Lenzing: Niedrige Viskosepreise belasten Neunmonatszahlen

Der österreichische Faserproduzent Lenzing AG hat weiter mit schwierigen Marktbedingungen zu kämpfen. So blieben Umsatz und Gewinn in den ersten neun Monaten 2019 unter dem Vorjahresniveau. Das geht aus einem Zwischenbericht hervor, den das Unternehmen am Mittwoch veröffentlichte.

Der Konzernumsatz lag demnach in den Monaten Januar bis September bei 1,62 Milliarden Euro, was einem Rückgang um 1,1 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum entsprach. Zu schaffen machten dem Unternehmen anhaltende Unsicherheiten im weltweiten Handel und insbesondere die „historisch niedrigen“ Preise für Standardviskose. So setzt Lenzing im Rahmen seiner aktuellen Strategie auf den Ausbau des lukrativen Geschäfts mit Spezialfasern. Deren Anteil am Gesamtumsatz wurde im Vergleich zum Vorjahr bereits von 44,1 auf 49,8 Prozent gesteigert.

Der Preisverfall bei Standardviskose machte sich auch beim Ergebnis negativ bemerkbar. So sank der Betriebsgewinn (EBIT) gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 19,3 Prozent auf 153,5 Millionen Euro. Der Konzernüberschuss erreichte in den ersten neun Monaten 112,9 Millionen Euro und lag damit um 15,6 Prozent unter dem entsprechenden Vorjahresniveau.

Vorstandschef Stefan Doboczky zeigte sich mit der Entwicklung trotzdem zufrieden: „Lenzing ist mit ihrer strategischen Ausrichtung und ihrem starken Fokus auf Spezialfasern sehr gut aufgestellt. Das zeigt sich mehr denn je im aktuellen Marktumfeld mit verschärften Handelskonflikten und historisch niedrigen Preisen für Standardviscose“, erklärte er in einer Mitteilung. „Die Unsicherheit ist in der gesamten textilen Wertschöpfungskette zu spüren und führt zu einer deutlich gedämpften Nachfrage. Dank der Performance unserer Spezialitäten haben wir dennoch ein solides Ergebnis erzielen können.“ So erwartet Doboczky trotz der schwierigen Rahmenbedingungen „ein zufriedenstellendes Gesamtjahresergebnis“.

Foto: Lenzing AG, Fotograf: Franz Neumayr

 

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