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Männer wollen ‘etwas anderes’: Menswear entdeckt Stickereien und handgefertigte Textilien

Die Herrenmode entdeckt Stickereien und handgefertigte Textilien für sich, die einst als altmodisch oder feminin galten. Eine Reihe moderner indischer Marken ist nun bereit, von diesem Trend zu profitieren, der von Laufstegen und Prominenten vorangetrieben wird.
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Herrenmode von Kartik Research für Herbst/Winter 2026. Bild: ©Launchmetrics/spotlight
Von AFP

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Die Herrenmode setzt zunehmend auf Stickereien und handgefertigte Textilien. Diese galten früher als altmodisch oder feminin. Mehrere moderne indische Marken dürften von diesem Trend profitieren, der von Laufstegen und Prominenten ausgeht.

Stickerei ist ein historischer Bestandteil traditioneller Kleidung in Asien und dem Nahen Osten sowie der westlichen Haute Couture. Inzwischen ist sie aber auch immer häufiger in Paris, Mailand oder New York zu sehen. Dort ziert sie moderne Hemden, Bomberjacken oder Blazer für Männer.

Designer:innen bei Dior, Dolce & Gabbana, Kenzo oder Gucci haben Stickereien in ihren jüngsten Kollektionen gezeigt. Auch Pharrell Williams, Rapper und Designer für das französische Luxushaus Louis Vuitton, widmete seine gesamte Juni-Kollektion Indien, nachdem er das Land besucht hatte.

Am Donnerstag präsentierte die in Neu-Delhi ansässige Marke Kartik Research ihre zweite Show auf der Pariser Männermodewoche. Die Marke, die für ihre moderne Interpretation traditioneller Stoffe und Handwerkskunst bekannt ist, wurde im vergangenen Jahr erstmals in den prestigeträchtigsten Modekalender der Welt aufgenommen.

„Es ist großartig, dass wir etwas mit dieser Eigendynamik aufbauen und es auf diese Weise gewürdigt wird“, sagte Gründer Kartik Kumra der Nachrichtenagentur Agence France-Presse (AFP) in einem Interview vor der Show.

Kartik Research Herbst/Winter 2026, Pariser Männermodewoche. Bild: ©Launchmetrics/spotlight

Der 26-jährige Kumra eröffnete im vergangenen Jahr einen Flagship-Store in New York. Zu seinen Kund:innen zählen der Schauspieler Paul Mescal und der Rapper Kendrick Lamar. Eine Show in Paris zu haben, sei wie als Fußballer in der europäischen Champions League zu spielen, so Kumra.

„Allein dorthin zu gelangen, bedeutet, dass man etwas richtig macht. Und wenn man einmal da ist, will man auch gut sein, und das treibt einen an“, sagte er.

‘Genderfluid’

Rikki Kher ist Gründer der ebenfalls in Delhi ansässigen Marke Kardo. Laut Kher spiegelt die Vorliebe der Männer für handgewebte Stoffe oder aufwendige Stickereien einen gesellschaftlichen Wandel wider. Gleichzeitig zeige sie den Wunsch der Branche nach Neuem.

„Mode wird von Musik und jungen Menschen angetrieben. Und junge Menschen werden immer genderfluider“, erklärte der Chef der Marke gegenüber der AFP. Das Label setzt sich bereits seit 2013 für handgefertigte, kunsthandwerkliche Textilien ein.

Stickerei scheint den gleichen Weg zu gehen wie Handtaschen und Schmuck. Diese haben in den letzten Jahren Einzug in die Herrenmode gehalten und die traditionellen Geschlechtergrenzen der Branche verwischt.

Die Begeisterung spiegelt auch ein nachlassendes Interesse an „Workwear“ oder „stillem Luxus“ wider. Diese Trends haben die Herrenmode jahrelang mit ihren schlichten und oft einfarbigen Stoffen dominiert.

„Männer suchen nach etwas anderem“, erklärte Kher, der während der Pariser Modewoche seine Herbst/Winter-Kollektion vorstellte. „Sie können sich jetzt etwas mehr ausdrücken.“

Er habe kürzlich bei großen Einzelhändlern wie dem spanischen Unternehmen Zara und dem britischen Unternehmen Marks & Spencer bestickte Hemden gesehen. Das sei ein Zeichen dafür, dass der Trend von den Laufstegen in die Läden gelangt ist, so Kher.

Weitere indische Marken, die zur Modernisierung der Handwerkstraditionen ihres Landes beitragen, sind 11.11/Eleven Eleven, Pero, Mii oder Rkive City.

Auf der Suche nach einer Geschichte

Westliche Einkäufer:innen haben die Veränderungen ebenfalls bemerkt.

„Wir kommen aus einigen Saisons, die eher neutral waren. Jetzt wollen wir alles mit Mustern und Farben neu gestalten“, sagte Franck Nauerz. Nauerz ist Leiter der Herrenmode in den Pariser Kaufhäusern Le Bon Marché und La Samaritaine.

Herrenmode von Louis Vuitton für Frühjahr/Sommer 2026. Bild: ©Launchmetrics/spotlight

„Es gibt einen echten Trend zu Stickereien, insbesondere indischen Ursprungs“, fügte er hinzu.

Carlan Pickings betreibt das Modegeschäft PPHH im australischen Melbourne. Sie sagte, dass sie in den letzten Jahren eine radikale Veränderung der Nachfrage und der Herrenmode beobachtet habe.

„Vor zehn Jahren hätten wir nie geglaubt, dass wir einmal bestickte, farbenfrohe und florale Artikel kaufen würden“, sagte sie der AFP in Paris. Dort traf sie während der Modewoche Marken, mit denen sie zusammenarbeitet.

Ihre Kund:innen wollen „etwas Interessantes, das aber auch eine Geschichte hat“.

„Die Veränderungen der letzten fünf Jahre sind wirklich interessant. Das gilt besonders für den indischen, aber auch für den japanischen Markt“, fügte sie hinzu. (AFP)

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