Benetton soll Flagship in der Londoner Oxford Street im Zuge der Umstrukturierung schließen
Der italienische Einzelhändler United Colors of Benetton hat Berichten der britischen Zeitung The Sun zufolge seinen Flagship-Store in der Londoner Oxford Street nach acht Jahren geschlossen. Benetton hat die Schließung nicht öffentlich bestätigt oder bekannt gegeben, wie viele Mitarbeiter:innen davon betroffen sein könnten. Beiträge in den sozialen Medien zeigten einen Räumungsverkauf mit Rabatten von 70 Prozent.
Der 16.000 Quadratfuß große, dreistöckige Store in der Oxford Street 89 wurde im März 2018 als bedeutende Investition in die britische Einzelhandelspräsenz der Marke eröffnet. Er verfügte über einen eigenen Bereich für Strickwaren, interaktive Touchscreen-Tische und einen 12 Meter hohen Eingangsbereich mit LED-Anzeigen.
Die Schließung erfolgt im Rahmen des laufenden Restrukturierungsprogramms des italienischen Modekonzerns. Dieses wird von Chief Executive Officer (CEO) Claudio Sforza geleitet, der im Juni 2024 ernannt wurde. Ziel ist es, die Rentabilität durch Kostensenkungen und ein optimiertes Filialnetz wiederherzustellen.
Benetton verzeichnete 2025 einen Nettoverlust von rund 33 Millionen Euro, was einem Rückgang von mehr als 65 Prozent im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Dies geht aus Zahlen hervor, die FashionUnited im Mai veröffentlichte. Der Umsatz sank von rund 915 Millionen Euro im Jahr 2024 auf circa 800 Millionen Euro.
Um 2026 die Gewinnschwelle zu erreichen, reduziert der Konzern sein Filialnetz. Zudem werden die Produktions- und Beschaffungsabläufe überprüft und die Zusammenarbeit mit leistungsschwachen Großhandels- und Franchisepartnern beendet.
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