H&M Foundation gibt Gewinner:innen des Global Change Award 2026 für Textilinnovationen bekannt

Die Preisträger:innen des jährlichen Förderprogramms präsentieren Lösungen für Rohstoffproduktion und Nassverarbeitung zur Emissionsreduzierung.
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Gewinner:innen des GCA 2026 Credits: H&M Foundation
Von Prachi Singh

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Die in Schweden ansässige philanthropische Organisation H&M Foundation hat die zehn Gewinner:innen ihres Global Change Award (GCA) 2026 bekanntgegeben. Die Stiftung wird privat von der Familie Stefan Persson finanziert, den Gründer:innen und Mehrheitseigentümer:innen der H&M Group. Die jährliche Initiative würdigt Innovationen in der Frühphase, die darauf abzielen, Treibhausgasemissionen zu reduzieren und den Fortschritt der Textilindustrie in Richtung Netto-Null bis 2050 zu beschleunigen.

Die Gewinnerteams konzentrieren sich auf Rohstoffproduktion und Nassverarbeitung. Diese Bereiche stellen die emissionsintensivsten Stufen der textilen Wertschöpfungskette dar. Die diesjährige Kohorte präsentiert Lösungen in den Bereichen biobasierte Materialalternativen, Textil-zu-Textil-Recyclingverfahren, emissionsarme Fertigung und Anwendungen künstlicher Intelligenz (KI).

Beatrice Oldenburg, Projektmanagerin bei der H&M Foundation, erklärte: „Was dieses Jahr hervorsticht, ist nicht nur die Stärke der Ideen, sondern die Menschen dahinter. Diese Changemaker:innen verbinden ein tiefes Verständnis für reale Herausforderungen mit dem Antrieb, diese anzugehen. Ein roter Faden durch viele der Lösungen ist Ressourceneffizienz – von der Abfallreduzierung bis zur besseren Nutzung vorhandener Materialien und Ressourcen."

Kapitalspritze und Skalierungsunterstützung

Jedes der zehn ausgewählten Gewinnerteams erhält einen Zuschuss von 200.000 Euro, was etwa 231.000 US-Dollar entspricht. Die Mittel stammen aus einem Gesamtfördervolumen von zwei Millionen Euro. Neben der finanziellen Unterstützung nehmen die Gewinner:innen am einjährigen GCA Changemaker Programme teil. Dieses wird in Zusammenarbeit mit den strategischen Partnern Accenture, dem US-amerikanischen Beratungsunternehmen, und dem KTH Royal Institute of Technology, der schwedischen Technischen Universität, organisiert.

Das strukturelle Förderprogramm konzentriert sich auf Systemdenken, industrielle Vernetzung und technische Validierung. Ziel ist es, Konzepte in der Frühphase zu kommerziellen Realitäten zu skalieren. Die H&M Foundation arbeitet nach einem Non-Profit-Modell. Sie behält keine Unternehmensanteile und keine geistigen Eigentumsrechte an den teilnehmenden Unternehmen, um eine offene Übernahme im globalen Textilhandel zu fördern.

Karl-Johan Persson, Vorstandsmitglied der H&M Foundation, kommentierte: „Die Lösungen, die wir brauchen, existieren bereits – was fehlt, ist Geschwindigkeit und Skalierung. Indem wir Changemaker:innen in einem frühen Stadium unterstützen, können wir dazu beitragen, Innovationen freizusetzen, die die Textilindustrie nicht nur verbessern, sondern transformieren."

Seit ihrer Gründung 2015 hat die Initiative 66 Teams in 24 Ländern unterstützt und insgesamt zwölf Millionen Euro an nicht verwässernden Zuschüssen vergeben.

Fokus auf Rohstoffe und digitale Innovation

Die Gewinner:innen 2026 zeigen eine deutliche Verschiebung hin zu skalierbaren Biosynthetik-Materialien und systemischen Automatisierungstools. Diese sind darauf ausgelegt, fossile Polymere und ressourcenintensive Ausgangsstoffe zu ersetzen.

Der Materialsektor präsentiert mehrere Entwicklungen der nächsten Generation:

  1. Das indische Material-Start-up Canvaloop stellt Agro-Lyocell vor. Dieses Verfahren verarbeitet landwirtschaftliche Abfälle zu waldfreien Zellulosefasern, um holzbasierte Ausgangsstoffe zu ersetzen.

  2. Das schwedische Biotechnologieunternehmen ArtSilk züchtet von Spinnenseide inspirierte Fasern unter Verwendung spezifischer Mikroorganismen.

  3. Das tansanische Unternehmen KelTex stellt biologisch abbaubare Lederalternativen aus geernteten Algen her.

  4. Das britische Innovationsunternehmen Tera Mira verändert den Stretch-Wear-Sektor, indem es Algen in elastische Performance-Fasern umwandelt. Ziel ist es, synthetisches Elastan durch ein biobasiertes Pendant zu ersetzen.

  5. Das indische Unternehmen Microbeworks präsentiert MicroBlue, eine Linie biologisch abbaubarer Textilfarbstoffe. Diese sind so konzipiert, dass sie sich direkt in bestehende kommerzielle Färberei-Infrastrukturen integrieren lassen.

In den Bereichen Kreislaufwirtschaft und Softwareentwicklung nutzen die übrigen Gewinner:innen Rechenmodelle zur Optimierung von Ineffizienzen in der Lieferkette:

  1. Die US-amerikanische Technologieplattform Alu setzt Verhaltenspsychologie und KI-Modelle ein, um digitale Produktpässe in verbraucherorientierte Tools für Reparatur, Wiederverkauf und Kreislaufwirtschaft zu verwandeln.

  2. Das britische Entwicklungsunternehmen EntroMetrix erstellt proprietäre KI-Modelle, um einen digitalen Zwilling von Fabrikhallen einzusetzen. Dies ermöglicht Herstellern, Energie- und Rohstoffverschwendung zu reduzieren.

  3. Das französische Textilrecyclingunternehmen Fiberly extrahiert Zellulose aus Post-Consumer-Abfällen mittels grüner Chemie. Diese wird zu technischen Fasern rekonstruiert, die die Leistungseigenschaften von Baumwolle replizieren.

  4. Das US-amerikanische Biochemieunternehmen Rhea's Factory entwickelt RheaCycle. Dabei werden KI-designte Enzyme eingesetzt, um Polyester-Textilabfälle in Monomer-Bausteine in Neuware-Qualität aufzuspalten.

  5. Das bangladeschische Fabrikautomatisierungsunternehmen threadBridge führt Smart Glasses mit integrierter Computer Vision ein. Diese automatisieren die Echtzeit-Erkennung von Stofffehlern während der Produktion.

Die laufende Initiative steht im Einklang mit dem Auftrag der Stiftung, die globale Bekleidungsindustrie dabei zu unterstützen, ihre gesamten Treibhausgasemissionen alle zehn Jahre zu halbieren.

Dieser Artikel wurde mithilfe von digitalen Tools übersetzt.

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