Max Mara feiert Wiederöffnung in München mit neuem Retail-Konzept
Das italienische Modehaus Max Mara eröffnet seine Boutique in München mit einem neuen Konzept wieder. Dieses soll weltweit auch an anderen Standorten umgesetzt werden.
Der Store ist der weltweit zweitgrößte von Max Mara und verfügt über eine Verkaufsfläche von insgesamt 960 Quadratmeter, die sich über drei Etagen erstreckt.
Das Projekt stammt vom Architekturbüro Duccio Grassi Architects. Es ist vom historischen Hauptsitz von Max Mara in Reggio Emilia inspiriert. Dieser wurde 1958 eingeweiht und beherbergt heute die Collezione Maramotti. Die Sammlung vereint die private Kollektion zeitgenössischer Kunst, die von der Familie Maramotti über die Jahre zusammengetragen wurde.
Das rationalistische Gebäude, entworfen von Antonio Pastorini und Eugenio Salvarani, gilt noch heute als ein Meilenstein der Industriearchitektur seiner Zeit. Nun wurde es zur Inspiration für eine poetische Rückkehr zu den Ursprüngen.
Ein zentrales Element der Inneneinrichtung der Münchener Boutique in der Theatinerstraße 3 ist die skulpturale Wendeltreppe. Sie ist mit Kupfer verkleidet, von außen sichtbar und verbindet dynamisch die drei Verkaufsebenen.
Die den Taschen gewidmete Wand im Erdgeschoss prägen breite Holzregale, die auf eine geschwungene Fläche mit Nischen für Brillen treffen. Etwas weiter hinten ist der Loungebereich durch ein Holzgitter vor Blicken von außen geschützt. Es interpretiert das Motiv traditioneller Ziegelgitter auf zeitgenössische Weise neu.
Im ersten und zweiten Stock werden die Kollektionen der Marke präsentiert. Die Räume sind durch raumhohe Ausstellungselemente aus Holz und schwarzem Eisen gegliedert. Daneben stehen Tische und Vitrinen mit Oberflächen aus Holz und orangefarbenem Harz. Sofas und Sessel verleihen dem Ambiente Wärme und Gemütlichkeit.
Die Möbelstücke wurden von Designer:innen entworfen, deren Spektrum von vielversprechenden Talenten bis hin zu etablierten Namen reicht. Darunter sticht das berühmte Sofa „Stringa“ von Gae Aulenti hervor. Es schmückte bereits die erste Max-Mara-Filiale in Mailand und wird nun als Reminiszenz an die tiefe Verbundenheit mit großem Design neu aufgelegt.
Große Fensterfronten lassen Tageslicht in die Verkaufsräume und schaffen eine ständige visuelle Verbindung zur Außenwelt. Den elegantesten und maßgeschneiderten Entwürfen ist ein eigener Bereich gewidmet, der eine eigene Atmosphäre bietet. Hier trifft ein in großen Quadraten verlegter Holzboden auf cremefarbene, stoffbespannte Wände mit Holzrahmen. Im ersten Stock ist außerdem die Linie Sportmax untergebracht, die als eigenständiges Universum konzipiert ist.
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