Secondhand: Vier Trends für den Frühjahr/Sommer 2026
Die Modebranche befindet sich in einem nachhaltigen Wandel. Dieser wird durch neue Erwartungen der Verbraucher:innen, regulatorischen Druck und Kostenrationalisierung angetrieben. In diesem Zusammenhang etabliert sich Secondhand-Mode als ein strukturierender Hebel und nicht nur als eine Randerscheinung. Um wettbewerbsfähig zu bleiben, darf sie jedoch nicht länger nur eine „verantwortungsvolle“ Option sein. Sie muss begehrenswert sein.
Für Frühjahr/Sommer 2026 zeichnen sich vier starke Dynamiken ab. Wenn sie gut in die Boutiquen integriert sind, ermöglichen sie es, das verfügbare Angebot, die Kund:innenerwartungen und die kommerzielle Leistung in Einklang zu bringen.
80er-Jahre-Glamour: Die Rückkehr der kraftvollen Silhouetten
Betonte Schultern, strukturierte Blazer, weiches Leder, breite Gürtel, Broschen und XXL-Accessoires: Die Ästhetik der 80er-Jahre kehrt selbstbewusst zurück. Kräftige Rottöne, gesättigte Blautöne und glänzende Akzente sorgen für eine unmittelbare Präsenz.
Hier geht es nicht um verkleidete Nostalgie. Es geht vielmehr um sichtbare Stärke, eine selbstbewusste Silhouette, betonte Sinnlichkeit und ausdrucksstarke Statement-Pieces.
Warum funktioniert das bei Secondhand?
Die 80er-Jahre bieten ein dichtes und qualitativ hochwertiges Angebot: solides Tailoring, langlebige Materialien und wiedererkennbare Schnitte. Eine strukturierte Vintage-Jacke verwandelt eine ansonsten neutrale Silhouette sofort.
In der Boutique ermöglicht dieser Trend eine Aufwertung des Sortiments. Er hebt Stücke mit starker Persönlichkeit hervor und erhöht den durchschnittlichen Warenkorb, ohne den Einkauf zu verkomplizieren.
Der Clash der Muster: Dissonanz als Markenzeichen
Markante Streifen, große Punkte, Vintage-Blumenmuster, grafische Zebra-Prints, Dalmatiner- oder Rehkitz-Muster: SS26 setzt auf Kontraste. Das Muster strebt nicht mehr nach perfekter Harmonie, sondern wird zum erzählerischen Werkzeug. Der ‚Mix and Unmatch‘-Stil ersetzt den glatten Total-Look.
Warum funktioniert das bei Secondhand?
Secondhand lebt von Vielfalt. Wo Neuware auf Kollektionskohärenz abzielt, kann Secondhand Heterogenität zu einem Statement machen.
Dieser Trend ermöglicht es, starke, manchmal isolierte Stücke durch geschickte Kombinationen zu verkaufen. Das Merchandising wird kreativ. Es geht nicht mehr darum, das Angebot zu glätten, sondern eine Geschichte zu erzählen.
Full Foulard: Das Accessoire als Umsatztreiber
Ob als Top geknotet, als Rock getragen, in die Taille gesteckt, an die Tasche gebunden oder im Haar: Das Tuch verlässt seine klassische Rolle und strukturiert die Silhouette. Es bringt Farbe, Muster und Bewegung, ohne die Garderobe zu beschweren.
Warum funktioniert das bei Secondhand?
Seidentücher, bedruckter Satin und Schals aus den 80er- und 90er-Jahren sind im Secondhand-Angebot reichlich vorhanden.
Sie ermöglichen es, die Begehrlichkeit kostengünstig zu steigern, die Produktrotation zu erhöhen und Kombinationen zu schaffen, ohne von einer komplexen Nachbestellung abhängig zu sein.
Poet Core: Intellektuelle Romantik und selbstbewusstes Erbe
Trenchcoats, zarte Spitze, Pullover mit V-Ausschnitt, Vintage-Blumenmuster, Mokassins, geknotete Tücher und schlichte Blazer: Der ‚Poet Core‘-Trend bietet eine zurückhaltendere Silhouette. Sie bewegt sich an der Grenze zwischen Preppy, Quiet Luxury und Dandy-Ästhetik.
Hier finden sich natürliche Materialien und neutrale Töne wie Ecru, Kakao, Nachtblau oder Puderrosa. Das Styling bevorzugt Lagenlooks gegenüber dem spektakulären Effekt eines einzelnen starken Stücks.
Warum funktioniert das bei Secondhand?
Diese Ästhetik wertschätzt genau das, was Secondhand am besten kann: die Patina, das Zeitlose, das edle Material und das Stück, das bereits eine Geschichte hat.
Der ‚Poet Core‘ ermöglicht es, ein beruhigendes, qualitativ hochwertiges Angebot zu schaffen. Dieses steht im Einklang mit einem bewussteren Konsum und ist unabhängig von kurzlebigeren Trends.
Trends bleiben ein strategischer Hebel für Secondhand
Mode ist zyklisch. Was auf die Laufstege und dann in die Läden zurückkehrt, existiert oft bereits in den Kleiderschränken und Secondhand-Beständen. Genau darin liegt die Stärke des Modells.
Für Fachleute, die Secondhand verkaufen, bedeutet das Aufgreifen von Trends nicht, der Neuheit hinterherzulaufen. Es geht darum, im bestehenden Angebot die Stücke zu identifizieren, die bereits dem Zeitgeist entsprechen. Denn eine nach Trends ausgerichtete Auswahl stärkt die Kohärenz des Angebots, erleichtert das Merchandising und macht das Einkaufserlebnis begehrenswerter.
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