Google ändert Shopping-Ergebnisse in Europa

Der US-amerikanische Technologiekonzern Google hat die organischen Shopping-Ergebnisse aus den europäischen Suchergebnissen entfernt. Produktseiten von Onlineshops sind dadurch kaum noch direkt in Google sichtbar. Dies geht aus einer Analyse der E-Commerce-Agentur Productrise hervor. Die Änderung erfolgt kurz vor der Weihnachtssaison.

Die Umstellung wurde kurzfristig umgesetzt. Bis vor kurzem standen organische Produktkarten an der Spitze der Suchergebnisse. Nun hat die Sichtbarkeit einzelner Produkte von Onlineshops jedoch stark abgenommen. Anstelle von direkten Links zu Produktseiten werden Verbraucher:innen nun häufiger auf externe Vergleichsseiten wie Kelkoo, Beslist.nl und Idealo weitergeleitet.

Die Änderung folgt auf Maßnahmen der Europäischen Kommission. Google wurde bereits zuvor mit hohen Geldstrafen belegt, weil das Unternehmen seine eigene Shopping-Plattform gegenüber Wettbewerber:innen bevorzugt hatte. Um die europäischen Vorschriften zu erfüllen, schafft Google nun mehr Platz für Vergleichsseiten.

Weniger kostenloser Traffic während der Weihnachtssaison

Für Einzelhändler:innen fällt der Verlust der kostenlosen Sichtbarkeit in den Beginn einer wichtigen Verkaufssaison, die von Black Friday bis Weihnachten reicht. Vergleichsseiten arbeiten mit Affiliate-Modellen. Das bedeutet, dass Onlineshops für Besucher:innen bezahlen müssen, die zuvor direkt über Google kamen.

Der erwartete Rückgang der direkten organischen Klicks könnte laut Productrise dazu führen, dass Einzelhändler:innen ihre SEO-Budgets anders einsetzen. Dabei werden auch neue Kanäle in Betracht gezogen, wie zum Beispiel KI-Plattformen, die an der Integration von Produkt-Feeds arbeiten.


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