Adidas x Parley: Anzahl recycelter Sneakers soll mehr als verdoppelt werden

Vor zwei Jahren hatte Adidas eine Million zusammen mit der Umweltinitiative Parley for the Oceans produzierte Turnschuhe aus Meeresplastik verkauft; im vergangenen Jahr waren es 5 Millionen und in diesem Jahr sollen es 11 Millionen werden. Dies gab das Herzogenauracher Unternehmen in einer Pressemitteilung am Montag bekannt.

„Mit Adidas-Produkten aus recyceltem Plastik bieten wir unseren Kunden einen echten Mehrwert über Aussehen, Funktionalität und Qualität des Produkts hinaus, denn jeder Schuh ist ein kleiner Beitrag zum Erhalt unserer Ozeane. Nach einer Million Paar produzierter Schuhe im Jahr 2017, fünf Millionen in 2018, wollen wir im kommenden Jahr elf Millionen Paar Schuhe mit recyceltem Plastikabfall produzieren“, kommentierte Eric Liedtke in der Mitteilung, Vorstandsmitglied von Adidas und verantwortlich für Global Brands.

Zusammen mit Parley for the Oceans nutzt der Sportartikelhersteller an Stränden und Küsten angeschwemmten Plastikmüll, um Garn herzustellen, das hauptsächlich für das Obermaterial der Turnschuh verwendet wird.

„Nachhaltigkeit geht bei Adidas weit über recyceltes Plastik hinaus“, ergänzte Vorstandsmitglied Gil Steyaert, verantwortlich für Global Operations. „Auch bei der Fertigung unserer Produkte arbeiten wir kontinuierlich daran, unsere Umweltbilanz zu verbessern. Das betrifft beispielsweise die Nutzung nachhaltiger Materialien, die Reduzierung der CO2-Emissionen und die Müllvermeidung. Alleine 2018 haben wir in unseren Büros, Einzelhandelsgeschäften, Lagern und Distributionszentren weltweit mehr als 40 Tonnen Plastikmüll einsparen und durch nachhaltigere Lösungen ersetzen können.“

Erst vor wenigen Tagen hatte Adidas die erste Tennis-Kooperation mit Parley angekündigt. Das heißt, Tennisgrößen wie Sascha Zverev, Caroline Wozniack, Angelique Kerber und Jelena Ostapenko werden bei den Australian Open Tennisbekleidung aus Parley Ocean Plastic tragen. Dieses wird auch für andere offizielle Sportbekleidung verwendet, so etwa das Champions League-Trikot des FC Bayern München und Real Madrid-Jerseys.

Darüber hinaus will Adidas in allen Produkten bis 2024 möglichst nur noch recyceltes Polyester einsetzen. Als Gründungsmitglied der Better-Cotton-Initiative bezieht das Unternehmen inzwischen ausschließlich nachhaltig produzierte Baumwolle. Bereits seit 2016 gibt es in den Geschäften von Adidas auch keine Plastiktüten mehr. Kürzlich hatte das Unternehmen im Rahmen des UN-Klimagipfels im polnischen Kattowitz die Klimaschutz-Charta für die Modebranche unterzeichnet und dabei unter anderem die Reduzierung der Treibhausgasemissionen um 30 Prozent bis 2030 zugesagt.

Foto: Adidas Newsarchiv
 

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