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White Milano AW26-27: Innovation und Nachhaltigkeit im Fokus der Modebranche

Neben historischen Namen wie Gattinoni präsentierte die Messe auch Nischenlabels wie Lucille Thievre, Susan Fang und La Stramberia.
Messen
Ready-to-wear Herbst/Winter 2026-2027. Bild: Gattinoni
Von Isabella Naef

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Auch bei dieser Ausgabe bestätigte sich die White Milano als Plattform, die frischen, avantgardistischen Marken und handwerklichem Können Sichtbarkeit verleiht. Bei ihrer Eröffnung am vergangenen Donnerstag erläuterte Matteo Zoppas, Präsident der italienischen Agentur für Außenhandel (ICE), die Bemühungen seiner Agentur. Diese widmet sich der Förderung und Internationalisierung italienischer Unternehmen aller Größen sowie dem Finden von Lösungen.

Die Anstrengungen zeigten sich darin, die Teilnahme vieler Einkäufer:innen an der Mailänder Messe White zu fördern, die am Samstag im Stadtteil Tortona endete. Zudem wurde der Weg für große, kleine und mittlere Unternehmen ins Ausland erleichtert.

Frischen Wind brachten Projekte, deren Daseinsberechtigung in der Nachhaltigkeit liegt, aber auch historische Labels wie Gattinoni. Das italienische Modehaus feiert dieses Jahr sein 80-jähriges Bestehen und hat die von Massimiliano Bizzi gegründete Messe für den Relaunch seiner Ready-to-wear-Kollektion gewählt.

Über 300 Marken vertreten

„Die Februarausgabe steht im Zeichen der Innovation. Sie bestätigt die Fähigkeit der Messe, sich weiterzuentwickeln und visionär auf die Bedürfnisse der internationalen Einkäufer:innen zu reagieren, deren Zahl sich dank der Unterstützung der ICE verdoppelt hat. In diesem Kontext erweist sich das Format als solide und zukunftsorientiert. Es bringt seine Berufung zum Dialog zwischen Forschung, Design und Qualität voll zum Ausdruck“, kommentierte Bizzi.

Die Messe White Milano endete am Samstag, dem 28. Februar. Bild: FashionUnited

Die 2021 gegründete Pariser Marke Lucille Thievre verbindet beispielsweise Design, Forschung und Qualität. Sie zeichnet sich durch ihre Jersey-Verarbeitung aus und kreiert Drapierungen, die den Körperlinien folgen, anstatt sie einzuengen. So entsteht eine natürliche Silhouette. Wie Designerin Lucille Thievre gegenüber FashionUnited erklärte, „ist Jersey nicht nur ein idealer Stoff, um die weibliche Figur zu betonen, sondern zeichnet sich auch durch einen Komfort und eine Passform aus, die ihn für verschiedene Jahreszeiten geeignet machen.“

Die Designerin studierte am Institut Français de la Mode (IFM) in Paris und verfeinerte dort ihr Verständnis für Technik und Silhouette. Ihre ersten beruflichen Erfahrungen sammelte sie bei Hermès und später bei Givenchy. Dort perfektionierte sie ihr Handwerk, bevor sie 2021 ihr eigenes Modehaus gründete.

Lucille Thievre. Bild: FashionUnited

Ihre Arbeit wurde mit mehreren Preisen ausgezeichnet: 2019 beim Modefestival in Hyères und 2024 als Gewinnerin des Grand Prix de la Création de la Ville de Paris. Der intuitive, materialorientierte und in generationenübergreifendem Savoir-faire verwurzelte Weg der Designerin bildet das Herzstück ihres gleichnamigen Modehauses.

Vollständig auf Nachhaltigkeit ausgerichtet ist das Projekt Boucharouite, aus dem farbenfrohe und sehr schicke Babouches entstehen. Das Projekt ist aus einer Reihe von Kooperationen zwischen Designerin Calla Haynes und verschiedenen Handwerker:innen hervorgegangen. Es verfolgt drei Ziele des nachhaltigen Designs: Abfallreduzierung durch das Recycling von Textilresten, Unterstützung des Handwerks und die Schaffung schöner, zeitloser Objekte, die Traditionen weiterführen und ihr Überleben sichern.

Calla-Schuhe. Bild: FashionUnited

Calla Haynes ist von der Leidenschaft angetrieben, Lösungen zu finden, damit die Mode- und Textilindustrie stärker zirkulär wird. Sie möchte die Verbraucher:innen über Produktionspraktiken, Konsum und die Bedeutung der Unterstützung unabhängiger Handwerker:innen aufklären.

Die nachhaltige Babouche-Slipper-Linie verkörpert bewusstes Design und zelebriert marokkanische Handwerkskunst. Jedes Paar ist handgefertigt und ein Unikat, das durch das Upcycling von Vintage-Berberteppichen entsteht. Die Schuhe sind Ausdruck von Farbbrillanz und Liebe zum Detail und in einer Vielzahl von Farben und Texturen erhältlich.

Von Marokko in die Lombardei: Ella Lago di Como ist eine italienische Marke, die auf der White Milano ihre neue Kollektion für Herbst/Winter 2026/2027 präsentierte. Das Projekt entstand am Ufer des Comer Sees. Im Mittelpunkt steht Cariaggi-Kaschmir, der zu den besten Qualitäten auf dem internationalen Markt zählt. Er wird in Italien verarbeitet und durch die Kombination mit feinem Leder und Pelzeinsätzen aufgewertet. Diese werden nach Struktur, Weichheit und Optik ausgewählt.

Ella Lago di Como war auf der White Milano vertreten. Bild: Ella Lago di Como

Die Farben erinnern an die Tiefen des Comer Sees in den kälteren Jahreszeiten: intensive Blautöne, mineralische Grautöne, Steinnuancen, Waldgrün und metallische Reflexe, die an das Licht auf dem Wasser erinnern.

Ein weiteres Markenzeichen der Kollektion ist die Seide vom Comer See, Ausdruck einer weltweit einzigartigen Textiltradition. Neben Strickwaren und Oberbekleidung aus Kaschmir und Leder gibt es auch handbemalte Jeans-Unikate. Jeder malerische Eingriff ist unwiederholbar und verwandelt Denim in eine exklusive künstlerische Leinwand. „Wir setzen auf Personalisierung, sodass die Kund:innen ihr Wunschmotiv auswählen und bestellen können“, erzählt Laura Zancanella, Gründerin, Chief Executive Officer (CEO) und Kreativdirektorin der Marke, gegenüber FashionUnited.

Von Kaschmir zu den Pelzen von Olivia V. Das Pelzlabel setzt auf junge, tragbare Schnitte und Farben. Die für das Stadtleben entworfenen Kleidungsstücke kombinieren Pelz mit technischen Materialien und weiterentwickelten Streetwear-Formen.

Die Farbpalette verbindet natürliche Töne mit urbanen Akzenten. Milchiges Eis, Kreidebeige und Vulkangrau bilden eine neutrale und elegante Basis, perfekt für Wende-Kleidungsstücke und Lagenlooks. Kräftigere Akzente wie synthetisches Moos und satiniertes Kupfer verleihen eine technische und zeitgenössische Note. Tiefe Töne wie glänzende Tinte, Aubergine und Kakao sorgen für Intensität.

Susan Fang verwendet experimentelle Stoffe; eine weitere internationale Marke, die vom White Milano-Team für die „Secret Rooms” ausgewählt wurde -- exklusive, kuratierte Räume, die neue Talente vorstellen. Die 2017 von der gleichnamigen Designerin gegründete Marke zeichnet sich durch eine ätherische Ästhetik und die Verschmelzung von Handwerk und Technologie aus. Fang, Absolventin des Central Saint Martins, entwirft Kollektionen, die sich durch experimentelle Stoffe, skulpturale Techniken und emotionale Narrative auszeichnen.

Einen „Secret Room“ gab es auch für die Marke Mii. Sie verbindet indische Handwerkskunst mit französischer Eleganz und zelebriert Handarbeit und leuchtende Farben. Dabei werden alte Handwerkstechniken wie Stickerei, Weberei und Blockdruck unter Verwendung natürlicher Materialien wie Baumwolle, Seide, Wolle und Kaschmir neu interpretiert.

Der Mii-Stand. Bild: FashionUnited

Zu den weiteren Marken, die auf der Messe im Stadtteil Tortona vertreten waren, gehörte auch Ballantyne. Die Marke kehrte mit der „Kate“-Tasche zur White Milano zurück, diesmal in einer kleinen Größe.

„Kate“-Tasche. Bild: Ballantyne

Zum ersten Mal auf der White Milano war La Stramberia dabei, eine 2007 von Simona Maggi gegründete Marke aus der Toskana. Die in Pietrasanta gegründete Marke präsentierte ihre unverkennbare Hutkollektion für Herbst/Winter 2026/2027.

La Stramberia ist eine Marke aus der Toskana. Bild: La Stramberia

Zu den Neuheiten gehören Mützen, die den Kopf in eine feine Wolke aus Merinowolle und Angora hüllen. Ein Kinnriemen aus böhmischen Kristallen macht sie noch edler. „Man kann sie unter strukturierteren Hüten wie einem Fedora oder einem Filz-Hilton tragen, um sich besser vor der Kälte zu schützen, oder sie können allein getragen werden“, erklärt Maggi.

Ein Stück aus der Mii-Kollektion. Bild: FashionUnited

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