Norrøna entwickelt mit Uluu eine Funktionsfaser aus Seetang

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Norrøna entwickelt mit Uluu eine Funktionsfaser aus Seetang Credits: Norrøna / Uluu
Von FashionUnited

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Die norwegische Outdoor-Marke Norrøna hat sich mit dem australischen Materialhersteller Uluu zusammengetan, um eine Funktionsfaser zu entwickeln, die größtenteils aus Seetang besteht.

Ziel sei es, Fasern und Stoffe zu entwickeln, die robust genug für den Outdoor-Einsatz sind, und sie eines Tages in Norrøna-Produkten zu verwenden, teilte Norrøna am Dienstag mit. Die beiden Unternehmen hätten bereits erste Fasern gesponnen. Deren Hauptbestandteil sei ein Polyhydroxyalkanoat (PHA) von Uluu, das aus Seetang gewonnen wird. Als Nächstes wolle Norrøna das Material zusammen mit einem seiner wichtigsten Lieferanten auf Haltbarkeit und Leistungseigenschaften testen.

Norrøna entwickelt mit Uluu eine Funktionsfaser aus Seetang Credits: Norrøna / Uluu

„Um Outdoor-Materialien der nächsten Generation zu entwickeln, müssen Marken schon dann aktiv werden, bevor alle Fragen geklärt sind“, sagt Jørgen Jørgensen, Geschäftsführer und Inhaber von Norrøna in vierter Generation. „Seit fast einem Jahrhundert entwickelt Norrøna Produkte, die auf die Anforderungen des Outdoor-Bereichs zugeschnitten sind. Diese Erfahrung bringen wir nun bereits in der frühen Entwicklungsphase ein und tragen so dazu bei, die Faser selbst so zu gestalten, dass sie den Anforderungen an die Outdoor-Leistungen gerecht wird.“

Für Uluu ist die Zusammenarbeit das erste Projekt im Textilbereich. Während die meisten pflanzlichen Kunststoffalternativen aus Landpflanzen hergestellt würden, gehöre Uluu zu den ersten Unternehmen, die eine solche Alternative aus Seetang produzieren. Das Verfahren ähnele dem einer Brauerei. Zucker aus dem Seetang werde in Salzwasser fermentiert. So entstehe ein natürliches Material, das sich zu Fasern verarbeiten lasse. Seetang werde ohne Ackerland, ohne Düngemittel und mit minimalem Süßwasserverbrauch geerntet. Anders als synthetische Materialien, die beim Tragen und Waschen winzige Fasern abgeben, sei das Material biologisch abbaubar und bestehe die TÜV-Prüfungen zur biologischen Abbaubarkeit im Meer und im Haushalt.

Norrøna entwickelt mit Uluu eine Funktionsfaser aus Seetang Credits: Norrøna / Uluu

„Die Natur weiß bereits, wie man Hochleistungsmaterialien herstellt“, sagt Julia Reisser, Co-Chief Executive Officer (Co-CEO) und Mitgründerin von Uluu. „Wir nutzen diese biologischen Prozesse, um Algen in natürliche, kunststoffähnliche Materialien umzuwandeln.“

Die Partnerschaft ist Teil der „Responsibility Roadmap 2029“. Darin hat sich Norrøna zehn Ziele gesetzt, die bis zum 100-jährigen Jubiläum der Marke im Jahr 2029 erreicht werden sollen. Unter anderem wolle das Unternehmen 100 Prozent seiner Rohstoffe aus unabhängig zertifizierten, verantwortungsvollen Quellen beziehen, darunter nach dem Global Recycled Standard (GRS) zertifiziertes Recyclingmaterial, nach dem Global Organic Textile Standard (GOTS) zertifizierte Bio-Baumwolle und biobasierte Materialien der neuen Generation. Bereits heute setze Norrøna in allen Kollektionen GRS-zertifiziertes recyceltes Polyester und Nylon ein und biete seit 1929 Reparaturen an. Mit der Entwicklung neuer Materialien habe die Marke Erfahrung. 1977 habe sie den ersten Gore-Tex-Jackenprototyp in Europa entwickelt.

Parallel unterstützt Norrøna seit 2024 die Bellona-Stiftung beim Zentrum für Meeresrestaurierung auf den Lofoten. Es soll die Seetangwälder Nordnorwegens wiederherstellen, die über Jahre stark von Seeigeln abgeweidet wurden.

Dieser Beitrag wurde mithilfe von KI erstellt.

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