S.Oliver Group kündigt Strukturreformen und Entlassungen an

Der Rottendorfer Bekleidungskonzern S.Oliver Bernd Freier GmbH & Co. KG hat am Montag eine Reihe von Strukturveränderungen angekündigt. Ziel der Maßnahmen sei es, „das Unternehmen auf die Herausforderungen und Chancen des vertikalen Retailmanagements, der weiteren Digitalisierung und geplanten Internationalisierung des Geschäfts“ vorzubereiten, erklärte die S.Oliver Group in einer Mitteilung. Im Zuge der Reformen werde sich „die Gruppe auch von Mitarbeitern trennen“, heißt es dort. Laut einem Bericht des Fachmagazins Textilwirtschaft sollen „noch in dieser Woche“ 170 Mitarbeiter entlassen werden.

„S.Oliver zählt zu den führenden Fashion Playern in Deutschland. Wir agieren jetzt aus einer Position der Stärke und haben Spielräume, den Markt mit all seinen Herausforderungen aktiv mitzugestalten“, erklärte CEO Claus-Dietrich Lahrs in einer Mitteilung. „Der geplante Organisationsumbau wird uns dabei helfen, deutlich schneller zu agieren und damit unsere Wettbewerbsfähigkeit und die Arbeitsplätze in unserem Unternehmen auf lange Sicht abzusichern.“

S.Oliver will „Entwicklungszeiten verkürzen“ und „Entscheidungsprozesse beschleunigen“

Grundlage der nun beschlossenen Veränderungen war nach Angaben der S.Oliver Group eine „gründliche Analyse der Organisationsstrukturen und der Umsatzzahlen der zurückliegenden Jahre“. Daraufhin habe der Konzern „die strategischen Erfolgsfaktoren für die Zukunft seiner Marken herausgearbeitet“. Im Ergebnis setzt das Unternehmen nun auf größere Schnelligkeit und Flexibilität – und im Zusammenhang damit auf eine Straffung der Betriebsstrukturen.

„Ein zentraler Baustein der neuen Strategie wird sein, die Entwicklungszeiten neuer Kollektionen deutlich zu verkürzen und Entscheidungsprozesse spürbar zu beschleunigen, um so die Nähe zum Markt zu verbessern“, erklärte S.Oliver. „Die Auswirkungen der aktuellen Corona-Krise auf die Geschäftsentwicklung verdeutlicht einmal mehr die Notwendigkeit zum Handeln.“

Nach Reformen in der Konzernzentrale soll die Lieferkette neu organisiert werden

So sollen nun bestimmte Organisationseinheiten „zusammengelegt und neu ausgerichtet“ werden. Dabei werde es zu Entlassungen von Mitarbeitern im Rottendorfer Hauptquartier des Unternehmens kommen. Die Beschäftigten seien am Montag über „die Pläne und die betriebsbedingten Kündigungen“ informiert worden, teilte S.Oliver mit. Der Konzern werde die Betroffenen „auf Wunsch mit einer Outplacementberatung aktiv bei der Suche nach Optionen für ihre künftige Beschäftigung“ begleiten.

Im Anschluss an diese ersten Reformen plant der Konzern nach eigenen Angaben, „die Purchasing- und Sourcing-Organisation und damit der Beschaffungsmix zwischen den Ländern in Europa und Asien“ neu aufzustellen.

Foto: S.Oliver Facebook-Page

 

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