Stolperfalle: TikTok-Nutzende warnen vor Zara-Hose

Mode
Bild: Zara.
Von Alicia Reyes Sarmiento

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In den Sozialen Medien kursieren zahlreiche Videos von Nutzer:innen, in denen eine Hose von Zara im Mittelpunkt steht. Der Anlass ist jedoch keiner, den sich eine Marke wünschen würde.

Eigentlich hat die Hose alles, was es für ein Sommer-Basic braucht. Sie fällt fließend, hat einen elastischen Bund und ist für 22,95 Euro in bis zu sechs Farben erhältlich. Damit könnte sie jeden sommerlichen Look vervollständigen, bewahrt ihre Träger:innen aber anscheinend nicht vor einem Besuch in der Notaufnahme.

Unter dem Hashtag #deadlyzarapants, was sich mit ‘Zaras Todeshose’ übersetzen lässt, teilen viele Nutzer:innen auf TikTok ihre Erfahrungen mit dem Kleidungsstück. In vielen Fällen posten sie sogar direkt aus dem Wartezimmer eines Krankenhauses. Einige Videos werden von Nachrichten wie „Ich habe die Hose heute an, wünscht mir Glück“ oder „Ich habe den heutigen Tag überlebt“ begleitet. Andere wiederum laden einfach Stürze hoch, die von Überwachungskameras aufgezeichnet wurden, und fügen nur den inzwischen bekannten Hashtag als Kontext hinzu.

Das Problem ist laut Berichten, dass die Hose so weit, lang und leicht ist, dass eine kurze Unachtsamkeit genügt, um über den eigenen Saum zu stolpern. Einige Nutzer:innen berichten von aufgeschlagenen Knien oder Ellbogen und fordern das spanische Modeunternehmen Zara auf, die Verantwortung zu übernehmen.

Screenshot des Hashtags #deadlyzarapants. Bild: TikTok.

Aus rechtlicher Sicht stellt sich die Frage, ob es sich um ein ‘fehlerhaftes Produkt’ handelt. Ein Produkt gilt als fehlerhaft, wenn es nicht die Sicherheit bietet, die man bei vorhersehbarem Gebrauch vernünftigerweise erwarten kann. Eine weite, lange Hose, auf deren Saum man treten kann, fällt normalerweise nicht in diese Kategorie. Das Risiko ist hierbei offen und offensichtlich. Wer eine sehr lange Hose trägt, rechnet damit, stolpern zu können, wenn die Länge nicht angepasst wird. Im Verbraucherrecht wird dies manchmal als ‘offensichtliches Risiko’ oder produktspezifisches Risiko bezeichnet. In der Regel führt dies nicht zu einer Haftung des Herstellers.

Es gibt jedoch Szenarien, in denen die Marke eine gewisse Verantwortung tragen könnte. Dies wäre der Fall bei einem tatsächlichen Herstellungsfehler, wie einer nachgebenden Naht oder einer von der Angabe auf dem Etikett abweichenden Länge. Auch eine falsche Größenangabe oder eine irreführende Marketingaussage über die Passform oder das Tragegefühl des Kleidungsstücks könnten dazu zählen.

In der Praxis liegt ein Großteil der Verantwortung jedoch bei den Träger:innen selbst. Die Wahl der richtigen Größe und Länge oder eine entsprechende Änderung ist eine übliche Verantwortung der Verbraucher:innen.

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