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Luciano Benetton soll eigene Marke wiederbeleben

Luciano Benetton, der 82-jährige Gründer der Benetton Group, kehrt zur italienischen Modemarke zurück um ihr neues Leben einzuhauchen. Er hatte das Unternehmen 1965 ins Leben gerufen, das bald für seine farbenfrohe Kleidung und gewagten Marketingkampagnen bekannt wurde.

“Im Jahr 2008 habe ich das Unternehmen verlassen; damals schrieb es noch 155 Millionen Euro Gewinn. Jetzt übernehme ich es wieder, bei einem Vorjahresverlust von 81 Millionen Euro. Und dieses Jahr dürfte es noch schlimmer werden”, resümierte Benetton in einem Interview mit der italienischen Tageszeitung La Repubblica. In dieser Zeit fiel die Zahl der Beschäftigten von knapp 9800 im Jahr 2008 auf rund 7300.

“Es ist ein unerträglicher Schmerz für mich. Deshalb trete ich zusammen mit meiner Schwester Giuliana, die im Alter von 80 Jahren wieder Pullover herstellt, erneut in das Unternehmen ein”, fügte er hinzu und drückte den Wunsch aus, den verlorenen Ruhm der Marke wiederherzustellen.

“Während andere uns nachahmten, hat United Colors seine Farben zurückgenommen. Wir haben uns selbst besiegt. Die Geschäfte, die Lichtblicke waren, wurden dunkel und trist wie die im kommunistischen Polen. Und die Produktion von Pullovern einzustellen, die das Markenzeichen des Unternehmens ist, ist wie einem Aquädukt das Wasser abzugraben”, erklärte der Veteran der Modebranche.

Jetzt will Luciano Benetton das gleichnamige Unternehmen wieder farbiger machen und hat zu diesem Zweck am Freitag eine neue Werbekampagne mit dem Fotografen Oliviero Toscanigestartet, der in den 80er und 90er Jahren für die Schock-Werbungen des Unternehmens verantwortlich war. Die neue Kampagne stellt sich dem Thema Integration und will zur Diskussion anregen.

Die Benetton Group hat es bis jetzt nicht geschafft, sich von den Verlusten der letzten zwei Jahre zu erholen und verzeichnete im laufenden Jahr einen Verlust von 81 Millionen Euro. Als Teil der Reorganisation des Unternehmens wurde Marco Airoldi im Jahr 2014 als neuer Geschäftsführer verpflichtet. Zudem schloss das Unternehmen mehr als 300 Geschäfte.

Foto: Marco Zanin, Fabrica