Bershka testet neues Ladenkonzept in seinem wichtigsten Store

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Bershka-Store an der Plaza de Lugo in La Coruña (Spanien). Credits: Bershka.
Von Jaime Martinez

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Die Inditex-Marke Bershka setzt weiterhin auf den stationären Handel und hat ihren Flagship-Store in La Coruña wiedereröffnet. Der Standort gilt als der bekannteste des gesamten Filialnetzes. Dort führt die Marke ihr neuestes Ladenkonzept ein, während sie zugleich ihren Markteintritt in den Vereinigten Staaten vorbereitet.

Der Store liegt an der Plaza de Lugo im Herzen der galizischen Hafenstadt, wo auch die wichtigsten Inditex-Ketten wie Zara, Massimo Dutti, Stradivarius, Pull&Bear und Zara Home vertreten sind. Die komplett renovierte Verkaufsfläche erstreckt sich über 710 Quadratmeter auf Erdgeschoss und Untergeschoss. Umgesetzt wurde dabei ein Ladenkonzept, dessen Design exklusiv für diesen Standort entwickelt wurde.

Das neue Modell gibt zugleich die Richtung für künftige Neueröffnungen und für den Umbau wichtiger Standorte vor. Der Store dient damit, wie bei Inditex üblich, als Testfeld für Strategien und Neuheiten, bevor diese weltweit eingeführt werden.

Bershka-Store an der Plaza de Lugo in La Coruña (Spanien). Credits: Bershka.
Bershka-Store an der Plaza de Lugo in La Coruña (Spanien). Credits: Bershka.
Bershka-Store an der Plaza de Lugo in La Coruña (Spanien). Credits: Bershka.

Neben bereits etablierten Lösungen wie Self-Checkout-Kassen und einem eigenen Bereich für die Abholung und Rückgabe von Online-Bestellungen liegt der Fokus diesmal auf dem Raum selbst. Mit der Ästhetik des Ambientes unterstreicht die Kette den Wert der Fläche, die sowohl Verkaufskanal ist als auch Ort, um die Bindung zur Kundschaft zu stärken.

„Mit diesem neuen Raum bekräftigt Bershka seine Vision von Retail-Architektur als einem Werkzeug, das Identität schafft, das Einkaufserlebnis bereichert und eine engere Verbindung zwischen der Marke und den Menschen herstellt“, betont die Geschäftsführung der jungen Modemarke.

Kleinteiligere Räume mit dichterer Atmosphäre

Bei dem renovierten Store zeichnet sich ein klarer Wandel ab, der sich bereits bei der jüngsten Eröffnung in Schweden gezeigt hatte. Die Kette bewegt sich weg von den großen, offenen Ausstellungsflächen, die ihre Geschäfte bislang dominierten, und setzt stattdessen auf stärker gefasste Innenräume, die in Bereiche mit menschlicheren Dimensionen unterteilt sind. Ein gezieltes Angebot und eine sorgfältige Materialauswahl geben diesen Zonen eine dichtere Atmosphäre.

Bershka-Store an der Plaza de Lugo in La Coruña (Spanien). Credits: Bershka.
Bershka-Store an der Plaza de Lugo in La Coruña (Spanien). Credits: Bershka.
Bershka-Store an der Plaza de Lugo in La Coruña (Spanien). Credits: Bershka.

Durch die Aufteilung entstehe ein „flüssiger und intuitiver“ Rundgang, so das Unternehmen. Die Zonierung geht über die bisherige räumliche Gliederung hinaus, die vor allem durch Treppen, Ausstellungsmodule oder Kassenbereiche entstand. Modulare Elemente reduzieren den Raum nun auf überschaubare Maßstäbe, ohne ihm die Durchlässigkeit zu nehmen.

Prägend ist ein neues Betonfinish, das laut Unternehmen speziell für dieses Projekt entwickelt worden sei und aus Blöcken mit sanft abgerundeten Kanten besteht. Ergänzt wird es durch Elemente aus Edelstahl und Holz. Ein Highlight im Innenraum ist die Treppe. Sie ist mit einer durchgehenden Platte aus lichtdurchlässigem Acrylat verkleidet, die als visuelle Verbindung zwischen den beiden Etagen dient. „Dieses Element leitet den Weg auf natürliche Weise und erweitert das Erlebnis auf die untere Etage“, erklärt Bershka.

Bershka-Store an der Plaza de Lugo in La Coruña (Spanien). Credits: Bershka.
Bershka-Store an der Plaza de Lugo in La Coruña (Spanien). Credits: Bershka.
Bershka-Store an der Plaza de Lugo in La Coruña (Spanien). Credits: Bershka.

Das Konzept basiere auf einem einzigen Möbelsystem, das den Raum durch die Wiederholung von Modulen flexibel und kohärent organisiere. Nach einer industriellen und modularen Logik entworfen, passe es sich verschiedenen Konfigurationen an, ohne seine Identität zu verlieren, und werde so zum roten Faden des gesamten Geschäfts. Die Möbelstücke fungierten dabei weniger als funktionale Elemente, sondern als architektonische Stücke, die jeden Bereich definieren und dem Ganzen Persönlichkeit verleihen. „Die Aufteilung fördert eine natürlichere Beziehung zwischen Kund:in und Produkt und schafft ein Gefühl der Nähe, das dazu einlädt, jeden Winkel des Geschäfts zu entdecken“, heißt es weiter.

Markteintritt in den Vereinigten Staaten steht bevor

Die Wiedereröffnung in La Coruña ist Teil der Maßnahmen, die Inditex für Bershka im Jahr 2026 geplant hat. Geschäftsführer Óscar García Maceiras hatte bereits Anfang Dezember 2025 angekündigt, dass Bershka seine ersten beiden Geschäfte in den Vereinigten Staaten eröffnen werde. Im März bestätigte die Leitung des spanischen Modekonzerns diese Pläne als Teil der Hauptinitiativen für 2026. Die Eröffnungen erfolgen demnach „nach einer hervorragenden Online-Performance in den Vereinigten Staaten“. Beide Stores sind in Miami vorgesehen, der erste im Einkaufszentrum Aventura Mall.

Bershka-Store an der Plaza de Lugo in La Coruña (Spanien). Credits: Bershka.
Bershka-Store an der Plaza de Lugo in La Coruña (Spanien). Credits: Bershka.
Bershka-Store an der Plaza de Lugo in La Coruña (Spanien). Credits: Bershka.

Nach Abschluss des Geschäftsjahres 2025 war Bershka mit einem Jahresumsatz von 3,29 Milliarden Euro die zweitgrößte Kette des Konzerns hinter Zara. Das entsprach einem Wachstum von 12,15 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

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