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Amancio Ortega geht in den Ruhestand, verlässt 53 Positionen

Von Simone Preuss

19. Dez. 2017

Inditex-Gründer Amancio Ortega hat beschlossen, die Dinge etwas langsamer angehen zu lassen und in den Ruhestand zu treten. Zu diesem Zweck hat der 81-Jährige Positionen abgegeben, die er noch in in 53 Tochterunternehmen wie Zara, Massimo Dutti, Pull & Bear, Bershka, Oysho, Lefties und Stradivarius innehatte.

Der Übergang in den wohlverdienten Ruhestand begann bereits im Jahr 2011 als Ortega seinen Stellvertreter und damaligen Geschäftsführer Pablo Isla zum Nachfolger ernannte. Bis jetzt war Ortega aber noch bei vielen Inditex-Tochtergesellschaften, die sich alle im spanischen La Coruña befinden, als Hauptverantwortlicher genannt. Diese Verantwortung für insgesamt 53 Unternehmen, bei denen es sich um Marken, aber auch Logistik-, Design- und Kontrollunternehmen handelt, hat Ortega jetzt abgegeben.

Ortega gibt Verantwortung ab, bleibt Haupteigentümer

Die Abberufungen wurden bereits am letzten Mittwoch im Handelsregister von La Coruña veröffentlicht; dem gleichen Tag, an dem Inditex auch die Zahlen für die ersten neun Monaten des laufenden Geschäftsjahres 2017/18 bekannt gab: In den Monaten Februar bis Oktober 2018 belief sich der Konzernumsatz auf knapp 18 Milliarden Euro und übertraf damit das entsprechende Vorjahresniveau um 9,5 Prozent. Der Nettogewinn stieg um 6,2 Prozent auf 2,34 Milliarden Euro. Trotz der Zuwächse ist dies jedoch das erste Jahr seit 2014, in dem der Umsatz nicht im zweistelligen Bereich stieg.

Bei dem jüngsten Schritt handelt es sich laut Stimmen der Branche „lediglich um ein Verwaltungsverfahren, das den 2011 begonnenen Prozess beendet“. Ortega bleibt weiterhin mit 59,9 Prozent Haupteigentümer von Inditex durch das Anlagevehikel Pontegadea und damit auch einer der reichsten Mode-Milliardäre der Welt.

Foto: Amancio Ortega, Inditex