsware in diesem Jahr „aufgrund der frühen sommerlichen Temperaturen schlecht abgeflossen“.
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