Neue Barbie mit Ambush-Gründerin Yoon Ahn: Das Milliardengeschäft hinter der Kollaboration mit einer Ikone

Mode
Barbie x Yoon Ahn Bild: Mattel Creations
Von Florence Julienne

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Die neue Barbie ist aus der Zusammenarbeit zwischen Mattel Creations und Yoon Ahn, der Gründerin der Marke Ambush, entstanden. Sie ist ab dem 4. September 2026 erhältlich. Die Edition ist mehr als ein Sammlerstück. Sie veranschaulicht die Strategie von Mattel, das Image von Barbie zu erneuern und die Zielgruppen seiner „Power Brand“ (Leitmarke) zu erweitern.

Yoon Ahn war Finalistin des LVMH Prize 2017. Im Jahr darauf ernannte Kim Jones sie zur künstlerischen Leiterin der Schmucklinie von Dior Homme. Zudem ist sie Mitbegründerin und Kreativdirektorin der in Tokio ansässigen Streetwear-Marke Ambush, deren Handschrift sich als luxuriöser Streetstyle beschreiben lässt. Ahn ist für ihre internationalen Kooperationen mit Marken wie Nike, Louis Vuitton, Rimowa und Converse bekannt.

„Mit dieser Kollaboration wollte ich eine optimistische Zukunft entwerfen. Eine Zukunft, in der Technologie und Menschheit auf eine bestärkende und ausdrucksstarke Weise zusammenwachsen. Für mich bedeutet Zukunft nicht, die Vergangenheit hinter sich zu lassen, sondern sie auf neue Art weiterzuentwickeln“, erklärt sie in einer Pressemitteilung zur Entstehung der neuen Barbie.

Ihre Aussage knüpft an die Entwicklung von Barbie an und unterstreicht, welche Bedeutung die Puppe für die kollektive Vorstellungskraft und für die Wirtschaft des US-amerikanischen Konzerns Mattel hat.

Barbie: Eine Marke, die mehr als eine Milliarde US-Dollar bewegt

Barbie x Yoon Ahn Bild: Mattel Creations

Das Angebotsportfolio von Mattel stützt sich auf zwei Hauptpfeiler. Einerseits sind das die historischen Kernmarken wie Barbie, Hot Wheels, Fisher-Price, American Girl und das Spiel UNO. Andererseits verfügt das Unternehmen über ein weitreichendes Netzwerk strategischer Lizenzen, etwa mit dem Disney-Universum.

Die genauen Einnahmen aus den Lizenzverträgen der Mattel-Marken werden vertraulich behandelt. Bekannt ist aber, dass die weltweiten Bruttoumsätze (Gross Billings, also der Gesamtwert der abgerechneten Transaktionen) von Barbie im Jahr 2022 bei 1,49 Milliarden US-Dollar lagen und 2023 auf 1,54 Milliarden US-Dollar stiegen.

Mattel führt diesen Anstieg auf Lizenzeinnahmen im Zusammenhang mit der Veröffentlichung des Barbie-Films zurück. Der Film löste eine Welle von Lizenzprodukten und Kooperationen mit Marken aus den Bereichen Mode, Beauty und Lifestyle aus. Nach diesem außergewöhnlichen Höhepunkt sanken die Bruttoumsätze im Jahr 2024 auf 1,35 Milliarden US-Dollar.

Kooperationen als Hebel zur Erweiterung des Barbie-Ökosystems

Yoon Ahn und Barbie Bild: Mattel Creations

Über die reinen Zahlen hinaus verwandeln die Kooperationen Barbie in eine kulturelle Plattform, die sich mit verschiedenen Designer:innen, Marken und Welten immer wieder neu erfinden kann. Eine von einer Designerin wie Yoon Ahn entworfene Barbie spricht daher nicht mehr nur Kinder oder deren Eltern an, sondern auch ein mode- und designaffines Publikum, Sammler:innen und Liebhaber:innen der Popkultur.

Auf Seiten der Partner kauft sich eine Marke, die mit Barbie kooperiert, deren Bekanntheit ein. Das Phänomen „Barbiecore“ illustriert diesen Mechanismus des Begehrens perfekt. Insofern ist die neue Kooperation mehr als eine weitere Sammler-Barbie.

Mit Yoon Ahn erschließt sich die superreiche, makellos proportionierte und stets blonde Barbie 2026 ein neues Terrain. Indem sie technologische Codes in ihre Welt einlässt, macht sie diese vertrauter und damit begehrenswerter. „Die Zukunft gehört den Mädchen, die sie sich als Erste vorstellen“, fasst Ahn zusammen.

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