Mango gibt neue Nachhaltigkeitsziele bekannt

Der spanische Modekonzern Mango will zu einem nachhaltigen Unternehmen werden und hat entsprechende neue Nachhaltigkeitsziele bekannt gegeben. Demnach soll die von der Marke verwendete Baumwolle bis 2025 zu 100 Prozent nachhaltig sein, die Verwendung von recyceltem Polyester auf 50 Prozent ebenfalls bis 2025 erhöht und bis 2030 100 Prozent der verwendeten Zellulosefasern aus kontrollierten Quellen bezogen werden. Damit will Mango die Rückverfolgbarkeit der für die Kollektionen verwendeten Materialien verbessern.

„Die Ziele, die wir uns für unsere Kollektion gesetzt haben, sind das Ergebnis des festen Entschlusses, die Transformation von Mango in ein nachhaltiges Unternehmen als strategische Priorität voranzutreiben, und dieser Wandel schließt alle ein, die Teil des Unternehmens sind“, bestätigt Mango-Geschäftsführer Toni Ruiz in einer Pressemitteilung vom Freitag.

Zudem wird Mango Committed, die 2016 ins Leben gerufene nachhaltigere Kollektion der Marke, ab 2020 zu einer permanenten Kollektion, die alle Kleidungsstücke mit nachhaltigen Eigenschaften der verschiedenen Geschäftsbereiche von Mango (Woman, Man, Kids, Baby und Violeta) umfasst.

Schon im Jahr 2018 hatte Mango sich vorgenommen, bis zum Jahr 2022 50 Prozent seiner Baumwolle auf nachhaltige Baumwolle umzustellen. In diesem Jahr war das Unternehmen auch der Better Cotton Initiative (BCI) beigetreten, um den nachhaltigen Baumwollanbau weltweit zu unterstützen.

Im Oktober 2019 ist Mango zudem dem Fashion Pact beigetreten, einer globalen Allianz für ökologische Nachhaltigkeit im Textil- und Modesektor. Damit formalisiert das Unternehmen seine Bemühungen zur Schaffung eines nachhaltigeren Geschäftsmodells, die Teil seines internen Programms Take Action sind.

Das Unternehmen gibt zudem an, im Jahr 2019 insgesamt 18 Millionen Kleidungsstücke mit nachhaltigen Eigenschaften hergestellt zu haben, was der doppelten Menge des Vorjahres entspricht. Angesichts von 90 Millionen Kleidungsstücken, die von Mango pro Jahr hergestellt werden, ist das noch nicht einmal ein Fünftel und die Frage bleibt - warum reduziert das Unternehmen nicht einfach die von ihm hergestellte Menge an Kleidungsstücken, um wahrhaft nachhaltig zu werden und nicht weiter erheblich zum Kleiderberg beizutragen?

Foto: recycelter Polyester-Schal der Committed-Kollektion / Mango Website

 

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