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Suistudio: 'Die Befreiung des Damenanzugs'

Amsterdam - Suistudio, das neue Schwesterlabel von Suitsupply, schlägt endgültig Wurzeln: „Das Pop-up platzte aus allen Nähten", so Suitsupply-Chef Fokke de Jong über die Entscheidung, dauerhaft in Amsterdam einen Store zu eröffnen. FashionUnited sprach mit De Jong über den neuen Laden, Damenanzüge und wie die Marke seit ihrer Einführung angenommen wird.

Suitsupply war lange Zeit gefragt worden, ob es plane, Frauenanzüge zu produzieren: "Wir wollten nicht die x-te Marke sein, die Damenanzüge produzierte - es sollte wirklich um ausgezeichnete Schneiderei und Qualität gehen. Deshalb investierte das Unternehmen Jahre in die Erforschung der richtigen Passform sowie die Auswahl der richtigen Materialien vor der Markteinführung der Marke im Mai diesen Jahres. "Die ersten beiden Kollektionen gingen durch den Shredder. Es musste die richtige Kombination von sexy und stark sein, musste zugleich zeitgemäß sein, aber auch Business-tauglich. Am Ende entschied sich die Marke dafür, sich auf zwei Hauptkollektionen pro Jahr zu konzentrieren, jede auch mit einem speziellen Segment für Abendkleidung. Die Preise für einen ganzen Anzug variieren zwischen 250 Euro und 500 Euro, je nach Passform und Material. Suistudio lancierte vergangenen Monat auch einen Special Customer-Service, der Kunden die Möglichkeit bietet, einen Artikel auch in einer anderen Farbe oder in einem anderen Stoff zu bestellen, wenn das Material bereits Teil der Kollektion ist. Suistudio: 'Die Befreiung des Damenanzugs'

Die ersten Ergebnisse der Marke sind sowohl in den Niederlanden als auch in den Vereinigten Staaten positiv angenommen worden, so De Jong. "Die größte Reaktion, die wir immer noch erhalten ist, dass die Leute keine Ahnung haben, wie der Schnitt und die Passform bei einem Damenanzug sein soll. Sie sind besonders überrascht, wenn sie herausfinden, was ein gut geschnittener Anzug eigentlich ist.“ Die Frauen, die von Suistudio angezogen werden, bilden eine gut informierte Gruppe. Frauen, die es gewohnt sind, Anzüge zu tragen und lange nach einem großartigen Anzug gesucht haben, weiß De Jong. Die Marke spricht jedoch nicht nur Business-Frauen an. "Das dachten wir zuerst, aber dann bemerken wir, dass die Gruppe viel breiter aufgestellt ist. Es gibt ein erstaunliche Anzahl junger Frauen, die unsere Sachen einfach casual tragen. „Letztlich gibt es eine viel größere Zielgruppe für die Nische, als wir angenommen hatten.“

Suistudio: 'Die Befreiung des Damenanzugs'

Suistudio: „Die Zielgruppe ist viel größer als gedacht"

Die Zielgruppe von Suistudio mag viel größer sein als vorhergesehen, aber der frühe Erfolg der Marke hebt auch hervor, dass eine Notwendigkeit im Damenbekleidungsmarkt bestehe, fügt De Jong hinzu. „Ein qualitativ hochwertiger Anzug für Frauen, aus hochwertigen Materialien hergestellt, kann leicht 4000 Euro kosten. Eine Marke in unserem Preissegment - das gab es vorher noch nicht. „Die meisten Damenbekleidungsmarken haben Damenanzüge in ihrer Kollektion, aber ihre Konzentration auf das Kleidungsstück ist nicht dieselbe wie bei Suistudio. "Deshalb haben viele Frauen noch nie einen Anzug getragen. Es gibt also ein echtes Überraschungsmoment, wenn sie zum ersten Mal einen anprobieren. Das ist sehr schön für uns.“

De Jong diskutiert auch die Befreiung vom klassischen Tailoring: "Wir haben ein Produkt genommen, das in einer Nischenecke festgefahren war und als Klassiker angesehen wurde, und wir haben es befreit.“ So erfahren Kundinnen ein befreiendes Gefühl, wenn sie das erste Mal die Anzüge von Suistudio ausprobieren, glaubt De Jong. "Es ist ein bisschen wie das, was Coco Chanel gemacht hat, als sie die Frauen vom Korsett befreit hat. So fühlen sich unsere Kundinnen jetzt. Sie denken, das ist cool, das ist sexy, das ist klassisch und das ist jetzt." p>

Seit dem 30. November ist Suistudio permanent in der Cornelis Schuystraat in Amsterdam zuhause. „Wir haben diesen Ort nicht nur deshalb ausgewählt, weil es eine belebte Einkaufsstraße ist", sagte De Jong. Der Laden liegt ein paar Blöcke von der Innenstadt mit der berühmten Museumsplein und dem Suitsupply Flagship-Store entfernt - so wurde der Standort vor allem deshalb gewählt, weil er leicht zugänglich war. Der Laden wurde so entworfen, dass den Kundinnen dort der bestmögliche Service geboten werden kann: mit einem Schneider im Laden und speziellen Aufzügen, die mit dem Lagerraum verbunden sind. So können die Kundinnen alle Produkte anprobieren, die im Lager vorrätig sind.

Suistudio: "Wir haben den Frauenanzug aus der Nische geholt"

Wenn es um Expansion geht hat De Jong für Suistudio keine bestimmte Anzahl von neuen Geschäften im Hinterkopf. Zur Zeit zählt die Marke Geschäfte in Amsterdam, Shanghai und New York. „Wir sind immer noch in der Start-up-Phase“, sagt De Jong. Wenn Suistudio auf das Gaspedal in Sachen Expansion treten wollte, dann gäbe es die Möglichkeit dazu, meinte De Jong auf die Frage nach Berichten einer 300 Millionen Euro Investitionsspritze, die Suitsupply von NPM Capital erhalten hatte. Jedoch wolle sich die Marke nicht zu schnell zu viele neue Geschäfte eröffnen und sich stattdessen lieber auf nachhaltiges Wachstum konzentrieren, so De Jong. "Was wir wichtig finden, ist, bei der relevanten Zielgruppe an erster Stelle zu stehen. Wir haben den Damenanzug aus seiner angestaubten Ecke geholt und ihn befreit."

Fotos: Mit freundlicher Genehmigung von Suistudio

Dieser Artikel wurde zuvor auf FashionUnited.uk veröffentlicht. Übersetzung und Bearbeitung: Barbara Russ