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Die Top Handels- und Mode-Trends für 2017

Von Vivian Hendriksz

26. Dez. 2016

Mode

Science Fiction könnte eines der wichtigsten Schlagworte 2017 werden, wenn man Retail Analytics Firma Edited Glauben schenkt. Laut deren Vorhersage wird der Trend im Handel hin zu künstlicher Intelligenz, nachhaltigem Design und Mode, die von der Netflix Serie ‚Stanger Things’ beeinflusst wird, tendieren.

Künstliche Intelligenz hilft bei der Personalisierung

Die weitsichtigsten Händler setzen aktuell voll auf die neusten technologischen Entwicklungen und sogenannte ‚Deep Learning’-Maschinen, insbesondere Datenanalysen und künstliche Intelligenz, die auf den Kunden zugeschnittene Angebote und ein besseres Targeting ermöglichen. Onlineshopping-Plattformen und die Sozialen Medien bieten Händlern präzise Einblicke in das Kaufverhalten ihrer Kunden, einen ‚digitalen Fußabdruck’ sozusagen. Je länger diese Spur zurückreicht, desto einfacher ist es für den Händler, eine maßgeschneiderte Auswahl an Produkten anzubieten, wenn der Kunde das nächste Mal im Online-Shop vorbeikommt.

Wenig überraschend ist es, dass Edited die KI-Software bereits dazu einsetzt, Kleidungsstücke auf Fotos und Bildern zu für seine Datenbank identifizieren. Künstliche Intelligenz wird auch von anderen Händlern angeboten, so zum Beispiel das Outerwear-Unternehmen North Face, bei der das Tool genutzt wird, um den Kunden personalisierte Vorschläge, basierend auf deren Shoppingverhalten und Suchhistorie, zu unterbreiten. Auch auf dem Produktlevel bemühen sich die Anbieter um Personalisierungsservice, so zum Beispiel mit Monogrammstickereien auf Accessoires, Handtaschen oder Schuhen.

Nachhaltiges Design kommt

Die Modeindustrie, genau wie der Handel, hat seit Langem bemerkt, dass der Druck, das aktuelle Businessmodell zu ändern, wächst. Insbesondere eine nachhaltigere Arbeitsweise in allen Bereichen wird gefordert. Das schließt Produkte, Produktverwendung, -Entsorgung und –Innovation ein. Insbesondere Fast Fashion und Nachhaltigkeit werden als gegensätzlich betrachtet, und Händler haben es schwer, sich in der Mitte zu positionieren. Mit wachsender Nachfrage seitens der Kunden nach nachhaltigen Produkten soll laut Edited 2017 die Trendwende im Modebusiness vollzogen werden.

Qualitativ hochwertigere Produkte, die länger halten und weniger Schaden an der Umwelt anrichten, und dem Kunden darum mehr zusagen, werden für den Handel zukünftig unumgänglich. Modeketten, die bereits auf teilweise nachhaltigere Produktion umgerüstet haben, beinhalten H&M und Zara.

Lifestyle-Angebote weiter ausbauen

2016 war das Jahr des Durchbruchs für Unterkategorien wie ‚Athleisure’, die bis 2020 einen Umsatz vom 84 Milliarden Dollar erreichen soll. Die Geburt dieser Kategorien wirft ein neues Licht darauf, wie einige Modeketten sich zu globalen Lifestylebrands umstrukturieren. Zara oder Kate Spade lancierten in diesem Jahr Active- oder Atheisurewear-Linien und Sportswearbrands taten sich mit Celebrities zusammen, um ihren Modeaspekt weiter auszubauen, siehe Adidas und Kanye West — eine Entwicklung, die diesen Aspekt für 2017 weiter unterstreicht.

Für 2017 sieht Edited Modehändler weiter in kleinere Nischenmärkte vordringen und sich besser an die sich ständig ändernden Bedürfnisse und wechselnde Lifestyles der Kunden anpassen. Sie sollen auch ihre stationären Angebote weiter zu Orten der Shopping-Experience ausbauen, in denen Prosecco-Bars, Nagelstudios oder Grooming Bars den Kunden ein umfassendes Shoppingerlebnis bieten, um sich stärker von Mitbewerbern abzuheben und Kunden länger im Store verweilen zu lassen.

Mobile Innovationen binden Kunden

Im vergangenen Jahr wurden mobile Geräte zur meistgenutzten Internettechnologie, und das auch beim Online-Shopping. Nun, wo das Smartphone der meist genutzte Access Point ist, müssen sich Händler mehr denn je auf den sozialen Medien um Kunden bemühen. Plattformen wie Instagram und Snapchat sowie die neuesten Technologien wie zum Beispiel Virtual Reality, Augmented Reality und 360-Grad Videos werden eingesetzt, um Produkte zu verkaufen.

Topshop war einer der ersten Modehändler, der seinen Kunden die Möglichkeit gab, seine Modenschau per 36ß-Grad-Viodeo live mitzuverfolgen, während Brands wie Diesel mit Technologieunternehmen zusammenarbeiten, um einzigartige Virtual Reality-Erfahrungen zu schaffen. Ob es nun darum geht, den Kunden einen 360-Grad-Einblick in Events zu ermöglichen, oder Virtual Reality zu nutzen, um zu zeigen, wie ein bestimmtes Teil am Körper sitzt: Mobile Innovationen bieten eine einzigartige Möglichkeit, den Kunden in die Markenwelt eintauchen zu lassen.

Ein Throwback in die 80er ist Schlüsseltrend 2017

’Stranger Things’ war wohl die Hitserie des Jahres 2016. 2017 wird der Einfluss der Serie weiter anwachsen, wenn man Emily Bezzant, Head Analyst bei Edited, Glauben schenkt. 2017 soll die zweite Staffel bei Netflix erscheinen und die Fashion Vibes der Serie bringen Power Suits und weite Hosen fürs Büro sowie schulterfreie Tops und Rüschen mit sich. Mikrotrends mit 80er-Jahre-Flair werden in allen Bereichen erwartet, so auch bei Denim, der bestickt und mit Applikationen daherkommen wird, oder in Form von Vintage-T-Shirts sowie als Hosen mit Steigbügel.

Denim-Schnitt 2017: Mom-Jeans

Die Mom-Jeans bleibt auch 2017. Mit ihrem charakteristischen karottenartigen Bein legt sie weiter an Beliebtheit zu, die sich auch bei geringen Rabattierungen in hohen Umschlagzahlen bemerkbar machte, so legen die Daten von Edited nahe. Die Mom-Jeans bleibt daher in 2017 sowohl am oberen, wie auch am unteren Ende des Modemarktes ein Key-Item. So sah man die Mom-Jeans verstärkt auch auf den Spring/Summer 2017 Catwalks.

Homepage Foto: Netflix

Foto 1: Devices, Pexels

Foto 2: Sustainable dress, Zur Verfügung gestellt von H&M

Foto 3: Zur Verfügung gestellt von Kanye West/Adidas

Foto 4: Tommy Hilfiger VR store experience, Zur Verfügung gestellt von Tommy Hilfiger

Foto 5: Barbara und Nancy aus 'Stranger Things', Zur Verfügung gestellt von Netflix

Foto 6: Mom Jeans, Pexels