Valentino vereint 80er-Jahre und Barockpracht bei Rückkehr nach Rom
Das italienische Modehaus Valentino kehrte am Donnerstag zu seinen Wurzeln zurück. Zwei Monate nach dem Tod des Gründers Valentino Garavani präsentierte es eine von den 1980er-Jahren inspirierte Modenschau an einem der spektakulärsten Orte Roms.
Rund 700 Personen, darunter Hollywood-Star Gwyneth Paltrow, waren zur Show eingeladen. Sie fand in den Galerien des Palazzo Barberini statt. Der Barockpalast beherbergt heute Meisterwerke von Caravaggio, Raffael und vielen anderen.
Valentino ist dafür bekannt, einige der glamourösesten Frauen der Welt einzukleiden. Normalerweise präsentiert das Modehaus seine Kollektionen in Paris, obwohl es 1960 in der italienischen Hauptstadt gegründet wurde.
Kreativdirektor Alessandro Michele entschied sich jedoch für eine Rückkehr in die Ewige Stadt für seine Herbst/Winter 2026/2027-Kollektion. Es war die erste Ready-to-wear-Kollektion seit dem Tod des Gründers. Er verstarb am 19. Januar im Alter von 93 Jahren.
Unter dem spektakulären Deckenfresko ‘Der Triumph der göttlichen Vorsehung’ von Pietro da Cortona liefen die Models auf Kunstrasen. Sie trugen Outfits, die stark von den 1980er-Jahren inspiriert waren.
Die Looks zeigten betonte Schultern, schmale Taillen und Miniröcke. Dazu wurde glitzernder Oversize-Schmuck kombiniert, darunter riesige Perlen und klobige Anhänger.
Michele, der 2024 die Leitung übernahm, sagte, dass Valentino in den späten 1980er- und 1990er-Jahren „noch wie verrückt arbeitete und mit seinen Händen Schönheit schuf“.
Es war eine Zeit der „Positivität“ und des „Empowerments“, sagte er den Reporter:innen hinter der Bühne. Besonders Frauen hätten damals mehr Kontrolle über ihren Körper erlangt.
Durch die Arbeit mit Falten und das Drapieren von Stoffen um den Körper habe Valentino „die Idee einer Göttin geschaffen ... und Frauen in den Mittelpunkt der Welt gestellt“.
Das letzte Kleid von Micheles Kollektion am Donnerstag war ein echter Hingucker. Das langärmelige Kleid mit tiefem Rückenausschnitt wurde im charakteristischen Rot des Hauses präsentiert. „Rot ist sehr schwierig zu handhaben“, gab Michele zu, sagte aber, es sei entscheidend für die Marke.
Perfekte Welt
Die Models erreichten die Galerien über die Wendeltreppe von Francesco Borromini. Sie ist eine von zwei Treppen im Palazzo; die andere ist ein quadratischer Entwurf von Gian Lorenzo Bernini.
Sie wurden zur gleichen Zeit in Auftrag gegeben und spiegeln die Fähigkeit des Palazzos wider, „gegensätzliche Kräfte koexistieren zu lassen, ohne sich gegenseitig aufzuheben“, so Michele in den Show-Notizen.
In diesem Sinne zeigte die Kollektion mit dem Titel ‘Interferenze’ (Störungen) Kontraste zwischen „Code und Abweichung, Leichtigkeit und Schwerkraft“, schrieb er.
Valentino, der Stars wie Jackie Kennedy, Elizabeth Taylor, Prinzessin Diana und Julia Roberts einkleidete, wurde zum Synonym für Glamour und Schönheit.
Im Gespräch mit Reporter:innen sagte Michele, der Designer habe Dinge geschaffen, die „perfekt“ waren, aber „wir leben nicht mehr in dieser perfekten Welt“. „Ich mache es auf meine Weise, denn ich bin selbst die Störung“, sagte er.
Sehr wichtige Kund:innen
Die nur auf Einladung zugängliche Black-Tie-Show war eine aufwendige Veranstaltung. Viele Gäste waren anschließend zu einem Abendessen eingeladen. Sie wurden in offiziellen Fahrzeugen zu den Veranstaltungsorten gebracht.
Sie wurde live auf den Social-Media-Kanälen von Valentino sowie auf Großbildschirmen in Rom, Mailand und Neapel übertragen – aber das Haus wollte vor allem die Anwesenden im Raum beeindrucken.
Von den schätzungsweise 700 geladenen Gästen waren 200 Journalist:innen und VIPs. Der Rest waren VICs – sehr wichtige Kund:innen, wie ein:e Valentino-Insider:in verriet.
Wie andere Modehäuser auch, hat Valentino mit den zahlreichen Herausforderungen der Luxusbranche zu kämpfen. Dazu gehören eine nachlassende Nachfrage, Inflation und geopolitische Unsicherheit.
Michele hat Gucci während seiner sieben Jahre dort zu einem Wandel verholfen, und Valentino hofft, dass er das Gleiche für sie tun wird.
Das Label gehört zu 70 Prozent dem katarischen Investmentfonds Mayhoola, während der französische Luxuskonzern Kering einen Anteil von 30 Prozent hält.
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