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European ShoeShow abgesagt

Die für den 24. und 25. September 2017 in der Kölner XPost geplante European ShoeShow (ESS) wurde vom Veranstalter Wellfairs abgesagt. Die Design Attack soll wie geplant weitergeführt werden.

Als Gründe wurden eine „entscheidend veränderte Marktlage“ nach einem guten Start der Märzausgabe der ESS in der Kölner XPost angegeben sowie „große Zurückhaltung der Aussteller“ gegenüber der Herbstausgabe.

„Die augenblickliche Situation ist durch eine große Zurückhaltung der Aussteller bezüglich der European ShoeShow geprägt", kommentierte ESS-Sprecher Frank Hartmann auf der Messe-Website. „Offenbar wollen viele Aussteller erst einmal das Ergebnis der Gallery Shoes abwarten. Wir können das auf der einen Seite verstehen, auf der anderen Seite aber aus Risikogründen nicht die XPost vorhalten, von der wir nicht wissen, ob wir sie ausreichend gefüllt bekommen.“

Herbstausgabe der European ShoeShow findet nicht statt

Bereits auf der Erstausgabe der ESS am 12. und 13. März schien der Schuh noch nicht so ganz zu passen: Auch wenn die Hallen zumindest am Montag ausreichend gefüllt waren, blieben am Sonntag die erhofften Besucherströme aus. Zudem bemängelten Aussteller einen Mangel regionaler Kunden und groß angelegter PR- und Marketingaktivitäten.

Statt einer Absage erhofften sich Besucher und Aussteller aber wohl eher Schritte in diese Richtung, schließlich dauert es zwei bis drei Saisonen, um eine solche Veranstaltung zu etablieren. Aussteller auf der Märzausgabe der Messe betonten die Wichtigkeit einer physischen Messe, ebenso wie die Zufriedenheit mit dem gewählten Zeitpunkt für die ESS.

„Man hätte bei dieser ersten Veranstaltung stärker investieren müssen und ein paar starke Namen, die Besucher anziehen – vielleicht auch auf eigene Kosten — ins Boot holen müssen. Meine Kritik richtet sich aber gleichzeitig auch an den Einzelhandel, der es sich etwas zu bequem macht und Chnacen, die ihm angeboten werden, nicht nutzt. Den Zeitpunkt für die Messe finde ich sehr gut gewählt — eine Woche vor der Essenz in München,“ fasste Patrick Coppolecchia-Reinartz, Managing Director der Agentur d-tails, sein Erlebnis auf der ersten ESS zusammen.

„Die Märzveranstaltung wurde bewusst als Order-Ergänzung zur sehr frühen GDS konzipiert. Nachdem die GDS eingestellt wurde hatte sich die Gallery Shoes als deren Nachfolgerin deutlich später wieder als Orderveranstaltung positioniert und Teile der Konzeption der ESS übernommen. Damit war klar, dass es für die European ShoeShow im gleichen Einzugsgebiet schwer werden würde“, heißt es in einer Erklärung auf der Website der Messe.

„Da wir keine halben Sachen machen und auch keine falschen Versprechungen, haben wir uns auch aus Fairness dazu entschlossen, die Reservierung zurück zu geben und die European ShoeShow abzusagen. Wir werden die Entwicklung im Schuhmessemarkt beobachten, stehen als Gesprächspartner zur Verfügung und sollte sich ein sinnvolles Konzept ergeben, werden wir der Branche auch wieder ein entsprechendes Angebot unterbreiten! Wir möchten uns bei allen bedanken, die uns ihr Vertrauen geschenkt und uns unterstützt und beraten haben“, fügte Hartmann hinzu.

Die Design Attack wird nach Auskunft von Veranstalter Eddi Mackowiak unabhängig von der Absage der ESS weitergeführt; Informationen dazu wird er nächste Woche bekannt geben.

Foto: FashionUnited