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BTE-Umfrage: Große Mehrheit der Händler klagt über Lieferprobleme und Umsatzverluste

Von Regina Henkel

13. Mai 2022

Einzelhandel

Foto: Artem Beliaikin für Pexels

Die Mehrheit der Textil-, Schuh- und Lederwarenhändler in Deutschland leiden derzeit unter Lieferverzögerungen und -ausfällen. Wie eine aktuelle Umfrage des BTE Handelsverband ergeben hat, berichten aktuell lediglich fünf Prozent der teilnehmenden Unternehmen über keine oder nur minimale Probleme.

Demnach fehlt bei 37 Prozent der befragten Händler Ware im einstelligen prozentualen Mengenbereich, genauso viele beklagen Lieferprobleme bei zehn bis 20 Prozent der Ware. 21 Prozent der Befragten warten auf mehr als 20 Prozent der Frühjahr/Sommer-Ware, die entweder verspätet oder gar nicht geliefert worden ist.

„Die Folge sind zum Teil schmerzliche Umsatzeinbußen“, so der BTE in einer Presseerklärung. Ein Drittel der Umfrageteilnehmer:innen schätzt die Mindereinnahmen auf zehn bis 20 Prozent, bei fünf Prozent fehlen sogar mehr als 20 Prozent in der Kasse. 43 Prozent der Textil- und Modehändler schätzen, dass sie Einnahmen im einstelligen Prozentbereich verloren haben. Nur 18 Prozent der Befragten haben keinerlei oder nur minimalen Einbußen.

Insgesamt sei die Hoffnung eher gering, dass die Umsatzverluste in der laufenden Saison noch aufgeholt werden. 22 Prozent der Umfrageteilnehmer:innen sehen hier keinerlei Chancen, ein Drittel glaubt zumindest, dass bis zur Hälfte der nicht getätigten Umsätze aufzuholen sind. Nur wenige Händler sind zuversichtlich, die verlorenen Umsätze zu einem großen Teil (das sagen zwölf Prozent) oder sogar vollständig (das sagen 17 Prozent) aufholen zu können. Weitere 17 Prozent können diese Frage aktuell nicht beantworten.

Gleichzeitig erwarten alle Händler mehr oder weniger hohe Preissteigerungen bei der kommenden Herbst/Winter-Ware. 48 Prozent gehen von einstelligen prozentualen Verteuerungen aus, bei 50 Prozent der Händler liegen die Preiserhöhungen zwischen 10 und 20 Prozent. Zwei Prozent der Teilnehmer:innnen schätzen sogar, dass die durchschnittliche Preissteigerung der Herbst/Winter-Ware bei mehr als 20 Prozent liegt.