Aeffe ohne Finanzchef Rocco Bennici
Der italienische Luxuskonzern Aeffe, zu dem Traditionsmarken wie Alberta Ferretti, Moschino und Pollini gehören, hat bekanntgegeben, dass Rocco Bennici seinen Rücktritt eingereicht hat. Bennici ist Chief Financial Officer (CFO), der für die Erstellung der Buchführungsunterlagen und die Investor Relations des Unternehmens zuständig ist. Er wird das Unternehmen mit Wirkung zum 9. Juni 2026 verlassen, um eine neue berufliche Herausforderung anzunehmen.
Bennici hatte die Rolle erst vor einem Jahr übernommen. Er kam im Juni 2025 von der Sneaker-Marke P448, wo er nach eigenen Angaben auf Linkedin sieben Monate als Chief Financial & Operating Officer aktiv war. Davor war er fast vier Jahre als Group Treasury and Corporate Finance Director bei der Diesel-Mutter OTB Group tätig.
Mitarbeitenden fechten eigene Kündigung an
Anfang April haben 30 der 120 vom Konzern entlassenen Mitarbeitenden beschlossen, die Kündigung anzufechten. Sie werden von der Gewerkschaft Cgil unterstützt und leiten rechtliche Schritte gegen das Unternehmen ein.
„Die Klage öffnet erneut eines der schmerzhaftesten Kapitel der Umstrukturierung. Diese hat in den letzten Monaten den Hauptsitz in San Giovanni in Marignano und die Büros in Mailand betroffen. Nach der ursprünglichen Einleitung des Entlassungsverfahrens für 221 Mitarbeitende haben bis heute etwa 120 eine Kündigung erhalten. Das Unternehmen hat außerdem für über 400 Mitarbeitende an den Standorten in der Romagna und in Mailand Kurzarbeit angemeldet. Gleichzeitig läuft das Verfahren zur Verhandlungslösung der Krise. Im Ministerium für Unternehmen und Made in Italy finden unterdessen Gespräche statt, um die Situation zu beobachten und mögliche industrielle Lösungen zu bewerten“, betont Collettiva, die Zeitung der Cgil.
Wie Daniele Baiesi, Sekretär der Filctem Cgil von Rimini, gegenüber der Zeitung Resto del Carlino erklärte, sei dieser Weg bereits nach Erhalt der Kündigungsschreiben in Aussicht gestellt worden. „Wir hatten ein Treffen mit allen Mitarbeiter:innen, die bereits ihre Absicht bekundet hatten, Widerspruch einzulegen. Wir haben ihnen den Weg aufgezeigt, den es zu beschreiten gilt.“
Am 23. April genehmigte der Verwaltungsrat von Aeffe Spa die Vermögensbilanz zum 31. März 2026. Daraus geht hervor, dass das Nettovermögen des Unternehmens auf einen negativen Wert von 1,92 Millionen Euro gesunken ist. Dieser Wert liegt unter dem gesetzlichen Mindestkapital, das in Artikel 2327 des italienischen Zivilgesetzbuches für Aktiengesellschaften festgelegt ist und 50.000 Euro beträgt. Damit sind die im Zivilgesetzbuch vorgesehenen Bedingungen für diesen Fall eingetreten.
Wie das Unternehmen in einer Mitteilung präzisiert, hat die Gesellschaft bei der Einleitung des Verhandlungsverfahrens zur Krisenbewältigung am zweiten Oktober 2025 erklärt, von der Aussetzung der Rekapitalisierungspflichten Gebrauch machen zu wollen. Diese Pflichten sind in Artikel 2447 des Zivilgesetzbuches festgelegt. Die Aussetzung erfolgt gemäß Artikel 20 des Gesetzesdekrets 14/2019, dem italienischen Kodex für Unternehmenskrisen und Insolvenz.
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