Jetzt schließt sich auch Farfetch dem Pelzverbot an

Nachdem Luxusmodehäuser, Modemarken und -einzelhändler zunehmend auf Pelz verzichten, schließt sich jetzt auch der britische Online-Modehändler Farfetch Limited an, der zuvor ziemlich hartnäckig an seinem Pelzsortiment festgehalten hatte. Aber jetzt will das Unternehmen ab Dezember 2019 Pelz aus all seinen Kollektionen verbannen.

Den Internationalen Tierschutzbund, der Farfetch schon lange im Visier hat, freut dies ungemein: „[Wir] arbeiten bereits seit Jahren mit Farfetch an diesem Pelzverbot und gratulieren der Marke dazu, dass sie Maßnahmen ergriffen hat sicherzustellen, dass sie nicht länger zum schrecklichen Leid der Tiere im Pelzhandel beiträgt“, kommentierte Geschäftsführerin Claire Bass. „Jede neue pelzfreie Ankündigung setzt den Dominoeffekt fort, bei dem Designer und Einzelhändler die Bedeutung der Abgrenzung ihrer Marken von der Grausamkeit der Pelzindustrie verstehen“, fügte sie hinzu.

Die jüngsten Unternehmen, die sich dem Pelzverbot angeschlossen haben, sind Chanel, Jean-Paul Gaultier, Breuninger, Diane von Furstenberg, Versace, Furla und andere, die die Liste der pelzfreien Modefirmen immer länger werden lassen. Andere halten jedoch hartnäckig an ihrem Pelzangebot fest: „Die pelzfreie Revolution zeigt keine Anzeichen einer Verlangsamung und lässt Modehäuser wie Fendi und Dolce und Gabbana, die immer noch Leiden verkaufen, zunehmend veraltet und isoliert erscheinen“, kommentierte Bass dazu.

Anders als in anderen Ländern - wie zum Beispiel in Großbritannien oder Norwegen - sind Pelzfarmen in Deutschland generell nicht verboten. Laut PETA gibt es derzeit noch eine Pelzfarm in Nordrhein-Westfalen mit rund 5.000 Nerzen. Auch auf pelzfreie Städte muss Deutschland wohl noch etwas warten beziehungsweise sich an Amsterdam oder San Francisco orientieren.

Foto: Pelz - noch im Angebot bei Farfetch, aber ab Dezember nicht mehr / Farfetch Website
 

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