Gothic im Überfluss und griechische Klassiker: Sieben Trends der London Fashion Week HW26
Die der London Fashion Week ist zu Ende gegangen. Diese Ausgabe für die kommende Herbst/Winter 2026 Saison war geprägt von Zweideutigkeit, Chaos und nostalgischen Referenzen. Während einige Laufstege stark vom Popkultur-Diskurs geprägt waren, blieben andere fest bei den klassischen Elementen. Hier sind einige der prägenden Trends für HW26.
Gothic im Überfluss und Sturmhöhen
Die reichliche Präsenz von Korsetts und Schnürungen auf dem Laufsteg folgte passenderweise der Veröffentlichung von Emerald Fennells Wuthering Heights. Dies ist eine modernisierte Nacherzählung des berühmten Schauerromans, der den Popkultur-Diskurs des letzten Monats dominierte. Die Designer:innen schienen diese Themen unbewusst in ihre Kollektionen zu integrieren. Viele zeigten zeitgenössische Interpretationen von Kostümen, die für das 19. Jahrhundert stehen.
Ein Kleid von Simone Rocha ging sogar so weit, unbeabsichtigt eine bestimmte Szene aus dem neuen Film darzustellen. Die mit Bändern durchflochtenen Zöpfe von Catherine Earnshaw, gespielt von Margot Robbie, erscheinen in einem übertriebenen Korsettkleid.
An anderer Stelle wurden Gothic-Details in unterschiedlichen Techniken erforscht. Dramatische Spitzkragen waren ein Hauptbestandteil der Kollektion von Paul Costelloe. Argo Studio hingegen bezog sich auf Folklore und traditionelles Handwerk – allerdings mit einer schärferen Note.
Einige Designer:innen griffen Trends aus noch ferneren Zeiten auf. Die Halskrause, ein markanter, federähnlicher Kragen, der Mitte des 16. Jahrhunderts getragen wurde, erhielt eine moderne Interpretation. Sie erschien als markantes Detail, wie in der gesamten HW26-Linie von Keburia zu sehen war, trat aber auch in subtileren Formen auf, etwa bei Dreaming Elis Spitzen-Design.
Willkürliches Layering
In dieser Saison schienen die Designer:innen die konventionellen Formen alltäglicher Silhouetten herauszufordern, indem sie die Regeln des Layerings neu interpretierten. Klassische Kleidungsstücke verloren ihre ursprüngliche Bedeutung und wurden so verändert, dass sie fast neue Funktionen erfüllten.
Bei Fashion East wurden die Schichten fast unkenntlich und erschienen willkürlich über den Models. Toga hingegen formte überraschende Silhouetten, indem Strickjacken und Hemden neu arrangiert wurden, um taillenumschmeichelnde Formen zu schaffen. Bora Aksu entschied sich wiederum dafür, so viele Teile wie möglich in einem Look zu präsentieren, oft mehrere Blusen, dramatische Schleier und bauschige Röcke kombiniert.
Schäfchenweich
Ein Material, das in dieser Saison besonders auffiel, erinnerte an Rohwolle oder Fell. Die Designer:innen setzten diese Textur hauptsächlich als zusätzliches Accessoire ein. Mützen, Schals und Handschuhe waren mit dem zotteligen Material verziert und wurden typischerweise zu schlichteren, lässigen Silhouetten kombiniert. Bei Jacken waren die Formen voluminöser, wie bei Toga, wo flauschige Mäntel übereinander geschichtet wurden und unstrukturierte Formen annahmen.
Mehrdeutiges Tailoring
Androgynes Tailoring betrat auf dieser LFW eine neue Ära. Einige Designer:innen hielten bei den Blazern klassische Formen bei, verliehen den Hemden jedoch eine neue Wendung. Gothic-Elemente blieben in hochgeschlossenen Blusen und mittelalterlichen Rüschen präsent. Andere Kollektionen übertrieben das Blusen-Design, etwa durch überbetonte Kragen oder verlängerte Ärmel, was den traditionellen Looks mehr Flair verlieh.
Griechische Klassiker
Die Präsenz von schlichten, seidigen Kleidern deutete auf die Begeisterung für klassische Abendmode hin. Einfache Formen bewahrten moderne Eleganz. Designer:innen werteten die Looks durch dezente Accessoires wie Schals oder Gürtel auf oder arbeiteten subtile Details ein, die den bodenlangen Stücken mehr Textur verliehen.
Power-Dressing
Damenanzüge strahlten in dieser Saison Macht und Präsenz aus. Designer:innen ließen sich von vergangenen Epochen inspirieren, um markante Formen und einzigartige Schnitte zu kreieren. Tolu Coker stach mit einer Kollektion kraftvoller Anzüge hervor, in prägnanten Farben von Kobaltblau bis Limettengrün. Paul Costelloe erforschte in fast seiner gesamten Linie verschiedene Anzugsformen, die alle starke Schultern und strukturierte Linien beibehielten.
Militärjacken
Eine vorherrschende Silhouette war die Militärjacke, insbesondere im napoleonischen Stil. Der Look erschien als maximalistische, theatralische Ergänzung in mehreren Kollektionen. Er weckte ein Gefühl der Nostalgie und stellte das historische Kleidungsstück gleichzeitig einem neuen Gen-Z-Publikum vor.
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