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Digital Design & Content Managerin: Zwischen E-Commerce-Shooting und KI-Experimenten

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Credits: Calida
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Wie wird der gesamte digitale Auftritt einer Modemarke gesteuert? Rita Pico, Teamlead Digital Design & Digital Content bei Calida, steht im Zentrum dieser Frage. In ihrer Position verantwortet sie die gesamte visuelle Kommunikation – von der Konzeption großer E-Commerce-Shootings bis zur strategischen Content-Planung für Social Media. Dieser Einblick beleuchtet die komplexen Abläufe in der Fashion-Kommunikation: die Notwendigkeit, immer eine Saison im Voraus zu denken, die essenzielle Rolle von Trend- und Inspirationsrecherche, und die Veränderungen im Kreativprozess durch den Einsatz von Künstlicher Intelligenz. Rita Pico teilt ihre Perspektive, welche Fähigkeiten in diesem dynamischen Feld wirklich zählen und warum Authentizität für Designer unverzichtbar ist.

Was steckt hinter dem Job Teamlead Digital Design & Content Managerin Marketing?

Als Teamlead Digital Design & Digital Content leite ich ein kleines Kreativteam in Bruckmühl. Unsere Aufgaben umfassen die gesamte Palette digitaler Inhalte: Newsletter, visuelle Kommunikation für alle Kanäle, Website- und Social-Media-Betreuung.

Ein wichtiger Schwerpunkt liegt auf der optimalen Produktpräsentation. Das reicht von der Bildidee über das E-Commerce-Shooting bis zur finalen Aufbereitung für den Online-Shop. Kurz gesagt: Wir gestalten, planen und produzieren alle visuellen Inhalte, die den digitalen Markenauftritt von Calida prägen.

Wir führen zweimal jährlich große E-Commerce-Shootings mit Models durch – und das immer eine Saison im Voraus. Das bedeutet, wir müssen ständig in zwei Zeiträumen gleichzeitig denken: Wir arbeiten mit den aktuellen Produkten für die laufenden Kampagnen (Newsletter, Social Media) und entwickeln parallel bereits Inhalte für die übernächste Kollektion. Diese Vorausschau ist wertvoll, da wir die kommenden Kollektionen dadurch sehr gut kennenlernen und so auch für die aktuelle Saison noch bessere Inhalte gestalten können.

Was sind deine Schnittstellen? Arbeitest du fest mit dem Marketing zusammen?

Unser Team ist Teil des Marketings, und wir arbeiten eng mit den Kollegen in Sursee zusammen. Für jede Saison erhalten wir Briefings und Kampagnenpläne.

Sobald diese Informationen vorliegen, starten wir direkt mit der kreativen Umsetzung. Nehmen wir den Valentinstag als Beispiel: Wir wissen, welche Produkte und Farben im Fokus stehen. Basierend darauf entwickeln wir ein visuelles Konzept – inklusive passender Typografie, Farbwelt und Präsentationsstil.

Wir greifen dabei primär auf Material aus unseren Image- und E-Commerce-Shootings zurück. Falls uns etwas Spezielles fehlt – etwa bestimmte Detailaufnahmen oder Szenen – planen wir zusätzliche Shootings, oft ohne Models, um Produkte oder Styles gezielt hervorzuheben. Die Entwicklung der Kampagnen erfordert eine enge Zusammenarbeit mit unseren Marketingkollegen im Voraus.

Wo sucht ihr Inspiration für die Kollektionen?

Wir starten immer bei der Proto-Kollektion, die wir vom Head of Design erhalten. Das Designteam orientiert sich stark an internationalen Fashion-Shows, da dort Trends, Farben und Materialien frühzeitig erkennbar sind.

Weitere wichtige Quellen sind Trendplattformen mit Analysen und Berichten sowie Social-Media-Kanäle wie Instagram, Pinterest oder auch Arena. Dort sehen wir schnell, welche Stile und visuellen Ansätze gerade funktionieren.

Für mein Team ist es entscheidend, bewusst Zeit für Recherche und Inspiration einzuplanen. Ich starte meinen Arbeitstag meist mit etwa 30 Minuten Inspiration: Ich durchforste Social Media, News und spezialisierte Plattformen. Das gehört für uns zum Designer-Alltag, um kreativ, frisch und gut informiert zu bleiben.

Wie bist du zu deinem Job gekommen?

Ich habe mich schon immer für Mode und Gestaltung interessiert, mein Vater ist Architekt, was meinen Blick für Formen und Ästhetik früh geschärft hat. Ich habe Kommunikation und später Fashion Communication studiert. Das Studium ist natürlich wichtig – aber genauso wichtig ist es, früh praktische Erfahrungen zu sammeln. Praktika sind dabei sehr ratsam und wichtig, man gewinnt wichtige Eindrücke und lernt viel über die Aufgaben und Abläufe in der Modebranche.

Außerdem spielt das eigene Portfolio eine große Rolle. Es sollte zeigen, wer man ist, wie man denkt und was man kreativ kann. Nicht nur die Ausbildung oder das, was im Lebenslauf steht, zählt – sondern vor allem das, was man visuell präsentieren kann. Wenn wir Bewerbungen für unser Team ansehen, achten wir besonders auf die visuelle Qualität des Portfolios. Es sollte gut gestaltet, klar strukturiert und aussagekräftig sein. Das eigene Bild nach außen ist unglaublich wichtig, besonders in Design, Marketing und Mode. Ein gutes Image, Praktika, wenn möglich. Das ist der beste Weg, um deinen Platz in einem internationalen Modeunternehmen zu finden.

Was für Skills und Fähigkeiten braucht man in deinem Job?

Zu den wichtigsten Fähigkeiten gehört ein gutes Auge – ein Gefühl für Ästhetik. Um dieses Gespür zu entwickeln, ist es sehr hilfreich, regelmäßig mit Kunst, Fotografie und kreativen Projekten in Kontakt zu sein. Für mich ist es entscheidend, neugierig zu bleiben und auch andere Bereiche zu beobachten, die mit Mode verbunden sind: Design, Architektur, sogar die Möbel- oder Kulturbranche.

Neben dem kreativen Talent braucht man natürlich auch technische Fähigkeiten. Gerade heute, mit Themen wie KI, ist es ein Vorteil, sich gut in verschiedenen Programmen auszukennen und sich gerne Neues in dem Bereich aneignen zu wollen.

Und man darf nicht vergessen: Vieles von dem, was man im Alltag erlebt, bringt man später ins Team und in kreative Prozesse ein. Wenn man beispielsweise auf einem Wochenendtrip etwas Spannendes auf der Straße oder in einem Schaufenster entdeckt – all das sind Eindrücke, die später Ideen auslösen können. Es ist wichtig, sich inspirieren zu lassen und all diese Eindrücke dann später in die kreativen Prozesse einfließen zu lassen, so wird dieser viel lebendiger.

KI ist in den letzten Jahren sehr relevant geworden, wie beeinflusst es deinen Job jetzt?

Wir arbeiten bereits eng mit KI-Tools, insbesondere im Bereich unserer E-Commerce-Shootings. Für einige Produktserien nutzen wir schon KI-Bilder, momentan noch in Zusammenarbeit mit einer externen Agentur. Wir sehen KI als große Chance und experimentieren aktiv mit ihren Möglichkeiten, sei es bei KI-Bildern mit Modellen oder neuen visuellen Stilen.

Ich finde es großartig, wenn Bewerber in ihrem Portfolio bereits eigene KI-Experimente zeigen. Man muss kein Profi sein; entscheidend ist die Neugier und der Wille, eigene Ideen mit diesen Tools umzusetzen.

Hast du Angst, dass KI deinen Job übernehmen könnte?

Ich habe keine Angst vor KI. Ich sehe sie als hilfreiches Werkzeug zur Unterstützung. Aber KI ist kein Mensch. Das, was wir als Designer wirklich brauchen – ein eigenes ästhetisches Gespür und Authentizität – kann eine Maschine nicht ersetzen. Kreativität, Gefühl, Persönlichkeit kommen vom Menschen. Designer müssen ihren eigenen Stil und ihre kreative Handschrift weiterentwickeln.

Was sind deine Daily Tasks, die du zu erledigen hast?

Ein großer Teil meiner täglichen Arbeit besteht darin, mich mit aktuellen Trends zu beschäftigen. Das ist für mich ein fester Bestandteil des Tages – sowohl für Projekte, an denen ich gerade arbeite, als auch für Kampagnen der Zukunft. Wir planen zum Beispiel jetzt schon die Weihnachtskampagne für das nächste Jahr. Jetzt ist genau der richtige Zeitpunkt, Inspirationen dafür zu sammeln. Dieser Teil macht bestimmt 40 % meines Arbeitsalltags aus.

Der zweite große Bereich ist die Koordination meines Teams. Wir arbeiten an vielen verschiedenen Themen gleichzeitig: Newsletter, Shootings, Paid-Media-Assets, Social-Media-Content und vieles mehr. Mir ist wichtig, dass alle Inhalte, die wir produzieren, zur Marke passen und ein stimmiges Gesamtbild ergeben – egal, auf welchem Kanal sie erscheinen. Für mich ist es wirklich wichtig, die Marke zu kontrollieren, damit alle Inhalte, die wir für die Marke erstellen, in jedem Kanal eine harmonische Einheit bilden. Ich organisiere außerdem auch Projekte und bearbeite viele Projekte noch im Detail.

Was machst du am liebsten in deinem Job?

Die Shootings gehören zu den größten und wichtigsten Projekten. Sie erfordern viel Planung und Koordination, sowohl intern als auch mit externen Partnern. Das Erfolgserlebnis, wenn man nach all der Vorbereitung die finalen, stimmigen Bilder sieht, ist unglaublich erfüllend.

Als abschließende Frage, warum hast du dich dafür entschieden bei CALIDA zu arbeiten und nicht bei einer anderen Firma?

Ich arbeite wirklich gerne bei CALIDA, und ich habe mich bewusst für das Unternehmen entschieden. Calida ist eine europäische Marke mit europäischer Produktion. Das bedeutet kürzere Wege, mehr Transparenz und eine nachhaltigere Herstellung. Die hohe Qualität der Materialien und der Anspruch an Nachhaltigkeit sind im gesamten Unternehmen spürbar – das war ein Hauptgrund für meine Entscheidung.

Zudem mag ich die Produkte persönlich sehr. Für mich ist es wichtig, hinter der Marke zu stehen. Das ist für mich persönlich sehr wichtig, denn ich habe früher auch für Marken gearbeitet, deren Produkte mich nicht überzeugt haben – und da fehlt einfach ein Stück Motivation. Bei CALIDA ist das ganz anders: Ich kann die Produkte mit gutem Gefühl tragen und weiterempfehlen.

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