Das Germanische Nationalmuseum zeigt in einer neuen Ausstellung Kleider und Accessoires von höfischen Damen des 18. Jahrhunderts. «Luxus in Seide» heißt die Schau, die am Donnerstag in Nürnberg eröffnet wird. Im Mittelpunkt steht ein hellblaues Seidenkleid, das das Museum vor einem Jahr aus einem Familienbesitz übernahm. Mit der Ausstellung will das Museum einen Einblick in die opulente Welt der damaligen Damenmode geben.

Für das üppige Kleid mit ausladenden Hüftpartien wurden nach Angaben des Museums mehr als zwölf Meter Stoff vernäht. Es soll erstmals öffentlich zu sehen sein. In die hellblaue Seide sind aufwendige bunte Blumenmuster eingewoben. Die «Taille-Andrienne», ein einteiliger Schnitt mit schleppenhaften Rückenfalten, entstand etwa 1760, wie Ausstellungsleiterin Adelheid Rasche sagte. Sie schätzt, dass weltweit weniger als ein Dutzend solcher Kleider im Originalzustand erhalten sind.

Rund 100 Objekte der Ausstellung wurden so ausgewählt, dass sie zu dem Seidenkleid passen. Dazu zählen etwa bunte Fächer, in Silber eingefasster Schmuck oder mit Seide überzogene Absatzschuhe. (dpa)