Nach Demonstrationen: Schäden an Geschäften in der Mailänder Innenstadt auf über 700.000 Euro geschätzt

Die Schäden durch Vandalismus von Demonstrierenden, die am Samstag und Sonntag in Mailand registriert wurden, steigen. Zahlreiche Ketten und Bekleidungsgeschäfte im Stadtzentrum wurden ebenfalls geplündert und zerstört. Bis heute beläuft sich eine erste Schätzung der Schäden an Geschäften und Lokalen auf über 700.000 Euro. Dies berichtete der Generalsekretär des Mailänder Handelsverbands Confcommercio, Marco Barbieri. Er sprach von „starker Besorgnis, da eine solche Situation noch nie dagewesen ist“.

Generalsekretär Marco Barbieri bekräftigt die Nähe zu den Ordnungskräften

Unter anderem wurde der Nike-Store am Corso Vittorio Emanuele beschädigt. Die Filiale vom US-Schuhfilialisten Footlocker, sowie Levi's und Under Armour wurden geplündert und auch bei dem Einzelhändler Rinascente wurden Schäden verzeichnet.

Die Täter:innen zerschlugen nicht nur Schaufenster und alles, was ihnen in den Weg kam. Sie warfen auch Kleiderbügel auf die Straße und trafen dabei mehrere Passant:innen.

Die Randalierer:innen, vermummt und mit verdeckten Gesichtern, zerstörten Geschäfte und Straßen im Stadtzentrum Credits: Pexels, CottonBro

„Es gibt Sorge um die Zukunft, denn was sich hier zeigt, ist eine Situation sozialen Unbehagens, aber auch Vertrauen in die Institutionen. Jeder muss seinen Teil dazu beitragen“.

Barbieri drückte sein „Vertrauen in die Institutionen“ aus. Er bekräftigte die Nähe zu den Ordnungskräften, die laut der italienischen Tageszeitung Corriere della Sera „immer pünktlich eingreifen“.

Am 16. November wird Confcommercio den Stadtverwaltungen das Projekt ‘Cities’ vorstellen. Es enthält Vorschläge, um „Geschäfte als Instrument der städtischen und sozialen Integration aufzuwerten“ und der kommerziellen „Verödung“ entgegenzuwirken.


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