Alibabas Hauptkonkurrent erhält 1 Milliarde Yuan

Wanda E-commerce, der Internetarm der chinesischen Dalian Wanda Group, hat eine Finanzspritze von 1 Milliarde Yuan (rund 161 Millionen US-Dollar) von den direkten Konkurrenten des chinesischen Internetriesen Alibab, Tencent und Baidu, erhalten. Laut der Wanda Group wird der Wert des erst vier Monate alten Internetunternehmens Wanda E-commerce auf 20 Milliarden Yuan (rund 3,22 Milliarden US-Dollar) geschätzt.

Die Dalian Wanda Group ist einer der größten Betreiber von Einkaufszentren und Kaufhäusern in China. Sie erhielt die Investition für ihren Internethändler Wanda E-commerce von den beiden chinesischen Investmentfonds Centec Networks und Xude Rendao, denen jetzt jeweils drei beziehungsweise zwei Prozent von Wanda E-commerce gehören.

Wanda E-commerce: kanalübergreifende Plattform soll Alibabas Dominanz schwächen

Wanda E-commerce wurde im August 2014 in Hongkong gegründet und wird von der Wanda Group sowie den beiden chinesischen Internetriesen Tencent und Baidu unterstützt. Beide sind Konkurrenten von Chinas derzeit marktdominierendem Internetunternehmen, der Alibaba Group Holding Ltd.

Dalian Wanda gehört ein 70-prozentiger Anteil an Wanda E-commerce und Tencent und Baidu jeweils 15 Prozent. In den nächsten fünf Jahren planen die drei Unternehmen, eine Investition von 20 Milliarden Yuan (rund 3,22 Milliarden US-Dollar) zu tätigen, wobei der Schwerpunkt auf der Umsatzsteigerung durch sowohl Internet- als auch den stationären Handel liegt; eine in China sehr beliebte, kanalübergreifende Strategie.

Laut Auskünften der Wanda Group arbeitet Wanda E-commerce derzeit an einem neuen kanalübergreifenden E-Kommerz-System, das ein kostenloses drahtloses Netzwerk in Wanda-Geschäften in 159 Einkaufszentren in China einschließt sowie einige Mobile Apps, die mehr Kunden in die Geschäfte locken sollen.

“Wir hoffen, dass unser kanalübergreifendes E-Kommerz-System das Einkaufserlebnis unserer Kunden verbessern wird. Das System kann Wanda dabei helfen, Online- und Offline-Kanäle besser zu verbinden. Zum Beispiel können Kunden über ihre Mobiltelefone Tische reservieren, bevor sie eines unserer Restaurants besuchen. Zudem können Käufer von Modeartikeln bereits auf ihren Smarphones sehen, wie die Kleidungsstücke getragen aussehen und können direkt über ihre Handys bezahlen", sagte Wanda-Gründer und Vorsitzender Wang Jianli.

Die Wanda Group plant, ihr neues System spätestens im vierten Quartal des Jahres eingeführt zu haben, so das Unternehmen.

Foto: Wanda-Kaufhaus in Peking (Wanda Group)
 

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