Carmina Shoemaker eröffnet ersten eigenen Store in Deutschland

Die mallorquinische Schuhmanufaktur Carmina Shoemaker hat in München ihren ersten eigenen Store in Deutschland eröffnet. Das Geschäft verfüge über 55 Quadratmeter Verkaufsfläche, teilte das Unternehmen mit. Damit setzt Carmina einen Plan um, den die Marke bereits im Juni angekündigt hatte.

Bislang war Carmina in Deutschland ausschließlich über den Handel vertreten, zuletzt über fünf autorisierte Händler in Hamburg, Stuttgart, Berlin und München. Darüber habe die Marke auch deutsche Kund:innen erreicht, die zur Stammkundschaft auf Mallorca zählten. Diese hätten sich seit Jahren einen eigenen Store in Deutschland gewünscht.

Für München habe man sich wegen der Affinität Bayerns zum Angebot der Marke entschieden. Dazu trügen die Schneidertradition der Region sowie ihre Verbundenheit mit Handwerk und hochwertigem Schuhwerk bei. Neben den Kollektionen biete der Store einen Service für Maßanfertigungen mit persönlicher Beratung. Zudem plane Carmina, in den Räumen Events und Treffen zu veranstalten. Damit wolle die Marke dem deutschen Publikum ihr Bespoke-Segment, also Maßschuhe, näherbringen.

Carmina geht auf eine 1866 auf Mallorca gegründete Werkstatt für Maßschuhe zurück. Gefertigt wird bis heute im mallorquinischen Inca, wo das Unternehmen auch seinen Sitz hat.

Zwei bis drei neue Stores pro Jahr bis 2030

München ist nach Tokio die zweite internationale Eröffnung des Jahres. Den ersten eigenen Store in Japan hatte Carmina im Juli im Tokioter Viertel Marunouchi eröffnet. Beide Standorte sind Teil eines Expansionsplans, der bis 2030 zwei bis drei neue Stores pro Jahr vorsieht. Im Fokus stünden neben den USA, dem wichtigsten Markt, vor allem Deutschland und die Schweiz. Neben München hatte das Unternehmen im vergangenen Jahr auch Hamburg als möglichen Standort genannt.

Das eigene Filialnetz umfasst unter anderem Geschäfte in Palma de Mallorca, Madrid, Barcelona, Paris, London, Luxemburg, New York, San Francisco und Tokio. Über Multibrand-Händler sind die Kollektionen zudem in 15 Ländern erhältlich. Den Großteil des Umsatzes erzielt Carmina jedoch selbst. Mehr als 80 Prozent entfielen auf den Direktvertrieb über die eigenen Stores und den Onlineshop.


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