Inditex stärkt Zara Home mit Geschäften in Portugal, Italien, Polen und Mexiko
Der spanische Modekonzern Inditex optimiert sein Filialnetz weiter für das strategisch wichtige Jahresendgeschäft. Im Fokus steht diesmal Zara Home: Die Wohnaccessoires-Kette stärkt ihre internationale Präsenz mit neuen Verkaufsstellen in Portugal, Italien, Polen und Mexiko.
In den vergangenen Wochen und Monaten hat Zara Home vier wichtige Geschäfte eröffnet. Eines befindet sich im Einkaufszentrum Colombo in Lissabon, ein weiteres an der Viale Pasubio in Mailand, gegenüber der Fondazione Giangiacomo Feltrinelli. In Polen eröffnete die Kette eine Filiale im Einkaufszentrum Westfield Mokotów in Warschau. Die vierte Neueröffnung erfolgte in Mexiko im Einkaufs- und Freizeitzentrum Ánima Village in Cabo San Lucas. Dort hat Inditex gleichzeitig neue Filialen von Massimo Dutti, Oysho und Zara eröffnet. Das Zentrum soll sich zur führenden Einkaufsdestination der Region Los Cabos im Bundesstaat Baja California Sur entwickeln.
An allen vier Standorten präsentiert Zara Home sein neues Ladenkonzept. Dabei steht das Kundenerlebnis im Mittelpunkt. Jedes Element sei von grundlegender Bedeutung, von Materialien, Licht, Farben und Musik bis hin zum Team, betont die Geschäftsführung der Kette. Das Zusammenspiel dieser Faktoren soll eine Atmosphäre schaffen, in der die Kollektionen optimal zur Geltung kommen und Kund leicht finden, was sie suchen. Die Geschäfte seien darauf ausgelegt, zu inspirieren, willkommen zu heißen und jeden Besuch zu einem besonderen Erlebnis zu machen.
Teil der Investitionen von 2,3 Milliarden Euro
Die Neueröffnungen sind Teil der Investitionspläne von Inditex für das Geschäftsjahr 2026. Bei der Vorstellung der Ergebnisse für das Geschäftsjahr 2025 kündigte CEO Óscar García Maceiras Investitionen von rund 2,3 Milliarden Euro an. Im Mittelpunkt stehen die Verbesserung der kommerziellen Präsenz und damit das Einkaufserlebnis sowohl in den Filialen als auch auf den Online-Kanälen.
Damals stellte der Konzern eine Reihe wichtiger Projekte in Aussicht. Dazu gehörten die ersten Bershka-Filialen in Brasilien und den USA sowie die Expansion von Massimo Dutti in den USA mit neuen Geschäften in Miami und New York. Außerdem waren die Expansion von Lefties nach Frankreich, Großbritannien und Deutschland sowie der Markteintritt von Zara in Curaçao geplant.
Für Zara Home nannte Inditex als wichtige Meilensteine die Eröffnung der ersten Filialen in Irland und Norwegen. Bestätigt sind diese Projekte bislang jedoch nicht. Sie dürften daher frühestens in der zweiten Hälfte des Geschäftsjahres 2026 umgesetzt werden. Diese begann nach dem Ende des ersten Halbjahres am 31. Juli 2026. Am 9. September wird Inditex die Ergebnisse für das erste Halbjahr vorlegen; die Zahlen für das erste Quartal hatte der Konzern bereits Anfang Juni veröffentlicht.
Die Halbjahreszahlen dürften einen genaueren Einblick in die Entwicklung des Konzerns und seiner einzelnen Marken geben. Dazu gehört auch Zara Home. Die Umsätze der Wohnaccessoires-Kette werden – ebenso wie jene von Lefties – in der Bilanz von Zara ausgewiesen. Bekannt ist jedoch, dass Zara Home das Geschäftsjahr 2025 mit einem verkleinerten Filialnetz abschloss.
Die Zahl der Verkaufsstellen sank netto um 17 auf 374. Davon entfielen 281 auf eigene Geschäfte, 18 weniger als im Vorjahr, und 93 auf Franchise-Filialen, eine mehr als im Vorjahr.
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