Zara-Mutter Inditex startet mit soliden Zuwächsen ins neue Geschäftsjahr

Der spanische Bekleidungskonzern Industria de Diseño Textil SA (Inditex) hat im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2019/20 beim Umsatz und Ergebnis zugelegt. Die Unternehmensgruppe aus Arteixo, zu der Marken wie Zara, Massimo Dutti, Bershka und Pull & Bear gehören, bestätigte daraufhin ihre Jahresprognosen. Zudem soll die Online-Expansion wie geplant fortgeführt werden.

In den Monaten Februar bis April erreichte der Konzernumsatz von Inditex eine Höhe von 5,93 Milliarden Euro. Gegenüber dem Vorjahresquartal bedeutete das eine Steigerung um fünf Prozent. Wechselkursveränderungen hatten keine Auswirkungen auf die Entwicklung: Auch währungsbereinigt lag die Wachstumsrate bei fünf Prozent. In der zweiten Hälfte des Quartals hätten widrige Wetterverhältnisse in einigen Märkten die Nachfrage negativ beeinflusst, teilte das Unternehmen mit. Inzwischen habe sich die Situation aber wieder normalisiert.

Durch geschicktes Kostenmanagement konnte der Konzern seinen Gewinn weiter verbessern. So stieg das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) um 15,1 Prozent auf 980 Millionen Euro. Allerdings beeinflusste die Umstellung auf neue Rechnungslegungsstandards die Zahlen. Bereinigt um den Effekt dieser Maßnahme legte das EBIT nach Angaben des Unternehmens um sieben Prozent zu. Der ausgewiesene Nettogewinn belief sich auf 734 Millionen Euro und übertraf das Vorjahresniveau damit um 9,9 Prozent. Ohne die Effekte der neuen Buchhaltungsregeln habe die Wachstumsrate bei sieben Prozent gelegen, erklärte Inditex.

Inditex bestätigt die Umsatzprognose und setzt seine Online-Expansion fort

Das Unternehmen kündigte an, seine Online-Offensive in den kommenden Monaten fortzusetzen. So sollen die Produkte des mit Abstand wichtigsten Konzepts Zara mit dem Start der Kampagne für die kommende Herbst-Winter-Saison auch in Südafrika, Qatar, Kuwait, Bahrein, Oman, Jordanien, Kolumbien, den Philippinen und der Ukraine im Netz verfügbar sein. Inditex hat seine Online-Präsenz seit der Verkündung einer strategischen Digitalisierungskampagne im Jahr 2018 bereits kräftig ausgebaut. Ziel ist weiterhin, dass bis Ende 2020 alle Konzernmarken weltweit im Internet bestellt werden können.

Angesichts der aktuellen Quartalszahlen sah das Management keinen Anlass, seine Umsatzprognose für das Gesamtjahr zu ändern. Es rechnet damit weiterhin mit einem flächen- und währungsbereinigten Wachstum um vier bis sechs Prozent. Ins zweite Quartal ist der Konzern nach eigenen Angaben stark gestartet: Im Zeitraum von Anfang Mai bis zum 7. Juni übertrafen die Einzelhandelserlöse das Vorjahresniveau währungsbereinigt um 9,5 Prozent.

Foto: Inditex
 

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