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Positives Fazit der Berliner Modemessen: „Es lief besser als erwartet“

Von Jan Schroder

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Messen

Gute Stimmung auf der Berliner Modemesse Premium Bild: FashionUnited

Nach eher ernüchternden Jahren kann der Messestandort Berlin erst einmal durchatmen. Mit überarbeiteten und deutlich fokussierteren Formaten stießen die von der Premium Group organisierten Schwesterveranstaltungen Premium und Seek in dieser Woche auf positive Resonanz beim Fachpublikum und sorgten für frische Impulse.

Jörg Arntz, der CEO der Premium Group, zeigte sich entsprechend zufrieden:„Wir freuen uns riesig, dass das neu kuratierte Konzept so gut ankam. Es lief besser als erwartet“, erklärte er im am Donnerstag veröffentlichten Abschlussbericht der Messegesellschaft. Augenfällig war, dass die Messen dank der gelungenen Markenauswahl diesmal deutlich jünger und moderner daherkamen – was auch die Besucher:innen betraf. „Die neue Generation der Branche war nicht zu übersehen“, betonte Arntz.

Gute Laune auf der Seek Bild: FashionUnited

Neben der konsequenten Markenselektion, der einige namhafte Mainstream-Anbieter zum Opfer fielen, trug auch die Aufwertung der seit jeher auf eine jüngere Zielgruppe ausgerichteten Seek zum frischeren Erscheinungsbild bei. Mit 200 Brands, von denen die Hälfte nachhaltig produziert, gewann die auf Streetwear und Freizeitmode spezialisierte Messe gegenüber der Premium, auf der 250 Marken vertreten waren, merklich an Gewicht. Zudem wuchsen beide Veranstaltungen bei der ersten gemeinsamen Ausgabe in den historischen Hallen des früheren Postgüterbahnhofs am Gleisdreieck enger zusammen, ohne ihre spezifischen Profile komplett zu verlieren.

Premium-CEO Arntz geht optimistisch in die Wintersaison

Angesichts der erfolgreichen Reformen geht Arntz optimistisch in die kommende Saison: „Eine bessere Ausgangslage für den Winter könnten wir uns nicht wünschen“, erklärte er. „Es bleibt spannend.“

Nach dem Anfang der Woche angekündigten Abschied von Premium-Gründerin Anita Tillmann wird Arntz die Messegesellschaft in Zukunft alleine als CEO leiten. Zum Führungsteam gehören zudem Franziska Diers als Show-Direktorin der Premium, Marie-Luise Patzelt als als Show-Direktorin der Seek und Maren Wiebus als Event and Creative Director.

Die nächsten Ausgaben von Premium und Seek sind bereits für den 16. und 17. Januar 2024 terminiert. Anders als zuletzt werden die Messen dann voraussichtlich nicht mehr zeitgleich mit den Modenschauen in der Hauptstadt stattfinden: Die nächste Berlin Fashion Week ist nach Angaben der Veranstalter:innen für den 4. bis 7. Februar kommenden Jahres geplant.

Zurück am Gleisdreieck: die Messe Premium Bild: FashionUnited

Die nachhaltige Messe Beyond Fashion ergänzt die Großveranstaltungen

Als Ergänzung zu Premium und Seek hat sich mittlerweile die kleine, auf nachhaltige Anbieter spezialisierte Messe Beyond Fashion etabliert, die in der vergangenen Woche in ihre zweite Saison ging.

Nachhaltige Ergänzung: die Modemesse Beyond Fashion Bild: FashionUnited

In zwei Hallen der etwas abseits gelegenen Atelier Studios am Rande des ehemaligen Flughafens Tempelhof setzten die ausstellenden Marken, die teilweise auch auf der Seek vertreten waren, nicht auf hohe Besucher:innen-Frequenzen sondern auf die Möglichkeit, ihre oft besonders erklärungsbedürftigen Produktionsweisen dem interessierten Fachpublikum in Ruhe erläutern zu können.

Impression von der Beyond Fashion Bild: FashionUnited

Zu Beginn war der Zuspruch angesichts der gleichzeitig stattfindenden Großmessen eher verhalten – doch deswegen hatten die Organisatori:nnen von vornherein den Donnerstag als zusätzlichen Messetag eingeplant, während sich Premium und Seek diesmal auf den Dienstag und Mittwoch beschränkten.

Impression von der Beyond Fashion Bild: FashionUnited
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