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Monatsrückblick: Nachhaltigkeit im Januar 2022

Von Simone Preuss

4. Feb. 2022

Business

Bild: Canada Goose

Neues Jahr, neues Glück - auch im Jahr 2022 führt Fashion United seinen monatlichen Nachhaltigkeitsrückblick fort. Jedoch in veränderter Form, denn die gute Nachricht ist, dass sich in den letzten drei Jahren, seit Beginn des ersten regelmäßigen Rückblicks, doch einiges geändert hat - Nachhaltigkeit ist endlich vom „Nice to have“ zum „Must have“ aufgestiegen; Unternehmen sehen zunehmend ein, dass Nachhaltigkeit auch wirtschaftlich Sinn macht.

Das heißt für das Format des Nachhaltigkeitsrückblicks, dass nicht wie zuvor jeden Monat ein breit gefächertes Angebot verschiedener Maßnahmen vorgestellt wird, sondern gezieltere, weitreichendere Maßnahmen herausgestellt werden. Lesen Sie sich durch die nachhaltigen Höhepunkte des Januars 2022 und lassen Sie uns wissen, wie Ihnen der neue Rückblick gefällt.

Nachhaltige Schuhe

Nachhaltige Schuhe, geht das? Am liebsten noch vegan und/oder kompostierbar? Ja, es geht! FashionUnited hat fünf junge, nachhaltige Schuhmarken aus aller Welt gefunden, die zeigen, dass modebewusste Schuhe auch einen leichten Fußabdruck und eine soziale Orientierung haben können. Die Labels Flamingos Life (Spanien), Native Shoes (USA), Yatay (Italien), Nat-2 (Deutschland) und Nisolo (USA) zeigen, wie es geht. Unterstützenswert!

Textilverarbeitung: von nass zu trocken

Regelmäßige Leser:innen unseres Nachhaltigkeitsrückblicks wissen, dass die globale Nachhaltigkeitsinitiative Fashion for Good in vielen Monaten einen prominenten Platz einnimmt. So auch im Januar 2022. Diesmal geht es um ein neues Gemeinschaftsprojekt namens „D(r)ye Factory of the Future“, dessen Ziel es ist, den Übergang von der Nass- zur Trockenverarbeitung zu beschleunigen. Eile tut Not, da die Textilverarbeitung für die höchsten Treibhausgasemissionen und den größten Wasser- und Chemikalienverbrauch in der Wertschöpfungskette der Modebranche verantwortlich ist. Das Projekt vereint daher mehrere Innovationen in der Textilvorbehandlung und -färbung, die das Potenzial haben, die Emissionen um bis zu 89 Prozent und den Wasserverbrauch um 83 bis 95 Prozent zu senken. Bitte mehr davon!

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Das auf nachhaltige Lösungen spezialisierte Unternehmen Oeko-Tex hat seinen neuen „Impact Calculator“ vorgestellt, mit dem CO2-Emissionen und Wasserverbrauch im Einklang mit den Klimazielen von Modeunternehmen gemessen und quantifiziert werden können.

Unterwäsche kann recycelt werden

Beeindruckt hat uns im Januar eine Initiative der US-Wäschemarke Parade: Diese hat nämlich ein kostenloses Recyclingprogramm für Unterwäsche in Zusammenarbeit mit dem internationalen, führenden Recyclingunternehmen TerraCycle ins Leben gerufen. „Second Life by Parade“ ist das erste landesweite Recyclingprogramm von TerraCycle für die Wäsche-Kategorie, das unerwünschte Unterwäsche von der Mülldeponie fernhalten und Verbraucher:innen helfen soll, ihren CO2-Fußabdruck zu reduzieren. Finden wir genial!

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Ambercycle, ein in Los Angeles ansässiger Recycler von Altkleidung, hat eine Serie-A-Finanzierungsrunde in Höhe von 21,6 Millionen US-Dollar (rund 19,11 Millionen Euro) angekündigt, um den Aufbau eines zirkulären Ökosystems in der Modebranche zu unterstützen.

Anstrengungen auf Markenseite

Last but not least, verpassen Sie nicht die Anstrengungen auf Markenseite, also etwa in Bezug auf nachhaltigere Kollektionen, wie etwa von A wie Allbirds bis Z wie Zara, oder die Adidas for Prada Re-Nylon Kollektion und die bisher nachhaltigste Kapselkollektion von Canada Goose. Unternehmen wie Ecoalf verbesserten auch ihre B Corp Score beziehungsweise Bergfreunde führte das Ranking klimabewusster Unternehmen in Deutschland an. Wir sagen herzlichen Glückwunsch!

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